Spurenwechsler und das Glück des freien Blicks - Nuwakot, Gorkha, Bandipur (Nepal)

Moin aus Bandipur! 

 

Ich liege gerade auf meinem Bett im schönen Aagaman Hotel, von dem aus wir nicht nur eine geile Sicht in eine schöne Berglandschaft mit terrassierten Hängen haben, sondern in dem wir uns auch gerade von unserem heutigen Hike  nach Ramkot  - einem kleinen aber extrem spannenden Magar - Dorf  ganz in der Nähe - erholen... Für uns Flachland-Berliner - Prenzlauer Berg hin oder her - ging es heute ganz schön rauf und runter... Aber wir hatten einen geilen Tag und berichten davon hier auch später...

 

Ereignisreiche Tage mit dem ein oder anderen Besuch des Racheengels Montezuma  - bzw. wohl eher Shiva  - liegen hinter uns, auf unserem Trip durch das Zentrum Nepals, wo wir in drei Stationen jeweils in sehr unterschiedlichen Bergdörfern unterwegs waren... Ein spannender Trip auf teils sehr guten, teils miserablen Straßen - auf jeden Fall aber durch faszinierende und wunderschöne Landschaften - jenseits der zwei großen Metropolen Kathmandu  und Pokhara  - wenn man denn beide so bezeichnen will... 

 

Wir verbinden mit diesen drei Stationen - neben der Erkundung von Land und Leuten - vor allem ein Ziel: Wir suchen im Monat März - bedeutet für Nepal  in der Regel ziemlich warmes, aber auch diesiges und häufig trübes Wetter - den "freien Blick" auf die großen Berge des Landes: Die 8.000er - Giganten... Wir haben also drei Bergdörfer identifiziert, in denen die Aussicht auf dauerhaft verschneite und eisige Gipfel eigentlich ziemlich optimal sein müsste, wenn man denn im Oktober/November hier wäre... Im März ist es etwas schwieriger, aber nicht unmöglich... Drei Chancen also im März 2026, in dem es hier dafür sehr relaxed und touristisch ruhig zugeht, da keine Reisenden aus dem Nahen Osten hier zu finden sind, die nach wie vor aus ihrer Region nicht wegkommen... Der Nahost-Krieg sorgt hier derzeit für Flaute, was - wer Spurenwechsler kennt - für uns ja mal so gar kein Nachteil ist! Bueno  ist es! 

 

Folgt uns in die Spur! 

 

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Die terrassierten Ausläufer Bandipurs... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

Chance Nr. 1: Auf der Suche nach den weißen Gipfeln  -  Nuwakot 

 

Das Famous Farmhouse und die entspannten Tage auf dem Land - eine trügerische Idylle

Eine eher spontane Entscheidung führt uns in die Region nord-westlich von Kathmandu. Wir gönnen uns einen Fahrer und lassen uns gepflegt durch eine atemberaubende Landschaft kutschieren. Gerade der erste Abschnitt der Reise führt uns - nachdem wir den Smog Kathmandus  hinter uns gelassen haben - durch den Shivapuri Nagarjun National Park. Wir ziehen durch spektakuläre Serpentinen, vorbei an Affenhorden und Schmetterlingen und blicken immer wieder in Wasserfälle und enorme Tiefen... Auf guter Straße erreichen wir Nuwakot  in 2,5 Stunden. Wir schlängeln uns auch hier einen nochmals 450 m höheren Bergrücken von Bidur  hinauf, vielmehr ein schmaler Grat oberhalb des Trishuli - Tals, und durchqueren ein Dorf - anders kann man das einfach nicht sagen... Und das ganz im Gegensatz zur historischen Bedeutung Nuwakots, denn dieses Dorf war einmal, bis zur Eroberung Kathmandus, die Hauptstadt König Prithvi Narayan Shahs, also des Begründers Nepals. Wir hatten das bereits zuletzt kurz ausgeführt... 

 

Unser Ziel ist hier ganz am Rande, fast schon außerhalb des bewohnten Nuwakots, eine ausgebaute, renovierte, in einem wunderbaren Newar-Anwesen gelegene "Luxus" - Farm, in der wir uns ein wenig vom stressigen Alltag der Großstadt erholen wollen... Wir buchen ein großes traditionelles Newar - Zimmer mit Balkon und Hängematte (hier tut es mal wieder unser eigenes Traveller-Exemplar, das wir stets mitführen) und haben fantastische Blicke in die uns umgebenden Wälder und den Garten der Farm. Und da Nuwakot  auf einem wirklich steilen Grat sitzt, haben wir auch den erhofften Blick in die

 

