Spuren | WECHSLER und das hohe Gut der Toleranz - Penang

 

Moin Moin aus George Town!

Wir grüßen Euch aus einem denkmalgeschützten und wundervollen altchinesischen Storehaus, in dem unser gegenwärtiges Guesthouse untergebracht ist. Es ist bereits unsere dritte Entdeckung. Klein sind die Räume hier, es ist relativ eng und wir teilen uns das Bad mit anderen Gästen. Aber der Erhalt der mittlerweile mit dem Weltkulturerbestatus ausgestatteten Altstadt von George Town, der Inselhauptstadt Penangs, lässt uns das gern aushalten. Wir machen dafür die Erfahrung einer typischen historischen Storhousesiedlung chinesischer Prägung, die in vielen Städten Chinas  längst der Abrissbirne zum Opfer gefallen sind... Wir fühlen uns hier manchmal regelrecht ins alte China zurückversetzt, ohne auf die Moderne zu verzichten: George Town  nämlich ist eine quicklebendige, asiatisch-kreative und kulturell reiche Stadt im Hier und Jetzt...

 

Die im Indischen Ozean gelegene Insel Penang  gehört zu Malaysia, das in den kommenden Wochen und Monaten unser Reise- und Lebeland sein wird (Westmalaysia). Ein Vielvölkerstaat, ein Land in dem Multikulturalismus  nicht nur eine politische Floskel ist, sondern in dem diverse Ethnien, Religionen und Kulturen - Menschen mit den unterschiedlichsten historischen und regionalen Wurzeln - in einem Staat zusammenleben. Doch, liebe Wähler der AfD, das gibt es und es funktioniert! Nicht ohne Konflikte zwar - dafür aber mit einer bestechenden Lebendigkeit und Fülle an kulturellen und religiösen Lebensformen, die anderswo ihresgleichen sucht und gleichwohl weitgehend friedlich geblieben ist. Darüber hinaus besticht Malaysia  mit einer reichhaltigen und vielfältigen Natur. Neben zahlreichen - auch bergigen - Nationalparks samt Primärregenwäldern und der ohnehin üppigen tropischen Landschaft mit überbordender Flora und Fauna besticht das Land mit herrlichen Stränden, unzähligen Inseln und einer reichen Unterwasserwelt.

 

Es erwartet uns also in den kommenden Wochen - aber auch schon auf Penang - ein spannender Mix, vor allem zunächst ein interessantes Kultur- und Völkergemisch, das in der Weltkulturerbestadt George Town  einen ersten Höhepunkt findet. Aber wozu so viel Worte machen...

 

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Eines der typischen Storehouse-Ensembles - was von außen schmal und klein wirkt, verlängert sich nach hinten zu ordentlicher Größe... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

Mit dem Nachtzug von Thailand nach Malaysia

Doch vor dem Genuss der Vielfalt müssen wir erstmal nach Malaysia  einreisen... Wir machen uns also noch in Thailand  mit der Fähre von Koh Pha Ngan  nach Surat Thani  auf, verbringen hier inmitten eines eher unscheinbaren und völlig touristenfreien Stadtviertels noch die halbe Nacht, bevor es um 1:15 Uhr - eben mitten in der  Nacht! - auf zum Bahnhof geht. Dort angekommen warten wir auf unseren Zug, der eine gute halbe Stunde Verspätung hat. Der düstere Bahnsteig ist schwach bevölkert, einige Menschen verbringen hier scheinbar die Nacht, einige warten auf ihren Zug und auch Bahnpersonal ist zu sehen. Vor allem aber erfreut mich, dass ich angesichts der Wartezeit das WM-Spiel der Belgier gegen England im TV verfolgen kann - der Apparat hängt an der Decke unseres Bahnsteigs und läuft in voller Lautstärke. Er versammelt immer mal wieder Interessierte um sich herum...

 

Als der Zug einfährt weist man uns den Wagen zu, ein Mitarbeiter an Bord geleitet uns zu unseren Liegen, die bereits fertig bezogen sind. Schaut alles  etwas rustikal und wenig gemütlich aus, aber das haben wir auch nicht erwartet. Ich nach oben, Magda unten. Unsere Plätze scheinen die letzten zu sein, die noch besetzt werden müssen. Alle anderen Plätze sind bereits belegt und viele Fahrtgäste scheinen bereits zu träumen - sie sind ja auch vor Stunden von Bangkok  aus abgereist und es ist ja bereits 2:30 Uhr jetzt. 'Also schnell ins Bett', denke ich, doch wohin mit dem Gepäck? Wir können unsere Rucksäcke ja nicht einfach im Gang stehen lassen und Gepäckfächer existieren nicht... Einzige Chance: Ans Ende der Liege damit und festzurren! Den kleinen Rucksack hänge ich an der oberen Bettstange auf, befestige ihn sicher - so kann es gehen. Für mich verknappt sich der Raum auf der insgesamt recht angenehmen Pritsche damit zusehens weiter, aber was will man jammern. Wir liegen irgendwann und können trotz der Ruckelei und der doch recht lauten Kabine - Vorhänge dämmen ja keine Akustik weg - ein paar Stunden schlafen... 

 

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Nachts am Bahnhof von Surat Thani, Thailand (Foto Jörg Schwarz)
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Der bereits von Vielen verlassene Liegewagenbereich unseres Zuges am Morgen... Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Noch lange vor der Ankunft in Padang Besar - der Grenzort auf der malaiischen Seite, in der die Einreise formell besiegelt wird und wir unser Einreisevisum erhalten - wachen wir auf, etwas gerädert und noch schläfrig... Aber sobald wir uns rühren, fragt man uns freundlich, was man für uns tun kann: "Coffee? Tea?" - Ein erfreutes "Ohhh!" höre ich von unten - es war scheinbar genau die richtige Frage... "Two coffee please, no milk, one with sugar". Magda  hat alles schon erledigt! Eine große Gruppe verlässt nun lärmend und scheppernd in Hat Yai  - der größten thailändischen Stadt des Südens - den Wagen. Die Nacht ist offenbar vorbei und wir sind nur noch mit wenigen Menschen an Bord, als wir rustikal umrangiert werden. Ich komme gleichwohl auf die Beine und beziehe den nun bereits zu Sitzplätzen zurückverwandelten Platz gegenüber. Ich schaue mich ein wenig um und treffe Peter  aus dem schönen Spreewald, der Job und Wohnung in Berlin gekündigt hat und "erstmal durch Asien  reist..."! 'Wer macht denn sowas?' denken wir... Bis Penang  werden wir gemeinsam reisen.

