Spuren | WECHSLER und das Glück der Trägheit und Langsamkeit- Koh Pha Ngan

 

Beitrag Nr. 35

 

Moin Moin aus der Hängematte!

Nachdem mich ein paar enttäuschte, teils wütende Repliken auf meinen letzten Blogbeitrag zu Koh Samui  erreicht haben, möchte ich hier - vor allem mit der Erfahrung einer wundervollen Woche auf Koh Pha Ngan, der Nachbarinsel - entspannt, ruhig und relaxed erklären: Es ist nichts zurückzunehmen! Gerade vor dem Hintergrund der erfreut zur Kenntnis genommenen Tatsache, dass Koh Pha Ngan  - allerdings auch schon seit Jahren unsere Nr. 1 in der Region - auch weiterhin ein chilliges, traumhaft natürliches und weitgehend bodenständig gebliebenes Eiland ist, könnte der Kontrast zur Entwicklung Koh Samui's  kaum größer sein... Dass das weh tut, kann ich verstehen, aber wir werden hier mit unseren persönlichen und subjektiven Eindrücken auch in Zukunft nicht sparen! Unser Urteil hat uns selbst am härtesten getroffen...

 

Damit ist schon viel gesagt und wir wiederholen es: Wir sind mehr als zufrieden und wahnsinnig froh darüber, dass Koh Pha Ngan  - heute im Zentrum dieses Beitrags - trotz aller Entwicklung noch viel von seiner ursprünglichen Romantik und tropischen Atmosphäre, von seiner üppigen und wunderschönen Natur zu bieten hat. Wir geben zu: Wir haben das zuletzt kaum noch für möglich gehalten und sind daher überglücklich. Und das auch dann, wenn es ebenso sicher erscheint, dass die Kohsamuisierung  dieses fabulösen Eilands auch nur eine Frage der Zeit sein dürfte... Insofern richtet sich unser Apell an all diejenigen, die das hier immer schon mal sehen, die schon immer mal die exotische Magie von Koh Pha Ngan  erspüren wollten: Macht es bald und seid gewiss: Es lohnt sich (noch)!

 

Aber wozu so viel Vorgeplänkel? Folgt uns IN DIE SPUR

 

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Noch immer ein fantastischer Strand: Der Thong Nai Pan Noi Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

Von Koh Samui nach Koh Pha Ngan - Mit dem Slow Boat und Bergen von Rollkoffern

Nach den Erfahrungen auf Koh Samui  fahren wir mit gemischten Gefühlen Richtung Pier, von wo aus uns ein Slow Boat  nach Ban Haad Rin  in den Südosten Koh Pha Ngans  bringen soll. Wir wollen von hier aus mit dem Boat-Taxi  weiter Richtung Norden fahren, wie wir es schon früher oft getan haben. Es ist erstaunlich voll am Pier für die Nebensaison, denken wir, als wir ankommen und es kurze Zeit später den immer noch mit Brettern provisorisch zusammengezimmerten langen Steg entlang zum Boot geht. 'Irgendwas ist anders als früher!', denke ich, komme aber nicht sofort drauf... Erst auf dem Boot - wie sitzen an Deck und blicken uns um - geht mir das Licht auf: Während hier früher niemand, wirklich niemand, auf die Idee gekommen wäre, den seinerzeit oft beschwerlichen Weg von Insel zu Insel mit Rollköfferchen und ausgewachsenen Großfamilien-Rollkoffern anzutreten, sprechen die Kofferstapel auf dem Boot heute eine andere Sprache... Schon wieder beschleicht mich so ein komisches Bauchgefühl...

 

Bei bestem Wetter überqueren wir die aquamarinfarbene Meerenge zwischen Koh Samui  und Koh Pha Ngan  und landen in jenem Ort, der einst das Image dieser Insel mitgeprägt hat. Bis heute jedenfalls hängt ihr dieses Image an und ich bin nicht sicher, ob ihr das nun geschadet hat oder es ein Segen war... Am Haad Rin Beach  jedenfalls - er liegt nur ein paar Fußminuten von unserer Ankunftsstelle entfernt auf der anderen Seite der schmalen Landzunge - steigen sie, die berühmten Vollmondparties  drogenschwangerer und tranceverliebter Technojünger und Partypeople... Kaum eine Legende ist unter reisehungrigen jungen Menschen weiter verbreitet, kaum ein Lifestyle-Mythos aktueller als dieser hier: "Du musst in deinem Leben einmal eine Full Moon Party  auf Koh Pha Ngan  mitgemacht haben, wenn dein Leben nicht schon von vornherein als gescheitert gelten soll..." Die Full Moon Party  hier - mittlerweile existieren auch Halfmoon-, Wasserfall- und Gott weiß was für Parties - spielt für unzählige Thailandtouristen jedenfalls in einer Liga mit Machu Picchu, der Terracottaarmee  oder der Namib-Wüste: Verpassen geht gar nicht!