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Wenigstens Nuwakot selbst können wir an einigen Tagen von der Farm aus erahnen... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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The Famous Farm Nuwakot... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Im Hof der Famous Farm... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Tiefe des Tals... Es wäre jedoch vermessen, von einem "freien Blick" zu sprechen: Wir sehen durch den alle Tage andauernden, uns umgebenden Dunst und Nebel hier nur sehr schemenhaft das Tal in der Tiefe und den Trishuli River  und können nur gerade noch ermessen, dass es eben weit unter uns liegt... Dabei scheint stets die Sonne - wenngleich mühsam - durch die dichte Suppe von oben auf uns herab und wir haben bestes Wetter, 28 °C - auch wenn alles irgendwie gedämpft und gedrückt wirkt, wie in Watte gehüllt... 

 

Wir erholen uns gleichwohl prächtig, ich kann endlich mal wieder ein Buch lesen, zahllose Greifvögel beim Kreisen über dem Berg aus nächster Nähe beobachten, die Seele baumelt mit mir in der Hängematte und wir werden gut bekocht... Wir werden von unheimlich freundlichen, noch keineswegs durchprofessionalisierten Menschen umgarnt, genießen das leichte Leben und wissen über alle drei Tage mit großer Sicherheit: Hier müssen wir keinen Versuch machen, auch nur einen einzigen Zipfel eines verschneiten Gipfels eines der umliegenden Berge zu beschauen - also lassen wir es auch gleich! Das kann ja auch befreiend sein! Leider hat sich Magda eine Magenverstimmung aus Kathmandu  mitgebracht und tritt erstmal kürzer. Als wir in dieser fabelhaften, weltvergessenen und gechillten Atmosphäre schon beinahe gänzlich abdriften von der Realität, auch Magda geht es wieder gut, da machen wir uns auf den Weg in den Ort... 

 

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Blick in einen terrassierten Teil des Gemüsegartens unserer Farm... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Unserer erster Eindruck von der Farm... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Unser erstes Daal Bhat Tarkari in Nuwakot... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Historisches Nuwakot und das Erdbeben von 2015

Wir durchstreifen zunächst unseren Garten, der auf mehreren Ebenen und Terrassen angelegt ist, laufen auf dem unbefestigten Dorfweg vorbei an dörflichen Strukturen, Gemüseterrassen und vielen Ziegen mitten hinein in den Kern des unscheinbar wirkenden Dorfes. Wir sind neugierig, wie das ziemlich zerstörte historische Erbe des früheren nepalesischen Königs Prithvi Narayan Shah  - natürlich ein Durbar Square - inzwischen wieder aufgebaut wurde. Wir hatten ja bereits zuletzt darauf hingewiesen, dass Nuwakot  ein historisch bedeutendes Erbe trägt, das während des Erdbebens von 2015 ziemlich zerlegt wurde: Es war die letzte Hauptstadt des Eroberers und ersten Königs Nepals, bis dieser Kathmandu  eroberte und Nepal  vereinte...

 

Sehr schnell sehen wir, dass die Wiederaufbauarbeiten noch in vollem Gange sind: Einige - man muss sagen im Ausmaß riesige - Gebäude sind eingefasst von Bauplanen, andere stehen, wie kurz nach dem Erdbeben vorgefunden, noch arg ramponiert und abgezäunt an Ort und Stelle. Wir sehen sie nur durch Lücken im Bauzaun mit ihren Rissen in den Wänden, den eingefallenen Giebeln oder dem teils abgedeckten Dach. Wir sehen aber einen riesigen Trupp von Arbeitern und lesen auf Schildern, dass diese ansonsten schöne und sehenswerte Anlage gerade jetzt von einer chinesischen Expertengruppe restauriert wird - und zwar von derselben, die auch schon in Kathmandu  den Durbar Suqare  wieder hergerichtet hatte... China  macht sich hier gerade viele Freunde - auch so geht Außenpolitik! 

 

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Eines der eingepackten historischen Gebäude wurde gerade ab- und nun wieder aufgebaut... Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Die Strukturen müssen hier - wie wir später in der Farm erfahren - mühsam Stein für Stein erst abgebaut und dann wieder errichtet werden. Es ist zwar wenig vollständig zu Bruch gegangen hier, aber die Strukturen haben fast allesamt ihre Stabilität und Statik verloren... Ein Teil der Anlage ist schon wieder hergerichtet - wie auch die einfachen Häuser der Dorfbewohner, sowie zahlreiche Guesthouses und kleine Einkaufsläden wieder stehen - also Möglichkeiten zum Einkommenserwerb. Wir schauen uns um und sind mit dem zu besichtigenden Areal, das man diesem Dorf in der Dimension nicht zugetraut hätte, schnell durch: Ein wunderschöner Shiva -Tempel ist zu besichtigen, kleinere Neben-Tempel und schöne Newar - Gebäude - sie alle liegen atemberaubend an der Kante des Bergrückens, von wo aus man sicher einen schönen Blick in das Tal hätte... Ich will mich nicht wiederholen!