 

Wir fahren noch ein paar Minuten weiter und verlassen in Padang Besar den Zug. Man verweist uns an eine kleine Schlange von Menschen, die die Einreiseformalitäten zu erledigen haben und warten vor einer provisorischen Schranke... Und warten... Und warten... Derweil fährt nach einer guten halben Stunde der Zug, mit dem wir eigentlich haben weiterfahren wollen aus dem Bahnhof heraus und Butterworth  - der Küstenstadt vor Penang - entgegen, während wir nun zeitgleich eingelassen werden. Was für ein Quatsch! Alles dauert anschließend keine 15 Minuten: Ausreisestempel hier, Einreisestempel dort - wir haben erstmal drei Monate Visum für Malaysia!  Während wir uns noch über so viel Zeit in dem spannenden Land freuen, ärgern wir uns, dass wir unseren Zug verpasst haben und nun geschlagene zwei Stunden warten müssen... Wir nutzen das, um an Geld zu kommen, tauschen Erfahrungen mit Peter  aus und fahren anschließend nochmal gut 2,5 Stunden weiter Richtung Butterworth - in einem eiskalt klimatisierten Zug des Typs 'Regionalbahn'. Jetzt noch mit dem Shuttlebus zum Fährhafen - hier haben wir Glück, die Fähre legt sofort ab - und der Skyline von George Town entgegen. Am Ende sind wir ganz schön platt!

 

Wir sind also in Malaysia - wo wir vor vielen Jahren bereits einmal die Ostküste kennengelernt, angesichts des Strandurlaubs seinerzeit aber das Land nicht wirklich kennengelernt haben - und haben spannende Tage auf Penang  vor uns. Es könnte schlechter laufen gerade...

 

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Auf der Fähre mit Blick auf Penang und George Town, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Weltkulturerbe George Town - die Verdichtung Asiens in einem Punkt

Ich muss gestehen, dass ich zwar Penang  dem Namen nach kannte und mir ein Bild von der Lage dieser Insel machen konnte, dass ich aber zuvor so wirklich gar nichts mit George Town  und dem Rest des Eilands anfangen konnte... Es war keineswegs klar, dass wir hier überhaupt Station machen würden. Schon als wir auf dem Weg hierher - Reiseführer im Zug - und mit dem Taxi zu unserem Guesthouse unterwegs sind, wächst jedoch meine Vorfreude und Neugierde auf die Stadt immens. Sie wird als multikulturelle, multiethnische und multireligiöse Stadt mit Weltkulturerbe-Altstadt und einem lebendigen und kreativen asiatischen Flair beschrieben, in dem man kulturell und kulinarisch ganz Asien  auf einem Fleck entdecken kann... Und tatsächlich: Schon auf den ersten Metern ist ihre historische Schönheit und die Faszination des Vielvölkergemischs präsent und anschaulich...Wir passieren in den drei Minuten Taxifahrt Moscheen, indische Tempel und marode bis gut erhaltene chinesische Stadthäuser, sehen Muslima mit den typischen Hidschabs Malaysias, bunteste indische Saris und unzählige chinesische Händler... Bereits in diesen drei Minuten hat man ein verdichtetes, lebendiges und - was die Anzahl an Restaurants betrifft - überbordendes Bild von der Diversität der Stadt - Wow!

 

Als die Engländer dem Sultan von Kedah - das ist die Region, zu der Penang  auch heute noch gehört - die damals noch fast unbewohnte Insel als Kompensationsleistung abschwatzten, hatten sie rein wirtschaftliche Interessen hier. Es galt für die Schiffe der East India Company, deren Ziele noch deutlich weiter im Osten lagen - einen sicheren Hafen und Stützpunkt aufzubauen. George Town  wuchs in Windeseile zu einer bedeutendenden Hafen- und Handelsstadt heran und zog Siedler, Chancensucher und Abenteurer an, die die Möglichkeiten der Insel zu nutzen wussten. Vor allem die Ausbeutung der riesigen Zinnminen in Kedah, aber auch die Handelsinteressen des britischen Kolonialreichs sorgten dafür, dass George Town  neben Singapur  und Melaka  zu einem der wichtigsten Umschlagplätze dieses Teils der Welt aufstieg. Auf diese Weise kamen aus Malaysia, Siam, Burma  und vor allem China und Indien, aber auch aus vielen weiteren Ländern (z.B. Armenien und Persien) der Welt, zahlreiche Einwanderer nach Penang, deren Familien bis heute den hier real zu erfahrenden multikulturellen Vielvölkerstaat verkörpern. 

