Spurenwechsler zurück in Fernost - Mission Possible | Bangkok, Koh Mak, Koh Kood (Thailand)

 

Moin Moin vom Ao Jak, auf Koh Kood! 

Frohes Neues Jahr nochmal von hier aus und ein (hoffentlich auch politisch) besseres 2024! 

 

Spurenwechsler sind zurück in Thailand!  Oder besser: Nur eine Hälfte von uns ist zurück, denn Magdalena  muss/darf - dem neuen Job sei Dank - leider im Januar arbeiten, während mein eigener neuer Job erst ab Februar auf mich wartet... Ich habe also noch einen Monat Zeit und verbringe den - allerdings nicht allein (!) - in meiner zweiten Heimat: Thailand!

 

Ich verbringe die Zeit dieses Mal - Mission Possible - mit meinem "Onkel Dieter" (71 Jahre)... Wir reisen einen Monat zusammen durch das Land und ich zeige ihm gern meine ganz persönlichen, aktuellen Schätze im "Land des Lächelns"... Wie es dazu kam, wie es läuft und was wir gemeinsam bereisen, dazu gleich mehr... 

 

Kommt IN DIE SPUR und schaut, wie sich mein Thailand 2024 den Besuchern zeigt...

 

Euer SPURENWECHSLER

 

Da sind wir wieder! Blick auf den fantastischen Ao Jak, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Da sind wir wieder! Blick auf den fantastischen Ao Jak, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

Die Mission Possible - Mein Onkel Dieter und ich

Viele Reisen und viele Blogbeiträge hier auf diesen Seiten sind verfasst, viele Geschichten erzählt und Abenteuer ausgetauscht. Seit Jahren verfolgt uns ein Teil meiner Familie sowie Freunde/Bekannte regelmäßig auf den kleinen und großen Touren durch die Welt. Gemeinsam mit meinem ebenfalls reisefreudigen Cousin bin ich sicher der am weitesten gereiste Mensch meiner Familie - ganz analog zu meinem alten Herrn, der seinerseits mit den Segelschiffen der Marine - Deutschland, Gorch Fock  - einst die Weltmeere unsicher gemacht hat... "Zwei Jahre auf Reisen, ich werde verrückt!?" oder "Was du schon alles gesehen hast in der Welt!?" sind da nur einige der Kommentare und bewundernden Rückmeldungen über die Zeit... 

 

Ein besonderer Follower unserer Reisen war von Beginn an mein Onkel Dieter (71 Jahre), Bruder meines Vaters, familiärer Begleiter meines Lebens seit meinen Kindheitstagen. Selbst in früheren Jahren schon mal in Kanada  unterwegs, haben Lebenspläne und Kinder, Häuslebau und Arbeit das Reisen - vor allem ausgiebiges Fahrradfahren - auf Deutschland und das benachbarte Ausland beschränkt... Schon immer aber merke ich, dass er gleichwohl aufmerksam verfolgt, was wir - Spurenwechsler - so treiben, dass er neugierig auf unsere Trips geblickt hat und wohl auch hier und da selbst einen Gedanken an exotischere Reisen in fremde Kulturen verschwendet hat. "Ihr macht das richtig!" habe ich dann oft gehört oder "Macht weiter so!" Stets sprach Zustimmung zu unserem Lebensweg daraus, aber auch eine nicht unterdrückte Sehnsucht, doch auch selbst nochmal auf "Große Reise" zu gehen, gepaart vielleicht mit ein wenig Skepsis, ob das nochmal klappen könnte... 

 

Und da sind wir auch schon auf der Insel... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Und da sind wir auch schon auf der Insel... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Und so kam es, wie es kommen musste: Als ich nun vor der Reise nach Thailand  stand - allein und ohne Magdalena - da kam uns wohl beim Familientreffen im Dezember - spontan und ungeplant - die gemeinsame Idee: Diese Mission ist sehr wohl möglich! Warum nicht! "Komm doch einfach mit und ich zeige dir mein Thailand, so wie ich es gerade am schönsten finde!" - "Ehrlich?" kommt zunächst ungläubig als Frage zurück und als ich das mit "selbstverständlich" beantworte ... - was soll ich sagen - hat sich Dieter vermutlich schneller für diese Option entschieden als jeder andere vor ihm in dieser Welt und saß plötzlich an Bord des Emirates Fluges Nr. EK 044  in Richtung Bangkok  neben mir im Sitz! 

 

Und hier sind wir also: Ich, Jörg - welterfahrener Reiseblogger und Routine-Traveller aus Berlin - und Dieter - Asien unerfahrener Beckedörfer aus der Südheide, der auf seine "alten Tage", wie er gerne sagt, "nun doch noch mal die Welt entdecken darf"... Starten wir sie also: Die Mission Possible!

 

Der Chaophraya-Fluss in Banglamphoo, Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Der Chaophraya-Fluss in Banglamphoo, Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
In den alten Hallen des Amulettmarktes, Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
In den alten Hallen des Amulettmarktes, Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Blick durch die Gassen der Altstadt auf den Wat Arun, den Tempel der Morgenröte... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Blick durch die Gassen der Altstadt auf den Wat Arun, den Tempel der Morgenröte... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Bangkok - alles ganz schön anders hier... 

Ich lerne also als vielmaliger Thailandreisender, wie das exotische Land aus der Perspektive Dieters erscheint und betrachte mal wieder Dinge, die für mich selbst fast schon selbstverständlich sind: Schon der internationale Flug über Dubai, der kulturelle Mix und die ethnische Vielfalt der sich hier tummelnden Fluggäste aus aller Herren Länder, Turbane, Vollverschleierung und afrikanische Kutten, fremde Währungen und Zeitverschiebung, ein hoher Grad an Digitalisierung oder das touristische Angebot - all das kann ganz schön verwirren, erst recht, wenn das eigene Englisch doch schon ein wenig eingerostet ist... Und dann diese Stadt! Bangkok, orientalisches Asien...