 

Viel spannender ist für uns ohnehin unser Spaziergang durch das insgesamt recht verschlafene und ein wenig uninspiriert wirkende Dorf, das uns ins ländliche und insgesamt sehr ärmliche Nepal  führt... Man kann nur hoffen, dass mit der Fertigstellung der historischen Anlage Nuwakot  wieder mehr vom Tourismus profitiert und diese Chance oder irgendein anderer inspirierender Gedanke dieses Dorf zum Leben erweckt... Gegenwärtig ist hier der Hund begraben und die Hühner beten zu den Göttern! Also wie geschaffen für unseren Plan, einfach mal nichts zu tun...

 

Hier ein paar Impressionen vom Durbar Square Nuwakots  und dem Dorf, dessen atemberaubende Lage zu anderern Saisonzeiten sicher einen großen Reiz hat:

 

Impressionen von Nuwakot und seinem Durbar Square... Nuwakot, Nepal (Fotos Jörg Schwarz)

 

Unsere Tage auf der Farm jedenfalls - umgeben von dieser ländlichen Idylle - enden gut gechillt und weitgehend glücklich, wären da nur nicht diese kleinen, beinahe unsichtbaren Sandfliegen-Biester aufgetaucht, die mir beim Lesen und am Notebook in der Hängematte unbemerkt und leider erst bei der Abreise spürbare, langwierige und sagenhaft juckende Bisse an Unterarmen und Ohrläppchen (!) hinterlassen hätten... Da ich bei diesem Juckreiz jede Disziplin verliere und meinen Widerstand gegen das Kratzen aufgebe, gewinne ich gerade keinen Schönheitswettbewerb. Leute, mein Ohr sieht aus... Ohne Worte! 

 

Nuwakot, mehr noch ein Aufenthalt auf der Famous Farm, können und wollen wir gleichwohl wärmstens empfehlen! Auch wenn "da ja nichts ist", wie ein Freund immer so schön sagt, kann man auf der Farm ein paar sehr schöne Tage in der bergigen, nepalesichen Natur und ländlichen Idylle verbringen, die Seele in newarischem Flair baumeln lassen und ganz sicher auch mal irgendwann die Aussicht von diesem schönen Hügel in den Himalaya  genießen - oder man fährt von hier aus gleich direkt zum Langtang-Nationalpark,  ein paar Stockwerke höher... Der Durbar Square  wird wieder auferstehen und ganz sicher auch wieder Leben in den Ort zaubern.

 

Aber schützt Euch vor diesen Biestern! 


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In der Altstadt beim Museum... Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Der verehrte König Prithvi Narayan Shah als Statue vor dem Gorkha-Museum... Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Und die stets von unten nach oben aufsteigende Hauptstraße - der "Bazaar" - von Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Auf der Suche nach den weißen Gipfeln - Chance Nr. 2: Gorkha

 

Nicht gerade ein Sahnestückchen... Unser Hotel 

Erneut mieten wir einen Fahrer, da der Transfer mit Bussen von hier nach Gorkha - unserem nächsten Ziel - wegen der Umsteigerei ein wenig stressig erscheint. Wir fahren unseren Berg herunter und von jetzt an stets dem wunderschönen Trishuli River - Flusslauf und seinen teils steil und schluchtenartig aufsteigenden Uferzonen folgend, auf einer recht guten Straße - bis zum Kathmandu - Pokhara-Highway. Dann wird die Straße desaströs und eine chaotisch anmutende Blechlawine schiebt sich von hier bis zum Abzweig nach Gorkha. Kein schöner Ritt durch tiefe Schlaglöcher und stinkenden Smog, ständiges Kurven und Bremsen und dem permanenten Hupen und Tröten beinahe aller Verkehrsteilnemer... Wir lassen uns also ganz schön durchschütteln und der Kopf wird dumpf...