 

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Hinter den teils maroden Fassaden der chinesischen Storehouses geht es lebendig und kreativ zu, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Immer wieder wunderbare Storehousereihen, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

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Was uns besonders gefällt: Trotz Weltkulturerbestatus ist George Town kein Museum, sondern eine Stadt in der gelebt und gearbeitet wird... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir laufen in den kommenden Tagen - es ist brütend heiß und wir duschen am Tag selten nur einmal - fasziniert die Altstadt ab und saugen deren wohl einzigartige Atmosphäre wie Nektar ein. Was für eine wundervolle Vielfalt unterschiedlicher Ethnien und Lebensweisen wir in historischer Architektur vorfinden. Für uns ist hier an jeder Ecke etwas fremd, ist an jedem Haus etwas zu erkunden, das exotisch für uns ist. Wir laufen durch den Geruch abgebrannter Räucherstäbchen an kleinen Opferregalen, riechen immer wieder die Durian - nicht umsonst Stinkfrucht genannt und in vielen Hotels "verboten" - und genießen den Duft schwerer malaiischer Fischsoßen, während wir Garküchen passieren. Während wir in Chinatown - hier machen wir zuerst Station - durch die historischen und belebten Gassen ziehen, in denen Stände und Geschäfte mit viel asiatischem Interieur in den alten Storehouses zu sehen sind, entdecken wir quasi im Vorbeigehen die architektonisch wunderbar gebauten Kongsi's (Clanhäuser) und Tempel der chinesischen Einwanderer und wähnen uns im alten China. Wie sehr uns - vornehmlich abends - die großen roten Lampions faszinieren...

 

Wir sehen Souvenirshops und Boutiquen neben schrott- und metallverarbeitenden Betrieben, chinesische Restaurants neben Buchhändlern oder Obstverkäufern. Rikschas fahren an uns vorbei, genauso wie lärmende Mopeds und stinkende Busse. Wir haben in diesem dynamischen und doch relaxten asiatischen Kosmos zu keiner Zeit das Gefühl, dass hier etwas für den Touristen "aufgeführt wird". Im Gegenteil: Der Tourist darf hier mitmischen, er wird wahnsinnig freundlich willkommen geheißen, aber die Stadt lebt ihre eigene Identität davon fast unberührt - oder sagen wir besser: Sie lebt ihre vielzähligen Identitäten ohne sich groß um die Menschen aus dem Ausland zu bekümmern, Toleranz wird hier seit jeher groß geschrieben.

 

Während wir in einem Clanhaus  erstaunt und begeistert dem chinesischen Ahnenkult und seinen Ritualen nachspüren (wir kommen später darauf zurück), ertönt von draußen mal wieder der Ruf des Muezzin. Die Acheen Street Malay Mosque - eine Moschee - steht gerade einmal ein paar Meter weiter und ihr Ausrufer ruft jetzt die muslimische Bevölkerung weithin hörbar zum Gebet. Wie sehr wir diesen geheimnisvollen und eigentümlichen Ruf mögen, der uns von jetzt an zu unterschiedlichen Tageszeiten und an unterschiedlichen Orten erreicht und uns deutlich macht, dass wir in der Fremde sind. Aber genau das ist es doch, was wir wollen: Exotik pur und immer wieder Staunen über so viel Andersartiges, das doch gleichsam so viel Faszinierendes birgt...

 

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Mitten in Chinatown: Die Acheen Street Malay Mosque, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Teile des Kek Lok Si-Tempels, der größten buddhistischen Tempelanlage in Malaysia, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Der Sri Mahamariamman Temple - hinduistische Pracht leider verschlossen... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir schlendern nun durch Little India  - was sich zuerst durch einen bunten Hindutempel und den Gopuram  mit seinen vielzähligen hinduistischen Götterfiguren zeigt. Sofort ist man mittendrin im Kosmos Kleinindiens. Man spürt hier sofort die Seele des süd-asiatischen Landes, ist von seinen Farben umgeben und muss einfach mit, mit dem herzzerreißenden und zur Bewegung animierenden Rhythmus, der lautstark aus den Boxen des CD- und Video-Geschäfts wummert. Ich sage nur: Bollywood! Es gibt hier alles, was auch für indische Städte typisch ist... Wir sehen die wunderschönen Blumenkränze für die Gottheiten, unendlich viele bunte Stoffe, die obligatorischen goldenen Schuhe oder Armreifen sowie vielzählige Götterplastiken für den Hausgebrauch... Wir riechen hingerissen die süßen Düfte der Kichererbsen- und Kokosnusssüßigkeiten und inhalieren die Vielfalt der intensiven indischen Gewürze... Na und die indischen Restaurants werden wir mehr als einmal besuchen, ist doch klar...

 

Wir erkunden die eher touristischen Straßen - die Love Lane  oder die Lebuh Chulia, auch die Lebuh Armenian - schauen uns die Hotels und Guesthouses sowie Kneipen, Bars und Restaurants an und finden selbst diese ganz O.K., weil sie George Town  Gott sei Dank nicht dominieren. Uns zieht es aber raus zum Pengkalan Welk, wo insbesondere die weniger wohlhabenden Hokkien-Chinesen  und deren Clans Unterkunft gefunden haben, als sie sich hier seinerzeit ansiedelten. Bis zu 150 Meter und mehr haben sie an der Küste mit Blick auf Butterworth  buchstäblich aufs Meer hinaus gebaut und so den Küstenstreifen ordentlich verbreitert: Auf unzähligen Stelzen stehen ihre Häuser direkt über dem Wasser und sind über Planken und Stege miteinander verwoben. Die Bewohner der sog. Stilt-Houses  haben so ganz sicher den günstigsten Grundstückspreis in George Town  bezahlt...

 

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Auf der Straße wird gekocht, gegart, gewaschen oder eben getrocknet... Goerge Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Wie wunderschön gerade die maroden und teils uralten Fassaden der chinesischen Siedlungshäuser sind... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

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Und das soll halten? Eiertransport auf asiatisch... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Rikschafahrer in der Lebuh Armenian, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Interessant an der sozialen Struktur dieser Stelzenhaussiedlungen ist: An sechs der sieben Jetties  leben jeweils nur die Angehörigen eines Familienclans - sie haben somit alle dieselben Nachnamen... Alle gemeinsam wehren sie sich seit Jahren gegen die Zwangsumsiedlung in modernere Gebäude, die die Regierung für sie angedacht hat... Wir wünschen dafür viel Erfolg und erkunden derweil die zugänglichen Areale der Jetties, staunen über die Gemütlichkeit der Holzbaracken und genießen den Blick aufs offene Meer bzw. Butterworth - auf der anderen Seite.