 

Diese Millionenmetropole mit ihren Betonpisten und Schnellstraßen, Mautsystemen und Wolkenkratzern, der wuselige Khao San-Kiez  im zentral gelegenen Stadtteil Banglamphoo  mit seinen Bars und Restaurants, Souvenirshops und Cafés sowie unzähligen Hotels, Massagesalons und Straßenständen... Wie soll man sich da zurecht finden? Wie sich all diese exotischen Namen und sprachlichen Feinheiten des Thailändischen merken? Wie nur sich den Wert der unzähligen unbekannten Geldscheine einprägen oder die ganze Vielfalt der kulinarischen Angebote hier durchschauen? Das Gewusel der Mopeds in den Fußgängergassen flashed, auch das Gewimmel all der Menschen, die fremd klingenden Geräusche und Namen... Dazu die große Hitze in der Mittagszeit, die unbekannten Gerüche und Sitten... "Wo war jetzt nochmal mein Hotel?"

 

Für Dieter sind die ersten zwei Tage in Bangkok  ganz sicher ein überbordender Wasserfall neuer Eindrücke und hier und da auch eine ganz normale Überforderung der Sinne... Wem von uns ging es nicht beim ersten Besuch Bangkoks auch so...?! Und wie so oft sind es gerade die unbedeutenden Sachen, die uns auffallen: Die Größe der Bierflaschen (620 ml), der mitdrehende Wasserhahn oder die krummen Fliesen... Die günstigen Preise für Massagen, die Vielfalt an Waren, die niemals alle verkauft werden können oder das Hupen im Stadtverkehr... "Alles!" sagt Dieter, "wahrlich alles hier ist für mich neu...!" und blickt, den Kopf schüttelnd, auf das Stromkabelgewirr in den Straßen...! Und staunt, als er für seinen Zimmerschlüssel im Hotel einen Pfand von 500,- Baht bezahlen soll... "Ist das nicht zu viel?" - "Nein Dieter, das sind gerade einmal 13,- € und die bekommst du ja zurück!"

 

Für das Lebensglück suchen die Thais gern nach Glücksbringern und Talismännern... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Für das Lebensglück suchen die Thais gern nach Glücksbringern und Talismännern... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Wir besichtigen den wundervollen Tempel Wat Pho, in dem auch die Massagekunst gelehrt wird... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Wir besichtigen den wundervollen Tempel Wat Pho, in dem auch die Massagekunst gelehrt wird... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Bei all der Rennerei - aber auch gänzlich ohne - bekommen wir immer wieder Lust zu essen... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Bei all der Rennerei - aber auch gänzlich ohne - bekommen wir immer wieder Lust zu essen... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Erste kulturelle Entdeckungen 

Und doch kommen wir gemeinsam gut in den flow... Ich finde schnell meine Rolle als Reiseführer und Guide, Dieter findet sich zunehmend zurecht und bewegt sich immer sicherer in diesem doch so exotischen und fremden Kosmos, vor allem die Hitze macht ihm wenig zu schaffen... Wir laufen die Gassen unseres Kiezes ab, genießen die ersten exotischen Fruchtdrinks der Region - "Mein Gott, schmecken die nach Sonne!" - und besorgen ein paar Sachen für die weitere Reise. Wir spazieren entlang des Chaophraya Flusses  zum Amulett-Markt, staunen über die unendlich erscheinenden Warenmengen und spirituellen Talismänner - Anhänger und Buddhafiguren, Glücksbringer-Münzen und -Bildnisse -, schlendern vorbei an den natürlichen Heil- und Medizinprodukten der angrenzenden Garagen-Apotheken und besuchen einen der wichtigsten Tempelkomplexe der Hauptstadt, der zu meinen Lieblingsorten in der "Stadt der Engel" gehört: Der Wat Pho. Großes Kunsthandwerk begegnet einem hier an den unzähligen Stupas und Tempelgebäuden - Keramikmosaike allenthalben in den schönsten Formen und Farben -, riesige goldene Skulpturen, wie der Liegende Buddha  finden sich zudem und zahlreiche Figuren, anhand derer man die Techniken der Thaimassage erlernen könnte, wenn man es denn wollte... 

 

Das ganze Land geht in diese Massage-Schule dieses Komplexes hier, in der die unzähligen Techniken der traditionellen Thaimassage gelehrt und angeboten werden. Wer die unter Welterbestatus der UNESCO stehende Massagekunst beherrschen will, der unterzieht sich hier einer Ausbildung in der staatlichen Akademie und darf mit deren Zertifikat in der ganzen Welt massieren... Wir wollen das erstmal nicht lernen, aber wir wollen sie ausprobieren. Noch immer haben wir die Strapazen der langen und beschwerlichen Flugreise in den Knochen - im Rücken zwickts sowieso - und wollen nun mal sehen, was sie kann, diese Massageart, deren Ruf ihr weit vorauseilt... 

 

Tempelkunst im Wat Pho, Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Tempelkunst im Wat Pho, Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Die erste Thaimassage löst den Knoten im Kreuz

Wir suchen also einen meiner bevorzugten Massageläden auf und begeben uns für eine Stunde in die Obhut zweier Damen, von denen wir eine "klassische Thaimassage" erhalten. Sie zieht die Vorhänge zu, zeigt mit dem Finger auf die Matte und deutet mit dem Kopf auf die bereits vor uns liegenden Klamotten. Dieter blickt mich irritiert an. Stirnrunzeln? "Was?", lese ich fragend in seinem Gesichtsausdruck und erkläre, wie das geht: "Wir müssen uns bei dieser Art der Massage in dieses dünne Baumwolldress kleiden", führe ich aus und zeige ihm, was wohin gehört, Dieters Skepsis ist nicht zu übersehen... Aber gesagt getan, die eigenen Klamotten in das Körbchen, die Brillen ebenso und "...dann erstmal auf den Rücken legen...", deute ich an... Dieters Nervosität ist nicht zu übersehen, jede neue Situation ist eben erstmal ungewohnt und irritierend: "Was mag da nur auf mich zukommen...?" Wer liefert sich schon gerne aus...?