 

Irgendwann jedenfalls - unsere Fahrt dauert gute 2,5 Stunden - ziehen wir wieder steil die Bergkuppe nach Gorkha  hoch, winden uns durch die Serpentinen und halten zu unserer Überraschung mitten an der most busy road of the city... Das Hotel hat eine völlig falsche Ortsangabe gemacht und ist auch ansonsten kein Schmuckstück mehr. Wir erfahren in den kommenden - zum Glück nur 1,5 Tagen -, dass das eigentlich mit schönen Terrassen und in ganz netter Lage am Hang ausgestatte Haus - altehrwürdig und berühmt - 45 Jahre seinen Dienst am Platze geleistet habe... Wir sehen aber auch, dass es ziemlich heruntergewirtschaftet hat und die erwartete Performance nicht im Mindesten auf die Platte bringt... Ich erspare Euch die Details, frage mich aber, wie man ein so ansprechendes Haus mit gutem Ruf so verkommen lassen kann... Dazu fällt jeden Abend mehrfach - allerdings im gesamten Viertel - der Strom aus, irgendwie ist der Wurm drin.

 

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Unser Hotel von der Rückseite aus... Hier haben wir noch gedacht - "ganz nett!" Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Exotische Gewürze und landwirtschaftliche Produkte in den Auslagen... Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Es ist Brauch in Nepal sich in traditionelle Kostüme zu werfen und sich damit abzufotografieren... Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir laufen die City ab, was zunächst eine sich lang und von unten nach oben windende, recht uninteressante Bazaar - Straße bedeutet und oberhalb - erneut über einen steilen Anstieg erreichbar - in einer sehr kleinen Altstadt mündet, in der auch der "untere Palast" - der "Obere" steht ja hoch oben auf dem Berg über der Stadt -, das heutige Gorkha-Museum steht. Da wir gerade für heute nichts anderes planen, besuchen wir das Museum, das - wie könnte es anders sein - ein newarischer Prachtbau ist, ansonsten aber kaum sehenswerte Objekte noch eine inspirierende oder spannende Geschichte zu erzählen weiß - und durchstöbern noch ein paar eher nichtssagende Straßenzüge hier... Man muss schon sagen: Gorkha - wir sehen neben uns in den 1,5 Tagen nur vielleicht drei, vier weiter Touristen in der Stadt - begegnet uns doch recht spröde und wenig attraktiv und so richtig willkommen fühlen wir uns nicht... Und zur Frage der Sichtverhältnisse: Seit wir hier sind ist es trüber denn je und der Dunst verhindert jeglichen Weitblick... Heute Nacht wird es richtig gewittern und regnen... 

 

Jetzt haben wir aber Hunger und vielleicht ist ja das ein Kapitel, mit dem diese Stadt glänzen kann?! Wir suchen lange und wir suchen inzwischen auch systematisch und müssen festhalten: Kein einziger Laden hier hat uns irgendwie angesprochen... Das passiert uns selten. Wir probieren es hier und da nochmal, nein! Ins eigene Hotel? - Definitiv nein! Bleibt ein teures, unansehnliches Garden Hotel  ganz in der Nähe, von dem es heißt, dass das Restaurant ganz gut sei... Wir brechen also mit allen unseren Prinzipien, weil wir unseren Hunger kaum noch aushalten und bestellen aus einer vielversprechenden, üppigen Auswahl zwei einfache, wirklich einfache Gerichte... Heidewitzka, aber was ist denn das? Fremdscham stellt sich ein! Immerhin sind wir satt und trinken noch ein kaltes Bier zum Abschluss unseres durchwachsenen Ankunftstages... 

 

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Das Gorkha-Museum von Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Eine Stadt hinter der Monarchie - auf zum Palast der Affen

Wir schmeißen uns also am nächsten Tag auf den eigentlichen Grund, warum wir hier sind: Wir wollen den vielleicht 45 - 60 Minuten dauernden, steilen Anstieg zum "Upper Palace" laufen, der für uns nur ein Mittel zum Zweck darstellt, um von hier oben auf die Himalaya - Bergkette zu blicken. Das Palastareal stellt sich aber als interessanter heraus, als wir geglaubt haben... Außerdem hatte es ja gestern Nacht viel geregnet und die Luft ist klar, die Sonne scheint - unsere Chancen auf eine gute Sicht auf weiße Gipfel scheint gegeben... Um es kurz zu machen: Pustekuchen! Wir werden auch heute nur in eine graue Wand schauen...

 