 

Doch, dieses George Town, das viele nette und chillige Cafés, Restaurants oder Foodcourts für uns bereit hält, eine fantastische aktuelle Straßenkunstszene besitzt (wir kommen unten noch darauf zurück) und uns neben Staunenswertem immer wieder zum Verweilen und chillen einläd, gefällt uns sehr. Wir fühlen uns hier willkommen und gern gesehen, werden freundlich beraten und wohlwollend eingeladen. Das alles trägt den Charme der unvoreingenommenen Begegnung in sich. Nichts hier erinnert an ein Museum - außer die Museen! Die Stadt ist lebendig und völlig normal, hier wird gelebt und geliebt, hier wird geschuftet und gefeiert und hier ist alles so wunderbar normal... Uns gefällt vor allem, dass das Vielvölkergemisch hier - bei allen Herausforderungen, die eine derart multikulturell zusammengesetzte Bevölkerung mit sich bringt - offensichtlich gut und wie selbstverständlich mit - oder nebeneinander - auskommen kann. Das lässt sich immer wieder aus dem Schatten eines Cafés heraus beobachten, das spürt man, wenn man selbst mittendrin ist und schwitzt. Es ist schön zu sehen, dass es gelingen kann.

 

Man hat hier tatsächlich (fast) ganz Asien  in einer Stadt präsent! Klasse! Für uns ab heute einer der attraktivsten Flecken Asiens!

 

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Auf Stelzen gebaut: Die Jetties der Hokkien-Chinesen in George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Was fährt der denn da? Frisch geschnittenes Gemüse... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Die alten Holzbarackensiedlungen sind nicht wenig gemütlich... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Für Liebhaber der asiatischen Küchen ein Traum: Von Dim Sum über Lakhsa bis zum indischen Curry

Was wir in den vergangenen 10 Tagen in George Town  an kulinarischen Höhepunkten, Gipfelerlebnissen wie freudigen Überraschungen erlebt haben, ist der Hammer und kann nur unzureichend beschrieben werden. Wir erinnern uns daran, dass es uns anfangs mal in Thailand  so gegangen ist und vor vielen Jahren in Singapur. Vielleicht kennen wir einfach auch schon zu Vieles aus der Welt der Küchen, dass uns zuletzt so schnell nichts mehr aus der Fassung brachte... Aber die kulinarischen Ergüsse der letzten Tage hier in George Town  sind schon bemerkenswert und lassen uns das pure Glück  empfinden...

  • Wir starten den Reigen am Abend unserer Ankunft eher zufällig in einem japanischen Restaurant, in dem wir eine sagenhafte Ramensuppe mit Rindfleisch - eine ursprünglich chinesische, dann aber in Japan  adaptierte würzig-sauer-scharfe Nudelsuppenvariante - sowie zwei Sorten frischer Dumplings  zu uns nehmen... Wir sind nicht zum letzten Mal hier...
  • Überhaupt essen wir nicht selten Dumplings in Suppenform  mit Krabben, grünem Gemüse und hin und wieder Reisnudeln... Zum Hinknien!
  • Am nächsten Morgen frühstücken wir - wir werden das vier oder fünfmal in dieser Art wiederholen - in der Nähe unseres Guesthouses chinesische Dim Sum. Diese kleinen, aus der kantonesischen Küche stammenden, gedämpften oder frittierten, gefüllten Nudelröllchen und -teilchen in unzähligen Varianten, die traditionell in chinesischen Teehäusern als Imbiss gereicht werden, schmecken derart köstlich, dass die Herkunft ihres Namens - Dim Sum = Die das Herz berühren - treffend ist... Ich könnte drin baden!
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Lamm-Masala und zahlreiche Gemüsevarianten aus der Nyonya-Küche, Geroge Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Eine zugegeben kleine Auswahl an Dim Sum's... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Unser indisches Thali-Gericht ist auch optisch der Hammer... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

  • Immer wieder probieren wir in den Garküchen die malaiischen Varianten der Lakhsa - auf Basis von Kokosmilch und Chili zubereitete Suppe, die typischerweise Reisnudeln/Bandnudeln, Gemüse, Fisch und Krabben enthält - ein Traum!
  • In den indischen Restaurants essen wir uns durch die Thali's, Curries, Biryanis  und Brot- und Kichererbsenspezialitäten  und sind beide zusammen pappsatt und überglücklich für 10,- € mit Getränken... - das Niveau ist der Abschuss!
  • Mehrmals gönnen wir uns Spezialitäten aus der Nyonya-Küche, der sog Peranakan-Küche  und wohl ersten Fusionsküche der Welt - Mischvarianten aus der Fusion malaiischer Gewürzmischungen mit chinesischen Rezepten: So geniessen wir Lamm-Masalas, Mangosalate  oder wundervolle vegetarische Gemüsevariationen, vor allem zum Frühstück essen wir Popiah's - spezielle Frühlingsrollen -, bunte Kuih-Varianten - aus Sago- und Reismehl, Zucker und Kokosmilch geformte kleine "geschichtete Kuchen" bzw. Reisteilchen... - wie geil sind die denn!?
  • Wir naschen allerlei Kleinigkeiten, wie die malaiischen Satay-Fleischspieße, indischen Kichererbsen-Sweeties  oder gefüllte chinesische Sesambällchen  und nehmen zum Frühstück gern auch Roti's...
  • Wir genehmigen uns die malaiischen Klassiker wie Nasi' Goreng  - Gebratender Reis mit Schei.. -, Rendangs - Rindergulasch in Kokosmilch - oder  Mee-Varianten - Nudelgerichte mit allem möglichen. Ihre Qualität hängt sehr vom Koch und seiner Kreativität ab, sind in der Mehrzahl aber unfassbar gut...
  • und vieles mehr, was wir in der prallen Auswahl hier entweder schon wieder verdrängt haben oder einfach nicht benennen können, was bei vielen chinesischen Sachen der Fall ist... Außerdem haben wir Thaifood  und andere Küchen einfach gänzlich außer Acht gelassen, weil wir da ja entweder gerade herkommen oder ggf. auch einfach keinen Bedarf hatten... Aber das Ende ist hier bei weitem noch nicht erreicht!