 

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Am Bangrak-Pier - Transfer von Koh Samui nach Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Mit dem Rollkoffer auf thailändische Inseln? Kann man machen... Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Mit dem slow boat nach Koh Pha Ngan - wie früher! Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Nun ja, in diesem Sinne sind wir ziemlich verloren, denn wir haben zahllose Vollmondnächte auf dem Eiland verstreichen lassen, ohne je an einer solchen Party teilgenommen zu haben... Unser Koh Pha Ngan - Bild sah ja völlig anders aus und die hektisch einfallenden Partypeople standen dem schon immer entgegen... Es war für uns das perfekte Tropenparadies in üppiger Natur, ein thailändisches Insel-Idyll, das an Exotik und Fremdheit vieles, wenn nicht alles  zu bieten hatte, was wir damals suchten: Dschungelbewaldete steile Berge im Inselinnern, menschenleere, faszinierende Strände samt ausgedehnter Kokospalmenhaine und bunter Korallenriffe... Günstige, einfache aber funktionale und ruhige Bungalowanlagen inmitten dieser spannenden Natur und Inselfauna, Hängematten satt und freundliche, neugierige Menschen... Vor allem aber strahlte Koh Pha Ngan schon immer diese Atmosphäre aus, die jede und jeden mit einer gewissen Trägheit und Lässigkeit infizierte, die uns besser runterbrachte als sonst irgendetwas auf der Welt! Wir chillten und relaxten was das Zeug hielt, taten alles, was wir taten im gebotenen Müßiggangtempo - sieht man vom Cruisen mit den Motorrädern auf sandigen Inselwegen ab - und liebten uns und das Leben...

 

Hier also sind wir nun wieder aufgeschlagen, die Rollköfferchen scheppern und rattern vor uns her und wir freuen uns zumindest ein wenig darüber, dass ihren Besitzern bereits jetzt klar wird, dass diese Dinger hier keine wirklich gute Idee sind... Wir lernen schnell, dass es viel viel günstiger ist, sich mit dem Minibus quer über die Insel fahren zu lassen, als ein Boot zum Thong Nai Pan Beach zu mieten... 'Aber dauert das nicht ewig?'', denken wir und haben die steilen, zerfurchten Sandwege in den Bergen vor Augen, die uns und allen Fahrzeugen das Leben seinerzeit schwer gemacht haben... "Nun nicht mehr," heißt es überzeugend, "es gibt doch jetzt die Straße!" Wir nehmen also einen Minibus und fahren tatsächlich auf einer blitzsauberen Straße durch den nach wie vor faszinierenden Dschungel und eine tatsächlich weitgehend erhaltene grüne Berglandschaft. Wir sind fasziniert, dass das jetzt so einfach ist und kommen erwartungsvoll zum Thong Nai Pan Beach - früher ganz sicher der schönste Beach auf der Insel...

 

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Am Thong Nai Pan Noi Strand - noch immer vom Feinsten... Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Ein Longtailboot am Strand von Thong Nai Pan Noi, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Faszinierende Kulisse am Traumstrand Thong Nai Pan Noi, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Mal wieder in den Osten: Der Thong Nai Pan Beach und die Koh-Samuisierung eines Paradieses...

Wir lassen uns mit Sack und Pack am zentralen Thong Nai Pan Noi Beach (Nord) absetzen, der schon zweimal zuvor unser Domizilwar. Wir kommen an der merklich entwickelten „Hauptstraße“ des Strandes - etwas zurückversetzt - an und sehen, dass sich hier ein kleines Dörfchen gebildet hat, dass - und man sieht es auf den ersten Blick - völlig auf Touristen abzielt, die etwas mehr Geld auszugeben bereit sind.... Wo früher eine lose Ansammlung von wenigen einfachen Hütten und Garküchen an Sandwegen standen – ich erinnere mich auch an ein Schweinegehege im Hintergrund -, zieht sich jetzt ein gleichwohl nettes Touristendorf voller Restaurants und anderer Services an befestigten Dorfstraßen. Wir wissen nur, dass wir vor gut 18 Jahren hier zuletzt traumhaft am nördlichen Ende des Beaches gewohnt haben und laufen daher erstmal zum Strand… Von dort sieht ja alles nochmal ganz anders aus und wir gedenken uns wie in den lang zurückliegenden Jahren auch heute am optischen Eindruck zu orientieren…

 

Unser erster Eindruck ist denn auch erstmal gut: Der Strand ist noch immer eine Augenweide, das Wasser klar und ruhig und es verlieren sich nur wenige Menschen hier… Ganz da hinten sieht man die Zwillingsbucht dieses Strandes - den Thong Nai Pan Yai Beach mit seinem ebenso strahlenden weißen Sand. Dann fällt uns leider sofort auf: Auch hier ist das einst luftig mit Palmen bewachsene Strandhinterland mittlerweile stark verbaut worden, es gibt wohl kein Plätzchen mehr, das nicht von einer Anlage okkupiert und ziemlich zugebaut wäre. Vor allem Luxusanlagen dominieren… Sowohl im mittleren Bereich sitzt bis an das Meer gezogen ein riesiges luxuriöses Resort, ebenso, wie an beiden Flanken des Noi-Strandes – sie sind durch Liegestühle & Sonnenschirme sowie ein 'gesetzteres Publikum' leicht auszumachen: Undenkbar vor 20 Jahren…

 