Der Aufstieg aber ist spannend, denn wir laufen - früh am Morgen - durch ein interessantes Wohngebiet und erleben einen typischen Start in den Tag in Nepal: Mütter bringen ihre Kinder - uniformiert, wie sich das für Asien gehört - in die Schule, kleine Tiendas verkaufen Rotis  oder Pakoras, einige putzen sich noch im Schlafanzug die Zähne auf der Straße, wenn sie nicht mit der Schöpfkelle und dem um den Körper gewundenen Sari im Garten duschen... Eines haben alle gemeinsam: Sie staunen über diese Fremden, die hier heute den Berg hinauflaufen, obwohl man doch fahren könnte, und schon auf den ersten Metern nassgeschwitzt sind... Inzwischen hat sich uns ein "Guide" - das sagt er natürlich nicht - angeschlossen, der sein eigenes Engagement wirklich ganz geschickt einfädelt: Er spricht uns freundlich an, stellt belanglose, intelligente Fragen und wir kommen - zwangsläufig und obwohl wir wissen, wohin das führt - irgendwann gemeinsam oben an. Inzwischen hat der uns hier so Vieles erklärt und wir haben ihn nicht schroff abgewiesen, was wir hätten sonst wohl tun müssen, um ihn loszuwerden, so dass wir uns kampflos fügen und das Engagement akzeptieren: Er ist wirklich nett und ein ganz angenehmer Gesprächspartner... 

 

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Doch, sehr wohl: Die Sonne scheint und es ist warm... Gorkha, Nepal im März 2026 (Foto Jörg Schwarz)
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Die Treppe ist doch ziemlich steil... Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Ganze Affenhorden haben hier das Kommando über den Palast übernommen... Gorkha, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Und er steht für die Monarchie, wie sehr viele unserer Gesprächspartner hier in Gorkha... Natürlich spreche ich ihn auf die Wahlen an und den möglichen neuen Staatschef Nepals, doch davon will er noch nichts wissen: Das sei noch keineswegs ausgemacht, sagt er und hält sein Pladoyer für die Monarchie und die Rückkehr des Königs. Früher sei doch alles besser gewesen, sagt er und kommt auf den Punkt: 116 Personen aus Gorkha  - unter anderen seine Eltern - haben hier, er zeigt auf den Palast  über uns, vor 2008 im längst vom König verlassenen Gebäude gearbeitet und von dieser Arbeit gut gelebt, heute hausten hier allein die Affen... Aus dieser, seiner sehr persönlichen Perspektive, kann man seine Ablehnung der Demokratie womöglich nachvollziehen - seine Familie und sicher auch seine Stadt gehören offenbar zu den persönlichen Verlierern dieser politischen Wende... 

 

Wir laufen nun das Areal des Palastes  ab, das hier oben auf einem spektakulären Bergrücken zu zwei Seiten steil abfällt und weite Blicke in die Landschaft zulässt, wenn , ja wenn... Der Nebel und so... Da hinten wären sie ansonsten gestanden: Der Himal Chuli, der Manaslu  und all die anderen Riesen, wie er an den Fingern aufzählt... Er berichtet nun und zeigt uns seit Erreichen des Palastes  das überall auf dem Aufstiegsweg sichtbare Blut auf dem Boden, das im Rahmen einer Prozession hier erst vorgestern verschüttet wurde... Im Rahmen eines feierlichen, aus unserer Sicht ziemlich blutrünstigen Rituals, habe man hier - wir stehen jetzt vor dem ebenfalls blutverschmierten Tempelaltar der Göttin Kali, vor dem Palast - der Göttin Ziegen und Hühner und Gott weiß was noch alles in Mengen geopfert... Die Göttin ist eine verehrte, aber eben auch durstige Göttin und hier wird das wahrhaftig umgesetzt - bevor man eben selbst das Opfer wird, gibt man lieber das Blut der Tiere... Hier ein paar Impressionen vom Palastareal, das heute vor allem von Hinduisten für religiöse Prozeduren genutzt zu werden scheint (alle Fotos Jörg Schwarz):

 


Auf der Suche nach den weißen Gipfeln - Chance Nr. 3: Bandipur

 

Endlich mal wieder eine pittoreske Altstadt, lebendig und mit Anspruch - Bandipur

Von Gorkha  aus mieten wir ein ganz normales Taxi und einen sympathischen Fahrer, der uns erst mal seine beiden Restaurants und seine Familie vorstellt... Er hat nur einen kleinen Wagen, fährt daher langsam und vorsichtig und kommt damit unseren Bedarfen an die kurvige Strecke sehr entgegen. Dazu unterhält er uns mit einem wirklich witzigen Englisch, zu dem er selbst immer wieder lachen muss - ein Goldstück! Dieser Teil der Strecke ist auf dem Highway aber ohnehin gut ausgebaut, sodass wir eine gute Fahrt haben. In nur 1,5 Stunden fahren wir in den kleinen aber feinen Ort Bandipur ein, der wiederum auf einem wundervoll begrünten und terrassierten Bergrücken liegt, herrlich zerklüftet ist und eine wirklich sehr sehenswerte, traditionelle und autofreie (sic !) Altstadt sein eigen nennt. 