 

Doch dann geht es schon los, die Griffe der Damen sitzen perfekt, sind stark und treffend, Beine werden gestreckt, Muskeln mit den Ellenbogen traktiert und geknetet... Es stöhnt und raunt neben mir und ich mache mir ein wenig Sorgen, es seufzt und prustet zwischendurch, lange entspannende Grunzer sind dabei und immer wieder blicke ich mal hinüber, um notfalls einzugreifen... Nach Ende der Session sind wir beide entspannt und gut bearbeitet, Dieter weiß noch nicht so richtig, was er davon halten soll und ich selbst habe fast ein schlechtes Gewissen, dass ich ihn da rein geführt habe - ist ja auch nicht für jeden was, die Thaimassage... Doch schon auf dem Gang aus dem Laden heraus höre ich ihn neben mir sagen: "Ich glaube mein Rücken ist das erste Mal seit langer Zeit wieder frei und ich kann aufrecht stehen...! Mann, war das gut! Die hat es ja echt drauf gehabt"! Er weiß eben noch nicht, dass es auch noch besser geht...! 

 

Essen kann man in Bangkok alles, was sich mal bewegt hat... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Essen kann man in Bangkok alles, was sich mal bewegt hat... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Unbekannte Früchte und Leckereien gibt es hier überall und an jeder Ecke... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Unbekannte Früchte und Leckereien gibt es hier überall und an jeder Ecke... Bangkok, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Thailand! Kulinarisch ganz weit vorn!

Was Dieter von Bangkok hält, das wird mir erstmal nicht so klar, er macht noch vieles mit sich selber aus... Natürlich rattert es in seinem Kopf - so viel ist sicher - und er hat vermutlich viel damit zu tun, erstmal alle Eindrücke aufzuarbeiten und zu sortieren... Ich selbst genieße derweil meinen alten Bangkok-Kiez, sauge die Stimmungen ein und führe Dieter zu meinen bevorzugten kulinarischen Spots. Und hier wird sehr schnell klar: Thaifood - die ganze Geschmackspalette der thailändischen Küche - ist genau sein Ding! Wir schlemmen uns durch die Klassiker der Thaiküche und arbeiten uns Stück für Stück voran: Pad Thai Chicken  von der Straße, Fischfilets in Garlic and Pepper  mitsamt einer wundervollen Prik Nam Plaa  direkt am Fluss oder eine Tom Yum mit Garnelen... Egal: Dieter ist hin und weg und wer will es ihm verdenken! Diese Küche ist einfach leicht, gesund und geschmacklich sensationell! 

 

Wir schließen einen Pakt: So lange es geht, werden wir gemeinsam die gesamte Bandbreite verköstigen, die uns die Menüs der Restaurants und Garküchen hier bieten. Wir werden nicht auf das zurückfallen, was wir schon lieben, sondern wir werden täglich neue Geschmäcker testen! Und so kommt es auch... Dazu ein eisgekühltes Chang-Bier und so ist nach kurzer Zeit bereits, während ich noch mit der Hitze hadere, die ersten Mosquitos mir erste Niederlagen verschaffen und ich selbst noch mit der Müdigkeit des Jetlags zu kämpfen habe, Dieter bereits sukzessive eingegrooved... Er wird auch nach einer Woche - ich zähle bereits über 20 Stiche - noch keinen einzigen Insektenstich zählen, schwitzen kennt er sowieso nicht, ja und die Thaimassage wie das warme Klima Thailands  lassen alle Rückenschmerzen auf geheimnisvolle Weise verschwinden... Dieter ist verblüfft, ich weiß: Der ganz normale Klimatraum für europäische Knochen...

 

Jetzt aber auch optisch ran an den Speck: Wir wollen an die Strände im Süden und das Meer genießen! Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Jetzt aber auch optisch ran an den Speck: Wir wollen an die Strände im Süden und das Meer genießen! Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Mit dem High-Speed-Katamaran geht es zunächst nach Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Mit dem High-Speed-Katamaran geht es zunächst nach Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Das Strandrestaurant unserer Unterkunft auf Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Das Strandrestaurant unserer Unterkunft auf Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Koh Mak - Von einsamen Inselchen und reichlich Sandflöhen...

Dann aber ist es soweit, unsere Anreise steht an. Unser erstes Ziel - auch für Spurenwechsler  ein neues Inselchen - ist die Insel Koh Mak!

 

Früh morgens geht es mit dem Bus von Bangkok  aus los, in den Süd-Osten des Landes, beinahe schon an der kambodschanischen Grenze... Doch wer erstmal nicht kommt, ist Dieter... Um halb Sechs sind wir verabredet, ich gebe ihm weitere 5 Minuten, dann werde ich nervös. Wo bleibt er denn? Ich beschließe ihm entgegen zu gehen, nur ein paar hundert Meter wohnt er von meinem Hotel entfernt... Als ich um die Ecke biege - kein Dieter! Ich erhöhe mein Tempo, blicke auf die Uhr und laufe in die Hotel-Lobby hinein. Vielleicht steht er ja noch beim Check out? Kein Dieter. Ich laufe - jetzt schon etwas panisch - die Treppe hinauf, mein eigener Rucksack presst mir nun schon den Schweiß ins Gesicht und den Nacken, so viel habe ich ihn eigentlich nicht schleppen wollen... Gerade klopfe ich an, da steht er blass vor mir und sagt: "Ich komme schon!" - "Schon ist gut" denke ich, als er deutlich macht, dass er vor gerade einmal 8 Minuten aufgestanden ist und alles zusammengeschmissen hat. Sein Wecker hat versagt, einfach nicht geklingelt... Oh Mann! Durch die neue SIM-Karte, die wir uns gestern in unsere Handies eingebaut haben, haben sich die Schriftzeichen im Gerät auf "Thai" umgestellt und da hat der Dieter wohl den falschen Tag eingestellt...