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Chillige, wenngleich schon etwas stylischere - und teurere - Restaurants und Bars... Thong Nai Pan Noi, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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In der einst einsamen Nebenbucht hat sich der pure Luxus eingenistet... Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Glasklares badewannenwarmes Wasser... Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir laufen am Beach Richtung Norden, schauen uns zwei schöne und (relativ betrachtet) einfachere Anlagen an und entscheiden uns für einen in der dritten Reihe zurückversetzten großen Bungalow für 30,- € - das ist für Thailand schon recht viel, für diesen Beach aber scheinbar günstig und wohl so auch nur in der Nebensaison für diesen Preis zu haben… Aber der Gegenwert ist auch wirklich klasse, wir fühlen uns hier eine Woche lang pudelwohl und das liegt auch an diesem schönen geräumigen Haus mit Terrasse wie auch am herrlichen Strand… Natürlich verbringen wir - dem Wetter sei Dank - an ihm maßgeblich unsere Zeit. An seinem nördlichen Ende wirkt der Strand sogar eigentlich wie früher. Nach wie vor zieht sich im Hinterland ein Palmenhain bis in den Berg hinauf, es ist viel freier Raum hier im Rücken dieses sehenswertesten Strandabschnitts, auf dem wenige Menschen auf ihren Strandtüchern unter Bäumen und Palmen im Schatten liegen und relaxen. Wir sehen eine Bar, ein Massagehäuschen und das wohl chilligste Restaurant des Beaches mit guter Thaiküche… Das Vergnügen im flach abfallenden Meer ist bombastisch: Ein wunderbar klares Wasser, das seicht vor sich hinplätschert, sauberer, pulverartig-weißer Sand unter den Füßen und an der seitlichen Uferböschung große, beeindruckende Granitfelsen vor üppig grün bewachsenen und steil aufragenden Bergen. Ein paar Boote liegen in der Bucht, ein Kanufahrer ist zu sehen und ein Tauchboot, das sich gerade zum Tauchgang aufzumachen scheint. Weit und breit keine Jetskis oder andere lärmende Vehikel, sieht man mal von den gelegentlichen Taxibooten ab, die aber längst nicht mehr so gefragt sind, seit die Straße über die Berge nun von allen gut mit dem Moped befahren werden kann… Ruhe, Relaxen und Chillen – das ist es, was hier noch dominiert…

 

Wir genießen den Noi-Strand tatsächlich in vollen Zügen und ignorieren die Wohlstandsdamen samt Gucci-Täschchen (am Strand !) und die am Strand  joggenden Businessmen, denen 'gesehen zu werden' offenbar viel bedeutet. Wir tanken Sonne und Energie und erkunden neben unserem Beach auch die Nachbarbucht… Hier am Yai-Beach – zu erreichen entweder direkt mit einem Boot oder eben etwas komplizierter 'oben rum' mit dem Moped - ist es tatsächlich noch etwas weniger entwickelt und weniger auf ‚teuer gemacht‘, wir sehen mehr junge Leute (auch junge Familien) sowie chillige Restaurants und Bars am Strand. Insgesamt wirkt es hier noch nicht so ausgeplant und wir denken, dass dies eigentlich viel eher zu uns gepasst hätte… Wir haben aber jetzt echt keine Lust für drei Tage nochmal umzuziehen… Der Strand ist mindestens genauso schön – wenngleich noch etwas flacher abfallend, auch hier stimmt das optische Bild und der Blick in die im Hintergrund ansteigenden Berge ist – vor allem bei langsam untergehender Sonne – sogar noch imposanter. Würden wir an diesen Beach nochmal kommen, wir würden wohl eher hier absteigen, denn der Noi-Strand ist für uns schon eine Spur zu chic, zu teuer und zu aufgetakelt sowie insgesamt vom Publikum her schon zu langweilig… Wobei das wie immer sehr subjektiv ist und angesichts seiner Qualität natürlich auch sehr relativ...

 

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Der Blick auf den südlichen Teil der Thong Nai Pan Noi-Bucht, der einem großen Luxusresort gehört, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Was für eine herrliche Optik, Thong Nai Pan Noi, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Am Thong Nai Pan Yai Beach - die Zwillingsbucht - geht es noch etwas einfacher und chilliger zu, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Mit dem Moped durch die Berge: Dschungel, Wasserfälle und der Nationalpark Than Sadet!

Nach drei Tagen am Thong Nai Pan Beach juckt es uns in den Füßen bzw. in der Seele. Jetzt müssen wir endlich herausbekommen, wie sich all unsere Lieblingsplätze vergangener Tage heute zeigen, wie sehr sich alles verändert hat – und wir hoffen natürlich: Gar nicht! Aber das wäre schon ungewöhnlich und erwarten tun wir das natürlich nicht wirklich. Ich wappne mich, weiß aber ja, dass das gar nichts bringen wird...

 

Zuerst machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel vor 13 Jahren: Zum Than Sadet Beach. Vor 13 Jahren war er nur mit dem Boot bzw. nach einer ziemlich ruppigen und langwierigen Fahrt im allradbetriebenen Geländewagen sowie über zerfurchte Sandpisten zu erreichen – heute ist er als Nationalpark ausgewiesen und leicht auf der Straße zu erreichen. Wir leihen uns also ein Moped, lernen mit Automatikgetriebe klarzukommen, und fahren auf der neuen geteerten Straße direkt in die Berge hinein. Es ist ein fantastisches Erlebnis auf der kurvenreichen und steil auf und ab führenden Straße entlangzufahren – mitten im Dschungel, von Zikaden akustisch begleitet und an hunderten von Schmetterlingen vorbei. Der Blick in diese grüne und imposante Landschaft ist noch heute ein Vergnügen der Extraklasse, nur wenig hat sich hier oben getan, seit die Straße fertiggestellt ist und das ist für die Natur und unsere Seele ein Segen, zumal der Verkehr hier nach wie vor sehr begrenzt ist. Noch immer sehen wir ein paar kleine Hütten, jetzt auch hier und da Restaurants oder Cafés im Berg, noch immer verkaufen Frauen an der Strecke ‚Gasolin‘ - in ehemaligen Whiskeyflaschen abgefülltes Benzin. Schnell sind wir an der Kreuzung zum Haad Than Sadet – auf der anderen Seite geht es zur Hauptstadt Thong Sala. Wir hätten für die zurückgelegte Strecke seinerzeit viel Zeit gebraucht und wären vermutlich zwischendurch mehrere Tode gestorben, heute waren die Strecke und der Fahrtwind im Haar ein Vergnügen…

 