 

Diesmal haben wir eine schöne und saubere Unterkunft, haben familiären Anschluss und fühlen uns vom ersten Moment an wohl. Unser Gastgeber erläutert uns das Haus, die Umgebung und hat ein paar Tipps für die Region zur Hand... Obwohl auch hier bei unserer Ankunft - es ist kurz nach Mittag - bereits wieder die Sonne hinter diesigen Wolken verschwindet - was das für die Sichtverhältnisse bedeutet, muss ich ja nicht eigens erwähnen -, machen wir uns gleich auf den Weg in den pittoresken Ort. Zwei zerbrechlich wirkende Kinder im Alter von vielleicht 4 und 5 Jahren begegnen uns auf unserem Weg in die Stadt ein erstes Mal direkt hinter unserem Haus und werden uns nun täglich begegnen: Sie lieben es von mir durch die Luft gewirbelt zu werden und können es gar nicht erwarten uns jedesmal wieder heimkommen zu sehen... Sie scheinen ansonsten im Leben wohl nicht allzuviel zu lachen zu haben und fragen stets nach einem Dollar - ein wenig pflichtschuldig gegenüber den eigenen Eltern, nehme ich an, denn der ist ihnen letztlich egal, wenn sie fliegen können... 

 

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Bandipur ist umgeben von begrünten Terrassen... Bandipur, Nepal (Nepal)
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Aus vielen Unterkünften blickt man in die Abgründe und Einschnitte der Stadt... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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In der kleinen ansehnlichen Altstadt von Bandipur herrscht Betrieb... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir schlendern also durch die Altstadt, zu der wir entlang zahlreicher Guesthouses, Hotels aber auch einfacher Landhäuser der Bewohner Bandipurs gelangen. Sie alle haben in irgendeine Richtung fabelhafte Ausblicke. Wir erleben eine gut gepflegte, fast schon mit zu vielen touristischen Einrichtungen ausgestatteten "Stadtkern", wenn man denn Bandipur  schon als Stadt bezeichnen mag... Der Ort ist wunderhübsch, verfügt über viele traditionelle Häuser mit teils bewachsenen Balkonen und das Angebot an Restaurants, Cafés und kleinen Verkaufsständen ist überbordend. Dass hier kein Moped fährt ist ein Segen! Läuft man in diese alten Gemäuer hinein und hindurch, findet man sich auf Balkonen mit atemberaubenden Ausblicken auf das zu Füßen Bandipurs  sich ausdehnende Tal wieder, in dem wir Felderwirtschaft, kleine Dörfer und Gehöfte sehen. Hier lässt man sich gernn nieder, denn man kann sich mit dem Blick in das Tal, vom Trubel der "Hauptstrasse" abgeschirmt, gut entspannen und die Seele fliegen lassen - aber wir haben ja auch unseren eigenen Balkon vor dem Zimmer...

 

Zum Spezifikum in Bandipurs "Innenstadt" gehört es, dass sich zahlreiche einheimische Reisende oder ganze Gruppen mit üppig ausgestatteten und traditionellen Trachten und Kleidern schmücken, um sich fotografieren und in Szene setzen zu lassen... Posen gehört hier also klar zum Stadtbild und wir sehen zu, dass wir vorbeikommen. Ich weiß aber, dass ich auf mindestens einem getanzten Bharatanatyam, eine von mehreren verkleideten Frauen getanzte, Bollywood -like Tanzperformancedas Sahnestückchen im Hintergrund bilde... Vielleicht werde ich ja berühmt!

 

Impressionen aus Bandipur, Nepal (Fotos Jörg Schwarz) - zum Vergrößern anklicken!

 

Der fabelhafte Hike zum Magar-Dorf Ramkot - und eine Überraschung

Wir genießen ein wenig das hiesige Dorfgeschehen, erkunden alle Winkel der Stadt und ich erhole mich noch einen Tag von meiner unangenehmen  Magenverstimmung. Zwar haben wir die Hoffnung auf die strahlend weißen Gipfelketten der hiesigen Himalaya-Berge  noch nicht restlos aufgegeben, aber angesichts der heute abend mal wieder dunklen Wolken hier - ein paar Tropfen gehen nieder, es donnert zwei, drei Mal - legen wir unseren Traum doch erstmal ad acta. Vielleicht dann in Pokhara?!  Vielleicht ist aber auch einfach keine Saison... Morgen jedenfalls soll die Sonne scheinen, wir beschließen einen kleinen Vormittags-Hike zu dem kleinen Magar - Dorf Ramkot, das hier gute zwei Stunden entfernt irgendwo da hinter den Bergen liegen soll... Kurz stutzen wir, denn man berichtet uns, dass erst vor "2 Wochen" hier, unmittelbar hinter unserem Haus, auf dem Sportplatz, ein ausgewachsener Leopard  gesichtet wurde, der wohl aus dem zur anderen Seite hin gelegenen Nationalpark  hier herauf gekommen sei... Schluck! Machen wir trotzdem...!