 

Kann passieren natürlich, aber wir hetzen jetzt mehr zum Bus, als dass wir entspannt laufen, haben zum Glück einen kleinen Puffer eingeplant und sitzen irgendwann nass geschwitzt, ob des steilen Sprints, im Bus. Durchatmen. Hatte ich - ehrlich gesagt - auch schon lange nicht mehr, aber was soll man machen. Dieter ist das Abenteuer, das Abenteuer ist Dieter! :-) Wir rollen los und fahren bis kurz vor der kambodschanischen Grenze an der Küste Thailands  und steigen - nach einem guten Mittagessen in der Kantine der Fährgesellschaft - in die schnelle Fähre, die uns angenehm und zeitnah nach Koh Mak bringen soll. Gut eine Stunde kostet uns der Trip jetzt noch, dann stehen wir das erste Mal auf dem flachen Eiland... 

 

Nanu, was sind den das für Taxis? Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Nanu, was sind den das für Taxis? Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Unser erster kleiner Rundgang auf unserem Strand... Koh Mak, Thailand (Foto Dieter Seibel)
Unser erster kleiner Rundgang auf unserem Strand... Koh Mak, Thailand (Foto Dieter Seibel)

Hier werden wir es uns also die kommenden Tage gut gehen lassen! Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Hier werden wir es uns also die kommenden Tage gut gehen lassen! Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Koh Mak ist eine insgesamt flache und kleine Insel, üppig mit Buschwerk und Gummibäumen, Palmen und allerlei Kasuarinen bewachsen. Ein wenig holprig geht es auf dem Rücken des Songthaews zu, das uns - vorbei an unzähligen Restaurants und Bars - zu unserer Anlage am Hauptbeach bringt. Dieter ruckelt hinten auf der Pritsche ganz schön durch, ist ein wenig entsetzt, ob der rasanten Fahrt und lässt sich natürlich trotzdem nichts anmerken. Ein wenig hätte der Fahrer aber auch wirklich Mitleid mit uns haben können - aber Zeit ist Geld! Jetzt jedoch öffnet sich ein schöner Streifen Sand zum Meer, blicken wir in eine gemütliche Beachzone mit Restaurant, auf eine kleine Bar und zahlreiche Liege- und Sitzgelegenheiten. Hängematten baumeln im kaum spürbaren Wind - es ist brütend heiß jetzt - und nette Menschen empfangen uns sogleich und scheitern an meinem Namen: Swerz? Shvorz? Schw.... - wie? - das kennen wir schon! Wir beziehen schöne, helle und funktionale Zimmer in einem etwas zurückversetzten Gebäudeteil und sind erstmal dankbar, dass wir angekommen sind... Lange lassen wir uns nicht mehr bitten, wir schlüpfen in die Badesachen, laufen ein paar Meter am Strand entlang und stürzen uns ein erstes Mal in das strahlend leuchtende Meer. Wow! Wunderbar!

 

Wenn das Fieber kommt - Im Hospital auf Koh Mak

Zwar haben wir Spurenwechsler  schon schönere Beaches gesehen, auch der Grad an Abkühlung ist anderswo höher, doch das tut dem Badevergnügen erstmal keinen Abbruch! Wir genießen das ein wenig und merken - d.h. ich merke - erst mit Verzögerung, dass leider auch zahlreiche aggressive Sandfliegen - sog. Nic Nic's - unterwegs sind, die mir nun fortan das Leben hier sehr schwer machen. Da kaum ein Lüftchen weht, haben es die Blutsauger leicht mit mir, so dass ich - Dieter wird bis zum Abschied von der Insel nicht  e i n e n  einzigen Stich abbekommen haben - schnell über 20 Bisse zähle, die sich nun auch zeitnah zu dicken Quaddeln auf meinem Körper entwickeln... Es dauert nicht lang, da reagiert mein Organismus zudem mit Fieber, das - ich vermute mal auf der Basis der vielzähligen Entzündungsherde auf der Haut - in den kommenden Tagen bis über 39 Grad ansteigt, so dass ich mich in den kommenden Tagen immer mal auf der Krankenstation des Eilands wiederfinde, um es abklären zu lassen... Um es kurz zu machen: Mit Paracetamol  ist das Fieber schnell gedrückt - dann fühle ich mich auch wohl - und nach einem Bluttest kann alles Besorgniserregende ausgeschlossen werden. Nach drei Tagen ist der Spuk vorbei, nicht aber die Sorge vor den Nic Nic-Monstern, über die Dieter nur müde lächeln kann...! 

 

Die Krankenstation des Hospitals von Koh Kood, in dem ich mich erneut durchchecken lasse... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Die Krankenstation des Hospitals von Koh Kood, in dem ich mich erneut durchchecken lasse... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Fast hätten wir es versäumt, das Mango Sticky Rice einmal abzulichten... Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Fast hätten wir es versäumt, das Mango Sticky Rice einmal abzulichten... Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Am Pier auf Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Am Pier auf Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

All das hält uns nicht davon ab, Koh Mak  und seine vorgelagerten Eilande zu genießen... Wir schauen den Fischern bei ihren Fangtechniken zu - sie werfen ihr Netz spiralförmig direkt vor unserer Nase am Strand aus und kreisen einen großen Schwarm silbern glänzender Fische ein -, arbeiten uns voller Genuss durch die nun von Meeresfrüchten angereicherte Inselküche und kajaken zu einem wundervollen, menschenleeren und von einer üppigen tropischen Kulisse umgebenen Inselchen, um hier eine Zeit das abgelegene Fleckchen Erde zu genießen, dass die Coronakrise hier ohne Service - nur zwei Hunde bewachen die Anlage - zurückgelassen hat. Dieter ist zunehmend angetan, staunt über das einfache und unprätentiöse Leben der Einheimischen, genießt die warme Luft und wundert sich, dass seine Rückenbeschwerden weg und das Leben sich hier eben einfach und frei anfühlt. Sukzessive kommen wir also an in der traumhaften Inselwelt Thailands  und wissen - weit entfernt vom Temperatursturz in Deutschland - das Leben zu genießen. 

 

Dieters Lernkurve bleibt natürlich steil: Wir verköstigen die ersten klassischen Thai-Curries - das Grüne, Rote  und das Paenang Curry -, schlemmen die wundervollen scharf-sauren Thai-Salate - Glasnudelsalat mit Tintenfisch oder einen Papayasalat mit Garnelen - und bewundern die Fertigkeiten der Köchinnen und Köche bei all den hingezauberten Kleinigkeiten hier, wie beispielsweise unserem gern genommenen Frühstück: Ein salzig-fruchtiges Mango Sticky Rice!  Dieters Augen jedenfalls strahlen ob all der kulinarischen Schätze und ich bin es zufrieden, denn was wäre gewesen, wenn es anders ausgegangen wäre? Stellt euch vor, es hätte ihm nicht geschmeckt...