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Von üppigem Dschungel umgeben: Die Than Sadet Wasserfälle, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Zahlreiche Pools laden zum Baden und abkühlen ein, Than Sadet Wasserfälle, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Es muss ja trotz blutenden Fußes irgendwie weitergehen... Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir biegen entspannt ab und halten auf dem Weg in unsere avisierte Bucht nur noch an den berühmten Than Sadet Wasserfällen – über viele Meter und Pools fallende, in üppiger Natur befindliche Wasserfälle (deren Namen nach unten hin ständig wechseln), die in Thailand  wahre Berühmtheiten sind. Nicht so sehr, weil sie besonders imposant oder besonders hoch wären, sondern vor allem weil königliche Hoheiten Thailands  schon seit dem 18. Jahrhundert regelmäßig diese Fälle besuchten, sich im Fels verewigten und sie damit offenbar 'veredelt' haben. Die Fälle sind seither ein Pilgerziel, ihr Wasser gilt als heilig. Ihre umgebende Natur ist einzigartig und noch heute haben diese Fälle im ganzen Land eine fast magische Bedeutung. Ganze drei Kilometer muss man den Berg hinab- oder hinauflaufen, will man von ihrer höchsten Kaskade - hier sind auch die königlichen Gravuren zu finden - zum Strand gelangen oder umgekehrt... Wir, die wir die Fälle ja schon kennen, parken an einem der Haltepunkte, laufen nur wenige Meter zu dem Fluss hinab und genießen das optische Vergnügen. Leider trete ich (Jörg) barfuß in einen scharfkantigen Fels und ziehe mir eine tiefe Fleischwunde zu. Das war es dann erstmal für die kommenden Tage am Strand! Es dauert ein wenig, bis wir weiterfahren können, aber es geht...

 

Irgendwann gelangen wir zum Than Sadet Beach… Sieht man davon ab, dass das am Strand befindliche Restaurant nun zentral am Beach und nicht mehr seitlich am Fluss gelegen ist, wie seinerzeit – offenbar hat ein Unwetter den Fluss vor zwei Jahren so anschwellen lassen, dass die gesamten Holz- und Bambusbauten am Fluss weggeschwemmt wurden – könnte man fast meinen, hier habe sich nichts geändert… Wie geil ist das denn!? Noch immer ist die kleine Bucht einfach traumhaft schön, noch immer lädt sie mehr als alle anderen zum Baden und Schwimmen oder einfach nur zum Relaxen ein. Sie ist unser Realität gewordener Traum eines Südseestrandes... Noch immer geht mein Herz über, wenn ich diese Strandperle und die sie umgebende Natur betrachte. Nur wenige Bungalows reihen sich, dezent zurückversetzt, am Strand auf. Andere ziehen sich links und rechts der Bucht in die granitenen Felsen und üppig bewachsenen Hügel hinein. Noch immer dominieren Palmen den Hintergrund, noch immer rahmen grüne Berge die Bucht ein. Kein Luxusbusiness weit und breit, Einfachheit und Natur dominieren, die Unterkünfte hier fügen sich in die Landschaft ein. Was für Ausblicke man hier von seiner Terrasse hat, was für ein öffnender Blick sich einem hier auf das Meer und das überbordend grüne Hinterland bietet… Optisch ist diese Bucht - trotz des etwas gröberen Sandes - wohl noch immer die Schönste von allen...

 

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Es dominieren hier Palmen statt Boutiquen... Than Sadet Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Chilliger gehts wohl nicht... Ein Blick vom zentralen Restaurant auf die Bungalows im Berg, Than Sadet Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

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Es gibt wohl optisch keinen schöneren Strand auf Koh Pha Ngan... Haad Than Sadet, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Aber wird das auch so bleiben? Durch die neue Straße ist es jetzt sehr leicht diese einst völlig abgelegene und schwer zugängliche Bucht zu erreichen. Zahlreiche Tagesausflügler-Mopeds stehen heute an dem Strand – mehr, als sonst in einem ganzen Monat hierhergefahren sind. Am Beach tummeln sich entsprechend zahlreich die Besucher. Wir erfahren von den Restaurantbetreibern des oberen Panoramablick-Restaurants – unter uns gesagt: Es gibt keinen besseren Ort, um auf einen Strand und seine Bucht zu blicken und dabei gut zu essen oder ein Bier zu trinken –, dass die alle bald wieder fahren, denn länger hier zu verweilen, dass tun die meisten nicht… „Morgens bis zum frühen Nachmittag ist es noch immer sehr ruhig hier, dann kommen die Tagesgäste und am Nachmittag sind sie wieder weg…“ Ein Jammer eigentlich, denn es gibt hier tolle Strandhütten und Bungalows mit den besten Ausscihten überhaupt, aber eben auch viel Einsamkeit - und nicht jeder Wunsch wird hier erfüllt. Offenbar suchen die meisten heutigen Gäste auf Koh Pha Ngan  das eigentliche Koh Pha Ngan-Feeling früherer Jahre gerade nicht… Wir für unseren Teil finden das gut und beschließen nochmal hierher zu kommen, wenn wir auf der Rückreise von Malaysia  erneut in Thailand sind… Dieser Strand ist es!

 

Man erkennt es noch: Thong Sala und die Vibes der alten Hippies...

Nach einem weiteren Strandtag am Thong Nai Pan Beach  machen wir uns erneut zum Weg über die Berge auf – dieses Mal in den Westen der Insel. Hier sind wir seinerzeit angekommen, haben die ersten Erfahrungen gemacht und hier sind wir die ersten Jahre abgestiegen: Am Haad Chao Phao Beach – schon damals ein Geheimtipp und völlig menschenleer… Schon damals der ideale Ort um auf den schnellen kleinen Mopeds die Inselpisten zu durchstreifen und ein paar Tage abzuhängen… Hier hatten wir Freundschaften geschlossen, an diesen Ort haben wir die besten Erinnerungen!