Wow! Was für eine kulinarische Bombe, dieses George Town!

 

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Ein Frühstück: Roti mit leckerem und scharf-nussigem Kokosmilch Dip, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Ein Frühstück: Nyonya-Snacks... George-Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz

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Japanische Ramensuppe mit Rindfleisch, und unterschiedliche japanische Dumplings, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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An der Straße: Malaiische Version gebratener Dumplings, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Die chinesischen Clanhäuser und die Ahnen - Das Reich der Mitte in Malaysia

Am meisten interessiert uns in den ersten Tagen Chinatown - wohl auch weil wir auf dieser Homepage ja zuletzt einen interessanten Chinabeitrag zeigen konnten, der uns neugierig gemacht hat... Wir schlendern also durch die Gassen der alten Storehouses, erkunden die chinesischen Shops und laufen direkt hinein ist das 'Reich der Mitte' und die Geschichte der nach Malaysia  ausgewanderten Chinesen... Wir besuchen ein erstes Kongsi, ein sog. Clanhaus, das etwas versteckt hinter den Storehouses zu finden ist, dann aber viel Raum für sich hat, eingerahmt von den chinesischen Häusern seiner zugehörigen Familien und mitsamt einer Bühne für die Chinesische Oper  ausgestattet. Was für ein atemberaubendes, architektonisch wundervoll gestaltetes, tempelartiges Gebäude sich vor uns auftut. Man erwartet es eben in China  selbst und ist jetzt doch ein wenig verblüfft es hier in Malaysia zu sehen. Die wundervolle Drachenberg-Halle  ist ganz sicher eine der wichtigsten und imposantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt - auch wenn diese voll von weiteren sehenswerten Kongsi's  ist, die sich im Stadtgebiet verteilen... Meist sind sie weniger Museum als hier, stattdessen weiterhin Tempel der praktizierten Ahnenverehrung sowie Ort der sozialen Zusammenkünfte des Clans.

 

Wir betreten das Clanhaus der Khoo, einem der einflussreichsten und sicher wohlhabendsten Clans der chinesischen Einwanderer auf Penang, das in den Jahren 1894 bis 1902 erstellt wurde. Es geriet derart prächtig, dass man befürchtete der Kaiser von China  könnte sich davon kompromittiert fühlen... Das reich geschmückte, mit bunten Farben üppig bedachte Haus ist voller Figuren, Symbole und Schriftzeichen chinesischer Mythologie und dient und diente der Verehrung der Ahnen des hiesigen Khoo-Clans. Inmitten einer großen Halle voller bedeutungsschwerer Bilder und Reliefs sehen wir brennende Räucherstäbchen und frische Opfergaben an die Ahnen auf einem Altar, die Urahnen der Clanfamilien ruhen symbolisch an der hinteren Wand. Die Stimmung in all dem Gold sowie durch die spärlich beleuchteten bunten chinesischen Lampions ist faszinierend. Man bräuchte Tage, um sich alle Details hier eindringlich anzuschauen - sie zu verstehen, steht auf einem anderen Blatt.

 

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Der Khoo Kongsi, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Der altarähnliche Innenbereich des Khoo Kongsi, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Ein reiches Farbenspiel begegnet dem Besucher beim Ausgang in das Clanhaus, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Das angeschlossene Museum vermittelt anschaulich die mit der Immigration einhergehenden Härten und Schwierigkeiten der aus der chinesischen Provinz Fujian stammenden Familien. Mit Sack und Pack und zu Zeiten, in denen das Reisen nicht so komfortabel war, wie heute, haben sich große Gruppen der Chinesen auf die entbehrungsreiche Reise gemacht, die eigene Heimat aufgegeben - ohne doch am Ende genau zu wissen, was da im fernen Malaysia  tatsächlich auf sie zukommen wird. Von 'Migrationstourismus' kann man da - wie heute auch nicht - keinesfalls sprechen...

 

Wir besuchen über die Tage vor Ort bestimmt an die 8 oder 9 Kongsi's, nicht alle auf einmal freilich, aber da sie verteilt stehen in der gesamten Stadt, immer mal wieder, wenn wir an einem vorbeilaufen... Sie vermitteln - bei all den kleinen Unterschieden in Architektur und Kult - immer wieder einen ähnlichen Typus. Aber es ist spannend zu sehen, dass die diversen Clans aus unterschiedlichen Provinzen Chinas  eben auch verschiedene Weisen der Ausgestaltung ihrer Ahnenverehrung haben... Vor allem aber ist diese fremde Welt der chinesischen Kongsi's  - das gilt auch für die chinesischen Tempel in der Stadt - immer wieder wegen ihrer unbekannten, üppigen Details, wegen der fremden und exotischen Rituale und Gebräuche spannend. Man geht stets mit mehr Fragezeichen aus dem Komplex wieder heraus, als man in selbigen mitgenommen hat... Faszinierendes China  mitten in Malaysia.