 

Auf einem der vorgelagerten Eilande sind wir ganz für uns allein... Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Auf einem der vorgelagerten Eilande sind wir ganz für uns allein... Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Vom Boot aus schon ein Augenschmaus... Koh Mak, Thailand (Foto Dieter Seibel))
Vom Boot aus schon ein Augenschmaus... Koh Mak, Thailand (Foto Dieter Seibel))

Dieter bewundert ein traditionell gefertigtes und bemaltes Boot der lokalen Fischer... Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Dieter bewundert ein traditionell gefertigtes und bemaltes Boot der lokalen Fischer... Koh Mak, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Koh Mak  - sieht man von den wirklich unangenehmen Sandfliegen einmal ab - kann man jederzeit für ein paar Tage machen. Die Strände sind zwar nicht die besten des Landes, auch ist das Wasser immer ein ganz klein wenig trübe und überhaupt, ist sie mit dem Nachbareiland Koh Kood  nicht ansatzweise zu vergleichen. Aber ein paar schöne Tage und Erfahrungen kann man hier jederzeit machen... Uns jedoch zieht es nun auf die große Schöne, die Spurenwechsler  ja schon ein paarmal entdecken durften. Es heißt also Abschied nehmen von freundlichen Menschen und dann geht es mit der Fähre auch schon rüber nach Koh Kood  und im abermals ruckeligen Songthaew  weiter an den Ao Jak, wo wir die kommenden Tage unser Domizil aufschlagen wollen... Nicht ganz am Strand werden wir wohnen, sondern etwas zurückversetzt im Hinterland des Ao Jak, in der bergigen Urwaldzone an der Zufahrtstraße. Wir machen Station in dem Homestay Ban Choengkao, wo wir fortan mit einer kleinen Familie, ein paar anderen Gästen sowie Katzen und Hunden zusammenwohnen... 

 

Koh Kood - der wahre Inseltraum 

Natürlich erkennt Dieter bereits bei der Fahrt über die Insel, dass es sich hier um eine ganz andere Insel-Nummer handelt: Koh Kood  - die viertgrößte Insel der thailändischen Inselwelt - ist eine charaktervolle, bergige und von Dschungel und Mangroven über und über überwucherte Insel. Wir mieten ein Moped, besuchen in den kommenden Tagen zahlreiche Beaches oder Wasserfälle mit immer wieder anderem Gepräge, baden in glasklarem Wasser auf weißem, beigem oder gelbem Sand, relaxen im Schatten von Palmen oder Kasuarinen und werden faul vom Nichtstun... Kaum irgendwo finden sich derart viele traumhafte Buchten wie auf diesem Eiland hier, gepaart mit üppigem Tropenbewuchs und zugleich so wenigen Menschen, die sich auf den zahlreichen Beachspots meist verlieren. Spurenwechsler  haben an anderer Stelle bereits ausführlich darüber berichtet und selbst wenn sich bereits in dem einen Jahr wieder hier und da Dinge verändert haben, behalten die früheren Ausführungen ihre Gültigkeit... Und noch immer gilt: Mosquitos und Sandfliegen sind kaum spürbar...

 

Am wundervollen Ao Tapao Beach, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Am wundervollen Ao Tapao Beach, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Während des beginnenden Sonnenuntergangs auf dem Ao Jak, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Während des beginnenden Sonnenuntergangs auf dem Ao Jak, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Einer der Zuflüsse im Hintergrund... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Einer der Zuflüsse im Hintergrund... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

Leider hat der Khlong Chao Wasserfall in diesem Jahr kaum Wasser... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Leider hat der Khlong Chao Wasserfall in diesem Jahr kaum Wasser... Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Es dauert nicht lang und Dieter ist begeistert von der gechillten Atmosphäre, dem fabelhaften Meer und der überbordenden Natur allenthalben. Na und ich sowieso! Bereits nach wenigen Stunden setzt die Entspannung ein, chillen wir uns durch die kommenden 6 Tage, ist Dieter in seinem Element! Als wäre er nie woanders gewesen und das alles hier für ihn nicht total neu, zelebriert mein "Onkel Dieter" "seinen" thailändischen Traum vom Glück: Er wechselt inzwischen gekonnt die passgenaue Mulde im Sand mit der lässigen Rückenlage im glitzernden Meer und unterbricht sich nur, wenn mal wieder der Appetit zu einem neuen kulinarischen Experiment gemahnt oder der nahende Sonnenuntergang am Himmel sein rotes Warnkleid zeigt... Schon jetzt habe ich die Sorge, dass er sich schlicht weigern wird, hier wieder aufzubrechen, wenn ich zur Weiterfahrt ermuntere... Dieter - mein Onkel Dieter - ist hier angekommen, so viel steht fest...!

 

Im Stelzendorf Ao Yai - Fisch auf so fantastische Weisen...

Und Dieter will immer weiter und mehr! und das, obwohl ihm die anfänglichen Mopedfahrten nicht so ganz geheuer anmuten... Doch nach und nach wird auch das zur Routine, pesen wir zu zweit auf einer kleinen Maschine rauf und runter über die Insel, nehmen wir die zahllosen Kurven und Hügel im Gelände mit Leichtigkeit... Wir erkunden heute das Stelzendörfchen Ban Ao Yai  ganz im Südosten des Eilands, laufen einmal hindurch und an den bescheidenen Fischerhütten des Ortes vorbei, sehen Kindern beim Angeln, gerade heimgekehrten Fischern beim Säubern der Fische und einigen Frauen beim Waschen der Wäsche zu... Es ist bereits dunkel, als wir Contichas Restaurant  erreichen, das wir schon vergangenes Jahr auserwählt hatten... Wir können uns angesichts der wundervollen Fischoptionen nicht entscheiden, was wir denn auswählen sollen, fragen die junge Kellnerin, was sie empfiehlt und sie bietet uns eine frittierte Variante eines vorzüglichen Fisches - Medium Size aber für Zwei wie gemacht - mit Garlic & Pepper an, dazu ein Prik Nam Plaa  und ein Gemüseteller mit Reis. Zwei Tage später sind wir wieder hier, erneut werden wir charmant und witzig, dazu absolut bereichernd begrüßt und bedient und essen denselben Fisch  in einem Elexier aus scharfer Limettensauce mit Ingwersud und reichlich frischer Knoblauchzehe sowie erneut dem Gemüseteller, der uns an allen Tagen mundet... Nur so viel sei gesagt: Wir schmelzen dahin, denn für uns sind es die perfekten Fischmenüs... 