 

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Badevergnügen satt! Haad Than Sadet, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Nur das macht uns Sorgen: Die neue Straße wird auch diesen Beach verändern! Haad Than Sadet, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto jörg Schwarz)

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So speist und schaut man hier... Haad Than Sadet, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Doch zuvor erkunden wir Thong Sala, die Hauptstadt der Insel… Und wir sind erneut überrascht: Obwohl sich der staubige und früher provisorisch wirkende Ort arg modernisiert und verstädtert hat, konnten wir doch die frühere Lage und Erscheinung sowie den Charakter dieses Ortes doch noch wiedererkennen. Tatsächlich, in Thong Sala  können wir uns auch heute noch orientieren und zurechtfinden… Es hat sich einiges getan, es wurde viel gebaut – insbesondere aus der Stadt heraus und an der Küste entlang, aber Thong Sala  ist noch - auf einem anderen Level - weitgehend das Thong Sala  von damals… Was für ein Wunder! In einer Garküche essen wir - wie seinerzeit zu gutem Preis (hier insbesondere wird deutlich, wie teuer der Thong Nai Pan Beach  geworden ist) - eine fantastische Tom Yum Goong  (Garnelen in Scharf-Sauer-Suppe), schlendern ein paar bekannte Straßen ab und schauen uns den neuen großen Pier an, der sich nun aber wirklich anders darstellt. Schließlich machen wir uns auf, die Westküste zu erkunden... Tatsächlichen finden wir den Weg aus der Stadt noch selbständig heraus - es geht wie anno dazumal rechts ab, an der Küste entlang...

 

Und während wir schon merken, dass sich die Uhren auf dieser Seite der Insel noch deutlich langsamer drehen, als auf unserer im Osten, geht uns unterwegs mehr und mehr das Herz auf: Ich muss gestehen: Ich bin sogar ziemlich erfreut! Wir fahren entlang der Küstenstraße, die auch hier mittlerweile geteert und gut befahrbar ist und blicken - trotz all der neuen Infrastruktur und der zusätzlichen Gebäude - in das alte Koh Pha Ngan. Wer hätte das geglaubt?! Kokosnusspalme reiht sich hier an Kokosnusspalme, einige Flächen der früheren Plantagen sind noch erhalten und sie ziehen sich von hier wie ehedem in die Berge hinein… Noch sind sie zu finden, die großen Haufen geernteter und geschälter Kokosnüsse, noch riechen wir den Duft verbrannter Kokosnussschalen... Was für ein wundervoller Anblick, als wir die Steilküste entlangdüsen, was für schöne Aussichten an der flachen Küste. Was auf Koh Samui  endgültig verschwunden ist, hat sich hier noch gehalten  – da kann man es auch verschmerzen, wenn entlang der eigentlich wenig attraktiven Strände hier – die Strände sind steinig und mittelprächtig, das Wasser ist hier zumeist eine flache Pfütze und hat gelegentlich Seegras - gleichwohl zunehmend Touristenanlagen entstehen… Wir haben hier jedenfalls das alte Koh Pha Ngan - Feeling gespürt...

 

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Die Hauptstraße liegt noch wie früher in der Stadt... Thong Sala, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Dieselbe Straße war schon früher voller Kneipen, Bars und Cafés... Thong Sala, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Noch immer eine wunderbare Alternative für authentisches Thai-Food: Hier der Nachtmarkt von Thong Sala, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Im Westen lässt sich's klasse chillen: Zwischen Palmenhainen, Steilküsten und versteckten Stränden ist das alte Koh Pha Ngan noch spürbar

Nun sind wir natürlich umso gespannter auf die attraktiven Beaches dieser Seite... Als wir an der Strandstraße am Haad Chao Phao entlangfahren und unsere alte und allererste Bungalowanlage auf Koh Pha Ngan suchen, trifft uns erneut der Schlag. Hier ist nichts mehr wie es mal war... Und ungelogen: Wir kannten hier jede einzelne Palme! Ein riesiger Ort ist entstanden, wir finden uns nicht mehr ansatzweise zurecht... Noch immer wird gebaut, wo doch eigentlich gar kein Platz mehr ist. Wir orientieren uns nur am Namen der Schilder an der Straße und müssen erkennen, dass "unsere" super gemütliche und einfach wunderbare Anlage - seinerzeit in üppiger Natur kaum auszumachen - zwar noch existiert, aber erheblich verunstaltet wurde... Hier dominiert jetzt Zement und nicht das grün von Palmen... Dasselbe gilt leider für den Strand, der an dieser - der nörlichen - Seite der Bucht kaum noch existiert. Wo wir früher Lagerfeuer am Strand gemacht und uns in der Nacht am breiten Sreifen Sand langgemacht haben, hat sich der Strand aufgelöst... Er ist nicht mehr vorhanden...

 

Wir laufen den Beach dennoch ab und kommen nach und nach zu seinem attraktiveren und schönen Teil, der tatsächlich noch an vergangene Tage erinnert. Hier müsste es doch irgendwo sein!? Und in der Tat: Wir entdecken unsere frühere alternative Bungalowanlage: Das Sea Flower. Es gibt diese schöne Anlage also noch... Sie liegt nach wie vor an einem wundervollen Strandabschnitt, verfügt über wunderbare Hütten und macht nach wie vor einen sehr chilligen Eindruck. Überhaupt wird der Beach jetzt immer attraktiver und kann seinem Ruf als Geheimtipp durchaus noch gerecht werden,. Wir gelangen an sein südliches Ende, passieren die felsigen Klippen, die sich hier in das Meer hineinziehen und erkunden all die kleinen, versteckten Buchten, die sich anschließen und an denen sich heimlich die Pärchen oder Nudisten sonnen. Von hier aus blicken wir in der Ferne auf den Sri Thanu Beach, den noch immer Kasuarinen  zieren... Ja, das ist tatsächlich unser altes Domizil, viele Erinnerungen kommen hoch. Erst am Ende des Tages werde ich merken, dass diese Reise in die Vergangenheit mir viel abverlangt hat... Diese Reise ins Gestern, die doch ungeahnte Emotionen in mir wachgerufen hat, hat mich seelisch ganz gut gefordert. Ich werde schlafen wie ein Stein!