 

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Der älteste Kongsi in George Town: Seh Tek Tong Cheah Kongsi, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Hier werden Clanangehörige - Ahnen - nicht vergessen... George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Der Yap Kongsi, George Town, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Penang und der Regenwald: Die Natur in kleinen Häppchen

Weil uns die Kultur in George Town  so viel Spaß macht, vergessen wir fast die Erkundung der übrigen Insel, die immerhin den kleinsten Nationalpark als auch die größte buddhistische Tempelanlage Malaysias  ihr Eigen nennen kann sowie weitere sehenswerte Dinge bereithält. Sei's drum, uns hatte zuletzt nichts gefehlt... Dennoch beschließen wir irgendwann, dass wir jetzt mal raus wollen und hinein in die Natur und die nähere Umgebung, die hier ziemlich schnell Dschungel heißt. Wir machen uns auf zum Penang Hill, der mit 735 m höchsten Erhebung auf dem Eiland. Mit dem Bus Nr. 204 fahren wir in etwas weniger als einer Stunde kreuz und quer durch die Stadt sowie an den Fuß des Berges. Er chauffiert uns direkt zum Ticketcounter der hiesigen, 1923 fertiggestellten Bergbahn, die seit 2010 nunmehr in moderner Ausstattung und klimatisiert gut 100 Passagiere in 6 Minuten zur höchsten Station heraufbefördert. Bereits diese Auffahrt ist spektakulär, hat man doch in den verglasten Kabinen die Chance sowohl die umgebende Landschaft als auch die entschwebende Stadt George Town  bei der Auffahrt aus der Vogelperspektive zu bestaunen.

 

Der Penang Hill  ist alles andere als ein entlegener, in Natur gebetteter Ort der Ruhe, in dem die Natur herrscht... Seit die Engländer hier die 6 Grad kühlere Luft entdeckt und eine Bergstation errichtet haben, hat sich der Mensch hier mit einer Vielzahl von Gebäuden eingenistet und Stand heute hier einen kleinen Rummelplatz errichtet. Aussichtsplattformen, ein (teurer) Baumwipfelpfad - The Habitat - sowie Garküchen, Restaurants und ein paar Souvenirstände vertreiben den Besuchern hier die Langeweile, die eigentlich gar nicht aufkommen müsste... Denn es gibt außerdem noch ein paar Wanderwege in den Dschungel hinein, Möglichkeiten auf gut ausgebauten Pfaden nun doch tiefer hinein zu gelangen in die Natur, die zumindest für uns hier oben eigentlich das Interessante ist... Und sie existiert tatsächlich, denn ringsherum ist Urwald satt. Schade also, dass so viele Besucher hier - vor allem sehen wir eine große Zahl arabischer Touristen - sich mit Golfcar-ähnlichen Gefährten lediglich zum Habitat  kutschieren lassen, um auf dieselbe Weise zurückzugelangen... 'Bloß nicht Laufen', denken wir. Aber jedem das Seine!

 

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Eine der Aussichtsplattformen, von der aus man bei klarer Sicht - die wir leider an dem Tag nicht so hatten - gut auf George Town blicken kann, Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Je weiter man sich von der Bergstation entfernt, desto mehr Natur begegnet einem... Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

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In wundervoller Natur eingebettet: Häuser der Bergstation... Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir jedenfalls machen uns auf in den Rundkurs, den man hier machen kann, und tauchen gleich mal ab. Wir nehmen die erste Möglichkeit wahr steil den Berg hinab zu laufen... Durch jetzt üppige Natur, große Urwaldriesen, Farne und zahlreiche weitere Tropenpflanzen laufen wir zunächst völlig allein durch den wunderschönen und angenehm kühlen Wald. Zunächst sehen wir nach und nach noch Gebäude der Bergstation, fragen uns, ob das heute Hotels sind oder sie privat genutzt werden, und kommen dann immer tiefer hinein ist das üppige Grün. Irgendwann sind wir im ruhigen Teil des Waldes angekommen - aber was heißt hier ruhig? Es fiept und röhrt, trillert und raschelt was das Zeug hält... Aber es sind Laute, die beruhigen, die uns ein Gefühl von der Abwesenheit unserer schnelllebigen Welt da draußen vermitteln. Und doch sehen wir jetzt andere Touristen am Wegesrand stehen. Sie sind völlig aus dem Häuschen und ich verstehe nur wenige Sekunden später warum: Affen!

 

Wir erspähen nun nach und nach - zu unserer großen Freude - immer mehr Mitglieder einer ersten Gruppe von Brillenlanguren. Wie geil ist das denn? Sie sitzen verteilt in den Blätterkronen, fressen sich satt und trauen sich ohne weiteres zu, immer näher zu uns herab zu klettern. Als nähmen sie uns nicht wahr, sind einige Tiere mittlerweile fast auf Augenhöhe mit uns, betrachten uns und fahren fort - offenbar ohne Furcht - zu fressen... Gerade einmal 6 bis 7 Meter trennen uns, der Hammer! Das sind faszinierende Geschöpfe, zart wirkende Körperchen, menschliche Züge aber deutlich wendiger und flinker als unsereins... Irgendwann gehen wir weiter, stoßen auf eine zweite Gruppe, deren junge Männchen - so kommt es uns wenigstens vor - deutlich unruhiger und aggressiver auf uns reagieren. Immer wieder bewegen sie sich hektisch, uns fixierend, uns kontrollierend. Wenig später sehen wir warum: Ein Weibchen trägt ganz nah bei uns ein noch organge befelltes Junges mit sich herum... Es gelingt mir gerade mal ein Foto, dann ist sie auch schon verschwunden und mit ihr die Gruppe Nr. 2... Glücksmomente!

 

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Brillenlanguren kommen in weiten Teilen Südostasiens vor... Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Euch werd' ich's zeigen...! Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

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Ebenfalls sehr eindrückliche Riesenameisen... Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir passieren meterdicke Urwaldbäume, sehen Pflanzen, die wir zuletzt im Dschungel Kolumbiens  gesehen haben und werden auf die ganz Großen unter den Ameisen aufmerksam, die hier imposante Tänze während ihrer Kommunikation aufführen... Auch diese Tiere sind faszinierende Geschöpfe und wir sind froh, dass wir ihren Beißwerkzeugen nur in Miniarturversion begegnen... Wenig später erspähen wir noch den größten aller Tausendfüßler, den wir je gesehen haben, können unser Glück nicht fassen, als wir fleischfressende Pflanzen in der freien Natur zu sehen kriegen und erfreuen uns immer wieder an paradiesisch schönen Vögeln...