 

Wir besuchen Contichas Restaurant im Stelzendorf Ban Ao Yai, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Wir besuchen Contichas Restaurant im Stelzendorf Ban Ao Yai, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Schon der knusprig frittierte Fisch in Garlic & Pepper hat uns geflashed... Ao Yai, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Schon der knusprig frittierte Fisch in Garlic & Pepper hat uns geflashed... Ao Yai, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Limetten-Ingwer-Sauce mit ein wenig Knoblauch auf frischem Fisch, den wir hier schon ein wenig gerupft haben... Ao Yai, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Limetten-Ingwer-Sauce mit ein wenig Knoblauch auf frischem Fisch, den wir hier schon ein wenig gerupft haben... Ao Yai, Koh Kood, Thailand (Foto Jörg Schwarz)

 

Aber auch jenseits dieser außergewöhnlichen, gemütlichen und interessanten Fisch-Gaststätte, in der der Fisch - von Tintenfisch bis zum großen Clownsfisch - in kleinen Becken lebendig seine Runden zieht, reichert Dieter seinen Erfahrungsschatz weiter an: Wir speisen Huhn mit Gemüse und Cashewnuts in einer fantastischen Geschmacksversion, kosten ein zweites Grünes Curry mit absolut ausgewogener, scharf-würziger Kokosmilch und reichlich Seafood  oder ergötzen uns an einer einfachen aber schmackhaften Spaghetti-Variante mit Squid und reichlich frischem Gemüse... Dass Dieter zudem von den Früchten der Insel - mitsamt ihren Varianten als Shake oder Smoothie - begeistert ist und wir nicht selten Bananenshake  oder Lime-Shake  zu uns nehmen, glaubt uns sicher in Deutschland keine Sau, aber das eisgekühlte Bierchen, das genießen wir tatsächlich höchstens mal am Abend und zum Finish of the day... 

 

Zwischenfazit:

Nach anfänglicher Orientierungsphase haben wir uns gut gemeinsam eingegrooved... Keine zwei Wochen sind vergangen, da genießt Dieter dieses Land -Thailand - schon in vollen Zügen: "Alles hier ist für mich anders und fremd, vieles überfordert mich und hat mich anfänglich verwirrt, aber schon nach kurzer Zeit gefällt mir das hier alles sehr! Kulinarisch ist das mein Land! Die traditionelle Massage tut mir gut und die Natur auf den Inseln hier - Strände und Meer, die üppige Flora und das leichte Leben - sind atemberaubend schön. Die Lebensart der Menschen ist zwar fremd und exotisch, aber super angenehm. Ich bin froh, dass ich das hier erleben darf, im Grunde habe ich genau das gewollt! Mal sehen, was noch kommt!" 

 

Na, sag ich doch! Mission - Teil 1 - erfüllt! Hoffentlich kriege ich Dieter hier wieder raus aus dem Land... ;-)

 

Spurenwechsler grüßen aus Trat! 

 

Impressionen von Koh Kood, Thailand (Fotos Jörg Schwarz)


Empfehlungen

 

Unterkunft 

 

Bangkok

Wie schon in den vergangenen Jahren bin ich im 

  • Lamphu House Bangkok, 75-77 Soi Rambutri Chakrapong Road, Chanasongkram, Bangkok 10200, Tel. +63 (02) 629 5861 gewohnt und war sehr zufrieden. In einer ruhigen Seitengasse der der Khao San Road gegenüberliegenden Soi Rambutri  haben wir ein günstiges und insgesamt sehr schönes Guesthouse/Hostel vorgefunden, von wo aus man fußläufig in 5 Minuten die gesamte Khao San Road-Region erreichen kann. Perfekte Lage! Der Kiez ist touristisch, voller Restaurants, Cafés, Bars und Stände, aber (wenigstens in der von uns bereisten Nebensaison) chillig, relaxed und angenehm. Die unterschiedlich ausgestatteten Zimmer (AC/Fan, mit oder ohne Bad, ggf. Balkon) sind sauber, einfach, funktional und recht ansprechend eingerichtet - die Betten waren klasse. Es existiert ein Restaurant (ein wirklich hervorragender Kaffee ist zu erhalten) und ein kleines Reisebüro. Leider wirken angrenzende Gebäudeteile und Räume, auch eine frühere Terrasse des Etablissements, etwas wie eine Werkstatt und die Gemütlichkeit leidet darunter. 

Koh Mak

Wir haben unsere erste Koh Mak-Erfahrung hier gemacht und könnnen das sehr empfehlen:

  • Sabai Beach Resort, 63 Moo 1, Ao Kao Koh Mak Island;  Wir haben in großzügigen, hellen und funktional ausgestatteten Unterkünften im Hintergrund des Beaches gewohnt und uns jederzeit wohl gefühlt. Das Beachrestaurant liegt wundervoll direkt am Strand, auf dem es schöne Hängematten- und Liegeplätze gibt, die unter schattenspendenden Dächern angeordnet werden. Die absolut freundlichen Menschen hier haben uns die Zeit sehr versüßt. Es existiert eine kleine Beachbar, ein einfaches Restaurant und es gibt guten Kaffee! 