 

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Kein Schickimicki, kein Chichi - der charaktervolle Haad Chao Paow Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Noch immer eine attraktive Adresse am Haad Chao Paow: Sea Flower Bungalows, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Blick zurück von den Klippen auf Haad Chao Paow Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir fahren noch eine Bucht, noch einen guten Kilometer, in Richtung Nord-West-Küste und besuchen einen weiteren unserer früherer Strände: Den Haad Yao Beach... Was war das früher schwierig hierherzukommen, angesichts einiger wirklich extremst steiler Passagen, die uns einen heiden Respekt eingebläut haben... Damals rutschte das Moped auf dem Sand bergab immer zur Seite weg, wenn man, statt einfach zu rollen, bremste - was man aber freilich tun musste, weil man sonst angesichts des steilen Abfallens unkontrolliert heruntergeschossen wäre... So fahren wir heute zwar ebenfalls steile Abschnitte herunter, aber eben auf Asphalt und ganz ohne Probleme... Wo einst viele Weg durch Palmenhaine an den locker bebauten Strand fuhren, verstellen heute geschlossene Bungalowanlagen und Hotels den Weg. Wir parken also am 7Eleven - schon immer die Supermarktkette der Wahl in Thailand - und laufen einfach durch eine der langgezogenen Anlagen bis zum Strand. Da wir jetzt erstmal einen Drink brauchen, verweilen wir im wirklich netten Restaurant, chillen eine halbe Stunde bei Coconut- und Watermelon-Shake - den zwei Thailand-Klassikern - und schauen von oben auf den wundervoll weiß leuchtenden Strand - er ist noch heute der vielleicht meist unterschätzte Strand auf Koh Pha Ngan.

 

Als wir uns dann auf ihm bewegen und uns umschauen, sind wir angetan. Dieser Strand ist wirklich wunderschön und hat sich herausgeputzt. Kaum ein Strand, den wir gesehen haben, hat sein Niveau nochmal steigern können, aber der Haad Yao hat sich gemacht... Der Strand selbst mit seinem lupenreinen Pulversand und schneeweißen Antlitz war schon immer ein Traum. Aber die Bungalowanlagen und Restaurants sind mit das Schönste und Kreativste, was wir in den Tagen auf der Insel gesehen haben. Sie sind nicht nur gemütlich und ruhig, chillig und entspannt, sondern auch überwiegend günstiger als am Thong Nai Pan Beach. Nur wenige Menschen verlieren sich hier in der Zeit unseres Besuchs und aalen sich in der Sonne. Sowohl bei diesem Beach, als auch beim Haad Chao Paow sollte man bedenken: Auch diese Meeresstellen sind recht flach und zum Schwimmen nur bedingt geeignet - Plantschen, Abkühlen und im Wasser suhlen - also alles das, was ich immer so mache -, das geht gut! Das Wasser ist zwar sehr schön klar, die Wasserzone hat aber einige Seegrasflächen - meist gut sichtbar und daher kein Problem - und hier und da Korallenschrott. Letztere stammen von den Korallen des Außenriffs, die hier die Wellen in unmittelbarer Nähe zum Strand brechen und von denen aus es schlagartig in die Tiefe geht... Schnorcheln und tauchen also müsste hier ein Vergnügen sein...

 

Der Haad Yao hat uns überrascht und wir denken ernsthaft darüber nach bei unserem nächsten Stop auf der Insel hier ein paar Tage zu verbringen...

 

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Wassermelone- und Kokosnuss-Shakes - eiskalt ein purer Genuss... Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Schon der Blick aus dem Restaurant zeigt, dass hier gechillt werden darf... Haad Yao, Koh Samui, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

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Nicht nur weiß und pulverig, sondern auch noch schön breit: Der Haad Yao, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Fazit Koh Pha Ngan - Der scheinbar eingeborenen Trägheit und Langsamkeit sei Dank: Die Inselseele auf Koh Pha Ngan lebt (noch)!

Die massentouristische Entwicklung und 'Kohsamuisierung' der Insel Koh Pha Ngan  ist unzweifelhaft in vollem Gange, da braucht man sich keine Illusionen machen. Sie wird die Insel weiter verändern und zunehmend mehr und anderes Publikum auf die Insel bringen sowie die Preise weiter anheben. Es ist daher ein Segen, dass diese Entwicklung bisher noch nicht finalisiert wurde... Gott sei Dank eignet diesem Eiland nach wie vor das Gen der Trägheit und Langsamkeit, so wird dieser Prozess vermutlich so lange dauern, wie Berlin  einen Flughafen baut oder eben Koh Pha Ngan  eine Straße über die Berge... Drauf wetten würde ich aber auch nicht! Also besser mal schnell auf den Weg machen!