 

Gesagt getan, machen wir uns am nächsten morgen schon früh auf den Weg, trinken noch einen richtig guten Kaffee beim Kaffee-Spezialisten und laufen aus der Stadt hinaus, wie wir einst in sie hinein gekommen sind, suchen den Einstieg in den Berg, der eine unbefestigte kleine Schotterpiste sein soll. Gerade als wir uns in der schönen Landschaft umschauen und in das Tal auf der Flusseite blicken, trifft uns der Schlag! Vor uns liegt im gleichwohl diesigen Licht der inzwischen aufgegangenen Sonne ein atemberaubender Streifen Weiß in der Landschaft... Da liegen sie endlich sichtbar vor uns: Die verschneiten Gipfel des Himalaya!  Unser Herz geht auf! Wie nah sie sind! Wie imposant sie sind! Wie wunderschön sie sind... Im strahlend hellen Dunst liegen vor uns der Himal Chuli, der Manaslu, der Kang Guru... Wie konnte das passieren...? Es muss nicht eigens erwähnt werden, dass die Kamera nicht mehr still steht. Aber: Während das menschliche Gehirn seine Rechenleistung auspackt und den menschlichen Wahrnehmungssinn durch allerlei Optimierung unterstützt, so dass wir den Berg und seine Kontraste durch den Dunst klar sehen können, versagt die Kamera bei diesem Vorhaben kläglich... Sie hat halt kein Gehirn...

 

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Da! Ganz da hinten...! Also wir sehen ihn klipp und klar! Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Für uns ist damit der Tag schon mal gerettet, aber es wird noch deutlich besser... Die weißen Gipfel verschwinden nun für uns zunächst aus dem Blickfeld, denn es geht für gute zwei Stunden rauf und runter, vorbei an bewaldeten Bergen, felsigen Steilwänden zur Rechten und immer mit einem fabelhaften Blick in den hunderte Meter unter uns liegenden Tal zur Linken. Die Landschaft ist famos und der Weg klasse zu laufen, wir kommen schnell in unseren Rhythmus und genießen die Wanderung. Irgendwann erreichen wir Ramkot, eine Schule taucht unter uns auf - winkende Kinder -, ein Bagger richtet eine Straße weit entfernt und die ersten Häuser stehen nun am Wegesrand, der jetzt noch einmal über felsige Stufen steil ansteigt und uns schwitzend nach oben katapultiert: Ramkot  liegt traumhaft schön - wie könnte es anders sein - an eine Bergkuppe geschmiegt auf einem Bergrücken... 

 

Die ersten Magar - sie erscheinen uns nochmal kleiner als die Newar und tragen, sofort sichtbar, andere Kleidung als diese in Bandipur, - begegnen uns unheimlich freundlich: Namasté  aus allen Richtungen, gegenseitiges Lächeln und Begrüßen - wir fühlen uns sehr willkommen. Die Häuser des Dorfs liegen eng beieinander, man rückt sich auf die Pelle hier... Kleine Wege führen rauf und runter, an den Häusern vorüber und in diverse Richtungen. Sofort erkennen wir die Besonderheit bei der Lagerung von Mais: Sie werden oberhalb der Erde, auf Pfählen, in hoch gelegenen offenen Behältnissen gestapelt; voraussichtlich, um sie vor Mäusen o.ä. zu schützen - wir sehen sie jetzt vor jedem Haus. Ein wirklich nettes, einfaches, aber schönes Dorf breitet sich vor uns aus, wie man sich ein ideales Dorf eben so vorstellt. 

 

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Der Weg ist zu Fuß ideal zu laufen... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Je höher wir kommen, desto felsiger wird es... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Wir holen gleich zwei Niederländer ein, die wir heute noch öfter sehen werden... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Wir laufen zum selbsternannten "Kulturhaus" einmal quer durch das Dorf, dann empfängt uns bereits ein freundlicher Mann mittleren Alters und bietet uns etwas zu trinken an. Auf einer eigens errichteten Plattform - wir haben eine fantastische Aussicht auf das noch immer wolkenfreie Himalaya-Massiv - ruhen wir uns bei Getränken aus und kommen ins Gespräch: "Dies ist ein Magar - Dorf", sagt er, "wir leben - anders als die Newar  in Bandipur - lieber als kleine, aber eng verbundene Dorfgemeinschaft und für die Landwirtschaft - wir mögen lieber Bauern sein..." Das Dorf beherbergt ggw. etwa 300 Menschen, erzählt er, "wobei viele von uns im Ausland Geld verdienen..." Er gibt uns eine Reihe von interessanten Einblicken in die Bedingungen vor Ort und führt aus, dass es hier völlig normal sei, dass, wenn nicht hier auf den Feldern, man zum Arbeiten - wie früher - nach Malaysia (Fabrikarbeit) oder - wie aktuell - nach Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate  gehe... 