Koh Kood

 

  • Wer nicht direkt am Strand wohnen muss oder möchte - ggf. auch aus Kostengründen - dem empfehlen wir das fußläufig zum Beach gelegene Homestay im Dschungel wärmstens: Das Ban Choengkao Homestay58/7 M.5 Koh Kood Trat 23000, Tel. 0949406155, in dem wir eine wunderbare Woche verbracht haben - gute, funktionale und saubere Zimmer/Bungalows sowie ein gutes Restaurant zu günstigem Preis und einer (meist) freundlichen Thai-Familie... Wir haben hier ein Moped geliehen, man könnte von hier aber auch in 10 - 15 Minuten zum Strand laufen. Zu anderen Orten der Insel wird es dann aber sehr weit... 

 

Speisen

Da wir weitgehend aus unserem Erfahrungsschatz gespeist haben, gelten die bisher schon gemachten Empfehlungen:

 

Bangkok

Gut und preiswert kann man in folgenden Läden essen:

 

2024: 

In den Restaurants am Fluss, hinter dem Amulettmarkt, stechen die Läden 

  • Khun Ek und Lindas Kitchen hervor - einfach reinsetzen, am Fluss speisen und genießen - wir waren stets zufrieden! Zum Beispiel: Fish mit Garlic und Pepper on rice

2023: 

  • Zu unserem absoluten Favoriten aufgestiegen ist dieser vietnamesische Nudelsuppen-Laden: Weltklasse! Khun Daeng's Vietnamese Noodle68-70 Phra Athit Rd, Chana Songkhram, Phra Nakhon, Bangkok 10200, Thailand  

2021/22:

  • Mein Nummer 1 im Kiez war ganz klar: Madame Musur, die ich 2021 an Weihnachten (!) - wenn das nichts heißt! - auch persönlich kennengelernt habe... Ihr findet das schöne Restaurant in der Soi Ram Buttri  und solltet die Karte wirklich mehrfach anschauen... Ich kann vor allem das leckere Larb Moo, aber auch die Thai-Salate  wie die Klassiker sehr empfehlen - hier geht alles! Besondere Aufmerksamkeit schenkt bitte auch den Kleinigkeiten auf der Karte, wie das Prik Thod - was übersetzt soviel heißt wie: Prickelnder Tod... Natürlich nicht! Das sind gefüllte Riesenchilllies, die an Pizza-Peperonis erinnern, die aber erst durch die Schärfe der Füllung an Fahrt aufnehmen und nicht nach eingelegten Peperoni schmecken... Köstlich... Oder die Süßspeise Ka-Nom Kluay Buuat c Hee: Gekochte Banane in heißer und offensichtlich extra gesüßter Kokosmilch... Ergänzung: 2022/23 kam der Laden mit den Massen an Publikum kaum noch klar, die Köche lassen die frühere Qualität leider vermissen (haben sie sogar gewechselt?) und Madame Musur ward nicht mehr gesehen... 
  • Für ein gutes Frühstück, aber auch sonst als Snack-Café/Restaurant sehr zu empfehlen, kann ich das H-Café (2022/23 schon recht teuer...), genau im Knick gegenüber des Phra Sumen Forts in der Phra Sumen Road, hervorheben, dass ganz ausgezeichnete Sachen und freundlichen Service anbietet - sieht man von der Chefin persönlich ab, die ist immer etwas griesgrämig... Aber das Tuna-Sandwich-Menü  und die hervorragenden Smoothies holen das allemal wieder raus, auch sonst tolle Sachen auf der Karte und den Tellern... 
  • Entlang der Chakrabongse Road - etwa drei Blocks von der Khaosan Road  entfernt, stehen sehr empfehlenswerte  Straßenstände, die allesamt kleine kulinarische Schätze anzubieten haben, die man einfach mal probieren muss... No Name  ist nur eine von vielen versteckten traditionellen Kleinigkeiten, die hier noch weiterexistieren, während sie anderswo verschwunden sind... 
  • Der gerade angesagteste Restaurantbetrieb der Einheimischen - ich habe einfach nie einen Platz erhalten können, so voll! - ist das  Restaurant Jiew Bang Lamphu an der Ecke Thanee Road/Rambuttri Alley - was hier abends abgeht ist der Hammer! Die Gerichte sind sehr speziell und Saucenlastig, kenne ich so bisher aus Thailand nicht, vielleicht kann ich nochmal probieren und das im nächsten Beitrag aufgreifen... Jedenfalls lohnt hier ganz offenbar das Einkehren zu früher oder später Stunde... 
  • Am Abend empfehlenswert - eher für Getränke und kleinere Speisen nebenbei und wenn es keine Live-Musik braucht, weil man das ja von den anderen Läden ohnehin mitbekommt... - sind das Sawasdee House, in der Soi Ram Buttri  sowie die mir namentlich unbekannt gebliebene, sehr gute Restaurant-Bar in der Rambuttri Alley, gegenüber dem Massagesalon von Darin... Beide Bars sind angesagte Läden, in denen es einfach lohnt alles hier - insbesondere an den Wochenendabenden - auf sich wirken zu lassen... 

 

Koh Mak:

Folgende Optionen waren mehrfach gut:

  • Twocans Resort & Restaurant, 104, KohMak, Tambon Ko Mak, Ko Kut District, Trat 23000 - gute Thai-Salate 
  • Makathanee Resort Koh Mak, 63/14 Moo 1, Baan Yai Beach Koh Mak Island Trat 23000 - gute Curries (mit Ausnahme des Massaman, das war ein Reinfall...)
  • das Mango Sticky Rice im Sabai Beach Resort war herausragend lecker... 