 

Denn Stand heute ist Koh Pha Ngan  - wenigstens in der Nebensaison - noch immer eine attraktive Insel, die angesichts wundervoller und weitgehend intakter - wenngleich hier und da schon etwas zugebauter - Strände den Vergleich mit anderen Zielen der Welt nicht scheuen muss. Wir haben ein weiterhin atemberaubendes Bergland mit üppiger Natur und wenig Verkehr erlebt. Wir sind froh, dass doch noch ein paar weitläufige Palmenhaine stehen und man noch hier und da das Gefühl eines echten Kokosnusseilandes verspüren kann. Wir haben eine Hauptstadt gesehen, die uns noch immer relaxed und angenehm, überschaubar und funktional erschien sowie weiterhin gute Thaiküche bereithielt - bei freilich mittlerweile anderem Preisniveau, vor allem was Fisch angeht... Die touristische Infrastruktur ist auf einem höheren Niveau, was sich insbesondere bei Unterkünften oder verliehenen Mopeds, den Fährverbindungen oder der Versorgung mit WiFi etc. zeigt...

 

Bei allem, was wir gesehen haben, konnten wir uns - weil wir die Plätze dafür schnell gefunden haben - weiterhin gut entspannen, konnten wir gebührend chillen und relaxen sowie ein paar schöne Inseltage verbringen. Gelegentlich brandeten Erinnerungen auf, kamen Emotionen zurück und fühlten wir uns erneut mittendrin in 'unserem kleinen Paradies', das Koh Pha Ngan  immer für uns war... Wir selbst werden zurückkommen und wir werden es bald tun!

 

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Was braucht der Strandliebhaber mehr? Than Sadet Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

Empfehlungen

 

Unterkunft

 

Haad Thong Nai Pan

Der Strand ist traumhaft schön geblieben - in beiden großen Buchten Noi und Yai. Man muss aber festhalten, dass das Preisniveau und insgesamt der Standard sich am Noi-Strand schon an ein betuchtes Publikum wendet, auch wenn es noch Nischen gibt... Der Yai-Strand ist ähnlich schön und relaxed, vielleicht sogar etwas chilliger...

 

- Noi

  • Wir haben in der kleinen und etwas gedrungen wirkenden Bungalowanlage (mit Pool und Spa) Phuwadee Resort, im  nördlichen Bereich des Strandes, eine sehr gute Woche verbracht. Etwas zurückversetzt im hinteren Bereich der Anlage haben wir günstig und ruhig in einem wirklich sehr guten Bungalow gewohnt. Es ist ein Restaurant angeschlossen.
  • Schöner - sowohl von der Großzügigkeit der Anlage, als auch vom Strand her - wohnt es sich hier aber sicher im angrenzenden, weiter nördlich gelegenen ThongTaPan Resort -Thong Nai Pan Resort,  der die letzte Anlage am Strand stellt (sieht man mal vom Luxusresort in der Nachbarbucht ab). In unserer früheren Anlage haben wir uns einige Bungalows angesehen, konnten aber leider den Preis nicht drücken... Dennoch würden wir an diesem Strand diese Anlage empfehlen!

- Yai

Wir haben hier keine explizite Resort-Empfehlung, haben aber eine ganze Reihe sehr schöner, etwas zurückversetzter Bungalows gesehen, die sicher preislich mithalten können... Insgesamt gibt es chillige Restaurants und das Publikum ist hier jünger als nebenan...

 

Haad Than Sadet

Der für uns noch immer am meisten Koh Pha Ngan beinhaltende Strand der Insel wird von einer einzigen Familie betrieben, die direkt am Beach und jeweils zu beiden Seiten in den Felsen Hütten offerieren. Das im Nationalpark liegende, wundervolle Strandjuwel wendet sich an Naturliebhaber, die aber heute auch nicht auf alle Annehmlichkeiten verzichten wollen... So sind die Bungalows mittlerweile auch in unterschiedlichen Kategorien zu haben - von der Lage und der Szenerie her, gibt es nirgendwo bessere...

  • Wir empfehlen die Bungalows von Plaa's Than Sadet Resort, die links der Bucht (Blick auf das Meer) in den Felsen thronen... Ein wenig muss man Treppen mögen, denn der Weg zum Restaurant (dafür der beste Ausblickspunkt der Insel) sowie zu den Hütten kann bei der Hitze schon mal anstrengen - aber man wird belohnt. Die Bungslows liegen zum offenen Meer hin, auf das man von den großzügigen Terrassen einen atemberaubenden Blick hat... Wer die Ruhe sucht und den nach wie vor schönsten Strand...
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Die Bungalows von Plaa's Than Sadet Resort gibt es für alle Geldbeutel... Than Sadet Beach, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Haad Chao Paow

Für Leute mit Hang zu Geheimtipps und eher wenig gehypten Orten bietet sich dieser Beach an, der wirklich ein paar exzellente Vorzüge hat - vor allem Ruhe und ein paar versteckte kleine Buchten für Romantiker und Intimität suchende...

  • Noch immer eine gute Adresse hier - zudem am schönsten Teil des Strandes - liegt das Sea Flower Resort. Wir haben uns davon überzeugt, dass hier immer noch sehr gute Bungslows und ein chilliges Restaurant/Bar vorhanden ist - wirklich sehr relaxed und nett. Eher für Menschen ohne besondere luxuriöse Ader...

Haad Yao

Dieser Strand hat uns sehr überrascht - nicht weil wir ihn zuvor nicht schon schön fanden, sondern weil er sich so positiv entwickelt hat... Wir haben hier zwar keine explizite Resort-Empfehlung, fanden aber eigentlich fast alles, was wir am mittleren Strandbereich gesehen haben extrem schön und kreativ gestaltet. Die Restaurantpreise waren gut und der Strand eine Augenweide. Zudem haben wir gesehen, dass man hier mittlerweile gut Baden kann - Schnorcheln und tauchen sowieso... Also wir selbst werden sicher mal hier aufschlagen demnächst...

+++

 

Speisen

Das Niveau guter Thaiküche ist überall recht hoch. Mittlerweile sind auch Pizza, Burger etc. zu haben... Aber den Unterschied machen ja bekanntlich die Kleinigkeiten.