 

Leider ist der Pfad dann aber auch schnell zu Ende. Wir kommen zum Habitat  und müssen von diesem Punkt an - ein für unser Portemonnaie viel zu teurer Touristennepp - ständig irgendwelchen Golffahrzeugen ausweichen... Der Besuch am Penang Hill  hat sich für uns dennoch zweifellos gelohnt.

 

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So kurz das Vergnügen auch war: Es war echt schön! Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
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Was für ein wundervolles Geschöpf! Penang, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)


Streetart George Town (alle Fotos Jörg Schwarz) - zum Vergrößern anklicken!

 


Empfehlungen

 

Unterkünfte

Um in der vielfältigen Stadt auch unterschiedliche Eindrücke sammeln zu können empfehlen wir ruhig den Wechsel der Unterkunft. Wir konnten allen unseren Unterkünften Positives abgewinnen und empfehlen folgende drei Adressen in der Reihenfolge:

  • in einer sehr schönen, auch untouristischen Straße untergebracht, liegt das sehr empfehlenswerte Carnarvon House, 28 Lorong Carnarvon, George Town, Tel. +60 4-262 4682. Das in einem schönen alten Storehouse und in sehr ruhiger Lage befindliche Guesthouse wird von einem sehr freundlichen Besitzer liebevoll geführt. Es bietet ein kleines, aber kreatives Frühstück an und hat gut ausgestatte Zimmer - klein, wie überall, aber sehr gepflegt. Alle Zimmer nutzen einen sehr ansprechendes und geräumiges Gemeinschaftsbad, das stets sauber ist. Wir haben uns hier extrem wohl gefühlt. Sehr gutes WiFi!
  • mitten im Tourikiez rund um die Straßen Love Lane und Lebuh Chulia - dafür aber in einer ruhigeren Nebenstraße befindet sich das sehr ansprechende Fhoya Fhoya di Chulia Hotel, 375-H Lebuh Chulia, George Town, Tel. +6017-471 2008. Auch hier handelt es sich um ein altes Storehouse, das von seinem Besitzer Eddie kreativ ausgestaltet wurde. Man sollte nicht zu viel an Komfort erwarten, darf sich aber auch vernünftige, saubere und insgesamt schöne helle Räume freuen. Auch hier: Gemeinschaftsbäder. Pluspunkt dieser Bleibe ist vor allem Eddie  selbst, der uns auch schon mal morgens zu einem entfernt gelegenen, versteckten Restaurant geführt hat, um uns weitere Leckereien des chinesischen Kosmos entdecken zu lassen... Gutes WiFi!
  • ebenfalls klasse und recht ruhig gelegen ist das Rope Walk Guest House, 78 Jalan Pintal Tali, George Town, Tel. +60 4-2645769 bzw. +60 11-36010878, ropewalk78@gmail.com. Dieses Storehouse ist das größte der von uns empfohlenen und daher schon fast etwas anonym. Aber das macht nichts, denn die (kleinen) Zimmer sind O.K., das Haus gut gepflegt und die Gemeinschaftsbäder ebenfalls in guten Zustand. Gegenüber dem Haupthaus hat das Guesthouse eine Bar mit der Möglichkeit zu frühstücken oder eben zu trinken... Dieses Guesthouse ist schon eher ein Hostel und es ist vor allem bei Jüngeren sehr beliebt. Ein Partyhostel ist es aber nicht! Manko: Das WiFi funktioniert nur sehr suboptimal...

 

Speisen

 

Ganz ehrlich, wir haben so großartig gegessen, dass ich fast alles hier empfehlen könnte... Ich versuche mich zu beschränken auf die Highlights...

  • Leong Kee Tim Sum Restaurant, 61 Lebuh Kimberley - Zum Frühstück Dim Sum vom Feinsten! - nur bis 12:00 Uhr geöffnet!
  • AhNiu YunTunMian (steht so aber draußen nicht drauf...), 156 Lebuh Carnarvon - dieser chinesische, unscheinbare Laden bereitet draußen die Dumplings zu, man sitzt aber drinnen... Wunderbare Dumplings und Wan Tan-Gerichte (Suppen und anderes) sowie hervorragende weitere Spezialitäten...
  • My Voice Café, 30, Lorong Soo Hong, George Town, Tel. +60 4-645 5100, https://www.voicecafe1.com/ - japanische Ramensuppen und mehr sowie beste Dumplings...
  • Moh Teng Pheow Nyonya Koay, Jalan Pintal Tali, zudem muss man im Gebäude ganz durchgehen, wenn man schon denkt, man ist falsch...) - Nyonya-Style Häppchen aus Sago- und Reismehl, süße Teilchen sowie herzhaftere Nyonya-Snacks zum Frühstück...
  • Jawi House Café Gallery, 85 Lebuh Armenian, Tel. +60 4-261 3680, www.jawihouse.com - Nyonya und Peranakan-Küche - teuer aber sehr gut! Air Condition!
  • Thali NR Sweets Café, 75 Penang Street | Georgetown Little India, Tel. +60 12-462 0987 - fantastische Thalis und andere indische Klassiker, zudem eine fantastische Auswahl an Kichererbsen-Sweeties...
  • Bistro Tang, 82A Lebuh Penang, George Town, Tel. +60 4-2508383 - fantastischer Brownie mit selbstgemachter Eiscreme, wenn jetzt noch der Espresso regelmäßig gut wäre...
  • Garküchen-Nachtmarkt bei Kedai Kopi Tien Lai, 166 Jalan Rangoon/Lebuh Chulia - großartiger Nachtmarkt, bei dem es abends über viele Stände leckeres Essen gibt, auch Snacks und Spieße...