Koh Kood

Auf Koh Kood gibt es zahlreiche hervorragende Optionen, hier unsere Top-Adressen:

  • Das Ban Cheongkao - Homestay, Supermarkt, Tankstelle und Restaurant zugleich - liegt an der Straße direkt oberhalb des Ao Jak. Klasse Küche, bemerkenswert freundliches Personal! Immer was los!
  • Im Eve House, bei der kleinen Ansammlung von Restaurants zwischen den Strandstraßen vom Ao Jak und dem Ao Klong Hin, Tel. 080 8358803 - wundervolle Bungalows in einem weitläufigen Gartenareal im Wald und Restaurant - waren wir extremst zufrieden mit der Qualität der Küche, auch wenn diese Location schon zu den nicht mehr ganz preiswerten zählt... Aber die Küche hier ist super und der Service erstklassig! Niederländer führen hier Regie.
  • Man muss einmal hier essen: Im Restaurant Chonthicha Seafood beim Stelzen-Fischer-Dorf Ao Yai, ganz im Süd-Osten. Sehr zufrieden waren wir mit den Fischgerichten, vor allem mit dem Charme der jungen Servicekräfte, die dort nen klasse Job machen! Überhaupt ist dieses Dorf sehenswert - verbindet also das Angenehme mit dem Interessanten!
  • Gute Küche gibt es im Suat Maprao Restaurant, siehe oben, zwischen 18 - 20 Uhr, vor allem das Green Curry ist hier sensationell!
  • Das Restaurant Sea DogTel. 0616615884  beim Tinkerbell Beach  (Rückseite an der Straße) hat uns ebenfalls sehr gut bekocht und hat ganztägig geöffnet, was sonst am Nachmittag oft nicht der Fall war! 

 

Allgemeines

Wir haben für Bangkok und Koh Kood nichts hinzuzufügen... Schaut also hier...

 

Koh Mak

  • Die Anreise nach Koh Mak mit der Boonsiri-Gesellschaft - zunächst mit dem Bus von Bangkok  zum Pier, dann mit der Fähre - ist weiterhin sehr empfehlenswert und preiswert. 
  • Auf Koh Mak ist es sehr empfehlenswert sich mal mit einem Kajak zu den vorgelegenen Inseln - beispielsweise der Rayang Island - zu schippern... Ungeübte Paddler benötigen höchstens 45 Minuten rüber und das ist gut zu schaffen - macht es vielleicht nicht in der größten Mittagshitze. Die Rayang Island bietet euch dann einen herrlichen und menschenleeren Beach auf einem unbewohnten Eiland, das aus früheren Vor-Coronazeiten noch Reste eines Resorts zeigt, die von zwei freundlichen Hunden bewachst werden. Es gibt Schatten aber keine Getränke, versorgt euch also selbst!
  • Am besten kann man sich auf der Insel mit einem Moped fortbewegen... Aufgrund meines hohen Fiebers haben wir uns allerdings selbst fast nur am Hauptstrand aufgehalten... 
  • Passt - sofern ihr empfindliche Haut habt - vom ersten Tag an auf die Sandfliegen in Strandnähe auf - die sind hier wirklich sehr aggressiv und bei meist Windstille auch regelmäßig unterwegs... 

Ausblick

 

Spurenwechsler verlassen Koh Kood  mit voller Liebe für das Eiland und seine Lebensart. Über Trat  geht es weiter in den Norden Thailands: 

 

Es wartet mal wieder die Stadt der Tempel! Chiang Mai  ist das nächste Ziel unserer Helden und das verheißt nicht weniger als Kultur pur! Dieters Lernkurve wird also weiter stetig ansteigen und sein Erfahrungsschatz um die Kultur der Lanna, inspirierende Garagenkneipen  und begeisternde Massagetempel  weiter wachsen. Dieter ist bereits fest entschlossen auch mal die Klopftechnik der Lanna-Massage-Kunst zu testen...

 

Die Natur der nördlichen Berge und Wälder mit ihren Höhlen, Wasserfällen und der Flora und Fauna einer tollen Berglandschaft begleiten Spurenwechsler durch die kommende Zeit... Eine Gute Zeit ist also garantiert und wir setzen unsere "Mission Possible" fort!

 

Kommt auch dann wieder IN DIE SPUR!

 

Eure SPURENWECHSLER

 

Ein heiliger Baumriese mitten in einem der Tempelkomplexe in Chiang Mai, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
Ein heiliger Baumriese mitten in einem der Tempelkomplexe in Chiang Mai, Thailand (Foto Jörg Schwarz)



Zu unserem vorherigen Blogbeitrag... - Und hier auf den Teil II der Mission Possible verlinken


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Kommentare: 4
  • #1

    Tim Seibel (Samstag, 20 Januar 2024 10:41)

    Na das schaut ja ganz entspannt aus bei euch. Unsere Henrike ist heiß wie Frittenfett und möchte dort SOFORT an den Strand. Viel Spaß euch noch!

  • #2

    Spurenwechsler (Samstag, 20 Januar 2024 11:28)

    Moin Tim,
    so werden neue Weltenbummler gemacht... ;-) Ich kann nur sagen, dass Sie das "Ich will sofort an diesen Strand"-Gen offensichtlich von Ihrem Opa vererbt bekommen hat... Der ist an den hiesigen Beaches auch voll abgegangen...
    Da hilft nichts: Badehose und Bikini einpacken, die Familie schnappen und los geht's! Einfacher als hier wird's nirgendwo sonst!
    Beste Grüße aus Chiang Mai - inzwischen fernab in den Bergen...
    Jörg und Dieter
    Spurenwechsler

  • #3

    Michael Kleinert (Montag, 22 Januar 2024 22:30)

    Hallo Ihr Beiden, das hört sich alles sehr, sehr gut an und wir wünschen Euch Beiden noch eine tolle Zeit. Wenn die Flüge nach Buenos Aires nicht schon gebucht wären, würden es uns auch nach Asien verschlagen :-).
    Viele liebe Grüße Michael und Helga

  • #4

    Spurenwechsler (Samstag, 27 Januar 2024 01:49)

    Hallo Helga und Michael,
    schön von Euch zu lesen... Mit etwas Verzögerung nun auch unsere Rückmeldung an Euch, sind ein paar Tage ohne Rechner unterwegs gewesen...
    Wir genießen Thailand in vollen Zügen, auch wenn wir uns schon auf dem Rückzug befinden und es derzeit schon arg voll ist hier - vor allem gerade in Bangkok - und würden uns aber auf Patagonien und Argentinien genauso freuen... Wir wünschen Euch dort ein wenig Sommer - vor allem Sonne - und viele schöne Eindrücke! Beneiden Euch!
    Gute Reise!
    Spurenwechsler

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