 

Thong Nai Pan Noi

  • Am besten haben wir gegessen im Jip Shop Restaurant  im Dorf. Zudem ist die Karte einfach überwältigend umfangreich und die Atmosphäre sehr freundlich. Hier bekommt man wirklich gute Thaiküche.
  • Ebenfalls gut war das Strandrestaurant des Thongtapan Resorts/Thong Nai Pan Resorts, das Baan Tapannoi.

In den Bergen 

... nahe dem Kreisverkehr - Richtungen Than Sadet/Thong Nai Pan  und Thong Sala: in Richtung Thong Sala  fahren... Dort gibt es das Big Bang Café des Schweizers Gilles. Nettes, chilliges Plätzchen mit Blick in den Dschungel, guter Kaffee und leckere Sandwiches oder Thaigklassiker... Gilles hat ein eigenes Label und druckt tolle und originelle T-Shirts... Vor allem aber das Café lohnt einen Halt!

 

Thong Sala

In der Hauptstadt kann man am besten an den Garküchen essen. Wir waren immer sehr zufrieden am

  • Panthip Nachtmarkt (auch am Tage) sowie dem zugehörigen überdachten Footcourt  (hier auch mit Karte und Menü...)
  • es gibt aber auch noch andere Foodcourts mit ebenfalls hervorragendem Angebot.
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Rad Na-Vegetable-Nudeln sind am Footmarket jedenfalls schon mal eine Wucht! Thong Sala, Koh Pha Ngan, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Allgemeines

  • Wir sind mit dem Boot vom Banrak - Pier im Norden Koh Samuis aus angereist und am Haad Rin angekommen, weil wir eigentlich mit dem Taxiboat weiterfahren wollten.... Von hier bietet sich heute nur noch die recht teure Fahrt mit dem Minivan für die Weiterfahrt an. Vielleicht ist es besser, wenn man von Ban Nathon (Hauptort Koh Samui) direkt mit anderen Gesellschaften nach Thong Sala  fährt: Der Katamaran der Gesellschaft Lamphong ist am schnellsten und fährt von Surat Thani aus über Koh Samui, Koh Pha Ngan und sogar bis Koh Tao: https://12go.asia/
  • Am Thong Nai Pan Beach empfehlen wir für die Ausleihe von Mopeds (allesamt einfache Automatikschaltungen) den am Ortseingang neben der Sand Bar  gelegenen Vermieter... Wir haben hier gute gepflegte Mopeds zum günstigen Preis erhalten, konnten dort sofort tanken und hatten keine Probleme. Die Leute sind nett. Wir empfehlen immer, das Moped vor Abfahrt zu inspizieren und zu fotografieren (von allen Seiten, damit man nachher nichts nachgesagt bekommt). Denkt an den Linksverkehr!
  • Mit dem Moped erkundet man die Insel echt am besten. Das macht einen Riesenspaß, solange man Vorsicht walten lässt - wir haben auch wieder ein paar Leute gesehen, denen der Spaß angesichts von Haut-Komplettabschürfungen sicher vergangen ist...
  • Fahrt mit dem Moped besser nicht zum Bottle Beach. Es existiert zwar eine Sandpiste, die Wege sind aber derart steil, dass man schon ein geübter Fahrer sein muss... Der Sand rollt und bietet beim Abbremsen kaum Halt...
  • Wer am Than Sadet Beach absteigt, der sollte mal mit nem Kanu - es geht auch zu Fuß - in die kleine Nachbarbucht paddeln, die rechts von Than Sadet Beach  liegt... Kaum einer kennt sie, dabei ist der Sand hier paradiesisch weiß und im Gegensatz zu dem in der großen Bucht auch ideal-pulverig... Ein einsames Strand-Badevergnügen. Die Bucht ist in Privatbesitz - der Besitzer ist aber offenbar niemals da... Keine Sorge: Wir haben dort immer gebadet!
  • Verpasst nicht, Euch die Than Sadet Wasserfälle anzusehen, man kann toll baden da und etwas Geschichte erforschen... Aber aufgepasst: Obwohl sie nicht so aussehen: Manche Steine sind scharfkantig!

 

Ausblick

 

Spuren | WECHSLER verlassen vorläufig Thailand  und schauen beim Nachbarn vorbei... Mit dem Nachtzug geht es quer durch den Süden Thailands  und den Norden Malaysias  bis Butterworth, um ein paar Tage in der Weltkulturerbestadt George Town auf Penang  zu verbringen.

 

Während in Europa  und Deutschland  die Debatten um Migration und multikulturelles wie multiethnisches Leben irrsinnig, fast hysterisch heiß laufen, werden unsere Helden eine Stadt erkunden, in der der Muezzin  ruft, während Chinesen in ihren Clanhäusern einem Ahnenkult und die Inder Shiva oder Vishnu opfern... In Klein-Indien werden Thalis, in Chinatown Dim Sum und nebenan eine malaiische Laksa serviert. Christliche Kirchen stehen im altstädtischen Stadtbild neben hinduistischen Tempeln, Moscheen neben heidnischen Geisterhäuschen. Und das seit Jahrhunderten friedlich. 

 

Während Spuren | WECHSLER also in George Town  in die spannende kulturelle Szene eintauchen werden (Küchen Asiens, Streetart, chinesische Shophouse-Architektur und vieles mehr) erkunden sie darüberhinaus auch die Berge und Nationalparks Penangs. Natur und Kultur werden sich also gebührend abwechseln im nächsten Beitrag...

 

Folgt Ihnen auch im neuen Reiseblog-Beitrag IN DIE SPUR!

 

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Das vielleicht imposanteste chinesische Clanhaus Khoo Kongsi, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

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