 

Allgemeines

  • In George Town sollte man sich einfach durch die Altstadt treiben und sich inspirieren lassen... Interessante Straßen:
    • um die Lebuh Armenian (Chinatown)
    • um die Love Lane, Lebuh Muntri und Lorong Stewart
    • um die Lebuh Penang/Pasar (Little India)
    • um die Pengkalan Weld (Jetties)
    • und alles andere auch... :-)
  • Es liegen in den Hostels meistens thematische Stadtpläne aus, interessant könnte vor allem der Streetartplan sein...
  • Das Fort Cornwallis  kann man sich schenken - teuer und nicht viel zu sehen... Allerdings ist die Touristeninfo  in der Nähe sehr gut!
  • Besonders sehenswert sind die chinesischen Kongsi's  (vor allem der Khoo und der Cheah ) und chinesische Tempel... Da läuft man eigentlich immer drauf zu.
  • Hinduistische Tempel  und Moscheen  sind oft geschlossen, gut vorher informieren...
  • Der buddhistische Tek Lok Si-Tempel   ist mit dem Bus 204 zu erreichen (fährt an der Ferry-Station los) und ist sehr sehenswert. Die Ausmaße des Areals sind erheblich und es gibt auf diversen Ebenen sehr viel zu sehen und bestaunen... Man kann hier ein paar Stunden zubringen.
  • Auch Penang Hill  (ebenfalls Bus Nr. 204 bis Endstation) ist sehenswert, selbst wenn sich der Naturanteil gegenüber dem Rummel vergleichsweise klein ausnimmt und die Kosten insgesamt hoch sind. Ihr solltet oben unbedingt wandern und den Rundweg laufen, könntet aber natürlich auch den gesamten Hill hinauflaufen... (oder die Bergbahn nehmen...). Der Wald ist klasse in Flora und Fauna! Es gibt schöne Aussichtspunkte und wer Hunger hat, der sollte da mal den kleinen Stand des Inders ausprobieren... Alles aus Mais und Kichererbsen da schmeckt klasse!
  • Wir waren in George Town so glücklich, dass wir auf dem Rest der Insel - sieht man von dem hier beschriebenen ab - nichts geschafft/gemacht haben - sicher ein schwerer Fehler, aber was will man machen?

 

Ausblick

 

Spuren | WECHSLER reisen weiter die Westküste Malaysias  entlang in Richtung Süden... Es geht mit dem Zug Step by Step zu Zielen, die das Gros der Urlauber Malaysias  wohl eher Links liegen lassen. Aber sollte man das tun? Spuren | WECHSLER sind sich sicher, dass sie gerade hier - abseits der üblichen Routen - dem wahren Malaysia  noch mehr auf die Spur kommen...

 

Über das kleine Taiping - einst bedeutende Zinnmetropole, Hauptstadt Perak's  und Malaysias  erster Hillstation-Standort - sowie das noch kleinere Kuala Kangsar - einst Sultanssitz und heute Besitzerin einer der schönsten Moscheen des Landes - reisen unsere Helden dem Geheimtipp Ipoh  entgegen. Wenn es nach George Town  auf Penang  überhaupt vergleichbare historische Stadt-Schätze in Malaysia gibt, dann muss es - freilich neben dem bekannteren Melaka - dieses überschaubare und etwas verträumte Örtchen sein, das den Charme des authentischen Malaysia in sich trägt...

 

Neben weiteren wundervollen Altstädten mit chinesischen Storehouses, britischen Kolonialgebäuden und malaiischem Lebensalltag werden Spuren | WECHSLER weiteren kulinarischen Höhepunkten, Ausflügen in die faszinierende Natur sowie Stunden des Müßiggangs und chilligen Treibenlassens entgegenstreben. Auf diese Weise werden sie der Geschichte und Gegenwart Malaysias  sicher am ehesten gerecht...

 

Bleibt der SPUR treu!

 

Seerosengarten auf dem ehemaligen Zinnminengelände in Taiping, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)
Seerosengarten auf dem ehemaligen Zinnminengelände in Taiping, Malaysia (Foto Jörg Schwarz)

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Kommentare: 4
  • #1

    Uli (Freitag, 13 Juli 2018 16:47)

    Also beim Anblick des Essens werde ich schon wieder neidisch!

  • #2

    Spuren | WECHSLER (Samstag, 14 Juli 2018 07:48)

    Moin Uli,
    musst du nicht, es ist genug für alle da - herkommen vorausgesetzt... Kulinarisch ist das hier echt die Bombe und auch sonst sind wir von Malaysia bisher ziemlich überzeugt. Spannendes Land!
    Also einfach auf den Weg machen!
    LG Spurenwechsler

  • #3

    Roman Gebhardt (Donnerstag, 19 Juli 2018 13:06)

    Hallo ihr Beiden,
    nun also Malaysia - der Wahnsinn! Welche Eindrücke und alleine die Küche scheint der Hammer zu sein. Hier ist alles so wie immer - bis auf das Wetter, das ist atypisch und lange andauernd gut. Deutschland ist bei der WM früh ausgeschieden, der HSV spiel jetzt zweite Liga und Jörg, wenn du dich beeilst kannst du den HSV in Darmstadt sehen :-)
    Viele liebe Grüße aus dem sommerlichen heißen Kranichstein und weiterhin viel Spaß
    Roman

  • #4

    Spuren | WECHSLER (Freitag, 20 Juli 2018 18:15)

    Hallo lieber Roman!
    Freut mich von dir zu hören und dass du uns scheinbar noch immer folgst...
    Richtig. Malaysia! Und in der Tat! Das hier grenzt an Wahnsinn, die hiesige Küche ist ein Traum und wird nur von Darmstädter Bratwürsten getoppt...! :-) Zum Thema Fußball schweige ich mal. Da wird der HSV hoffentlich die einzig richtige Antwort auf dem Platz geben...
    Freue mich für Euch, dass Ihr jetzt stabilen Sommer habt, bleib gesund lieber Roman und sei gewiß: Man sieht sich immer zweimal im Leben! Freue mich drauf!
    LG Spurenwechsler

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