 

Mir kommt der Gedanke absurd vor, dass diese freundlichen, aber einfachen Menschen aus diesem Ort in Größenordnungen in andere Länder verschifft werden (während die Malayen diesen Transfer wenigstens bezahlt haben, tun das die Kataris offenbar nicht), um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen (ein Vielfaches dessen vermutlich, was hier halt verdient werden kann, zudem erntet man hier offenbar Anerkennung und Achtung)... Ich verstehe aber, dass sich die Magar  bereits traditionell in den Armeen Englands  oder Indiens  verdingten (während der Zeit des britisch-indischen Protektorats) und schon damals für lange Zeit aus dem Dorf weg waren und zugleich Ruhm un Ehre in ihren Dörfern erwarben. Wir recherchieren im Nachgang ein wenig: Die Magar  sind eine der größten ethnischen Gruppen Nepals  und gehören zu den indigenen Völkern der Mittelgebirge (Middle Hills) NepalsMagar - Fürstentümer beherrschten lange Zeit große Teile Zentral- und Westnepals und dienten - wie ausgeführt - in den berühmten Gorkha - Regimentern, was die ethnische Identität bis heute prägt und einen großen Stolz bedingt. 

 

Bandipur Ramkot Nuwakot Kathmandu Patan Nepal Lalitpur Bhaktapur Fotographie Reiseblog Reisereportage Spurenwechsler Reise Urlaub Städtetrip Geheimtipp slow travel Backpacker
Das hiesige Himalaya-Massiv im dunstigen Schleier von Ramkot aus... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Man hat ein paar Fotos auf Papier gezogen, die hier ausgestellt werden, um die Kultur der Magar näher zu bringen... Ramkot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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"Unser Mann" hat die einzige Maschine des Dorfs, mit dem Getreide gemahlen werden kann... Ramkot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Die klassischen Magar - Dörfer, wie dieses hier in Ramkot, haben einige Unterschiede zu anderen Volksgruppen Nepals  zu verzeichnen: So sind sie typischerweise deutlich egalitärer organisiert als das für die übliche nepalesische Gesellschaft bekannt ist. Sie verfügen nicht über das starre Kastensystem beispielsweise der Hindus und sind mit ihren ländlich geprägten Lebensweisen durchaus im Reinen, ja sie betonen dieses Leben sogar selbstbewusst: Vor allem der Aspekt eines stark gemeinschaftlich ausgerichteten Dorfcharakters, in dem identitätsstiftende Feste organisiert und gemeinschaftliche Arbeit im Zentrum stehen, vernehmen wir auch bei unserem Gespräch in Ramkot  häufiger... Bei unserem Spaziergang durch das Dorf sehen wir tatsächlich Arbeitstrupps gemeinsam in die Felder laufen oder Frauengruppen, die gemeinsam Grünzeug für das Vieh besorgen...

 

Sie sprechen verschiedene Magar - Sprachen, die zu den tibeto-burmanische Sprachfamilien gezählt werden, viele sprechen heute aber auch Nepali. Anders als beispielsweise die Newar, pflegen die Magar  bis heute eine interessante Mischung aus animistischen Praktiken, Ahnenkult und einzelnen überkommenden Hindu-Einflüssen. Hier in Ramkot  selbst gibt es noch einige Reminiszenzen zu den traditionellen Lebensweisen der Magar zu sehen, was den Ort für Ethnologen interessant macht: Magar  bauten früher runde Häuser aus Lehm oder Stein mit einem Strohdach, in dem nicht nur geschlafen, sondern auch gekocht wurde - diese ursprünglichen Häuser waren an das Klima hier hervorragend angepasst. Ein solches Rundhaus existiert hier noch, wenngleich nur noch eines, was durchaus als kulturelle Besonderheit gelten kann. Auch Magar - Traditionen werden in der Region noch umgesetzt, so werden etwa Tänze - Ghatu, Sorathi, Chutka (?) - noch gepflegt, die Teil ritueller oder festlicher Aufführungen sind - wir sehen sie auf den besagten Bildern im kleinen "Museum"... (Informationen entstammen zum Teil chatgpt).

 

 

Definitiv ein sehr interessanter Einblick in eine ländliche Kultur, mit dem Besuch freundlicher Menschen in einem sehr gepflegten Dorf. Man hat das Gefühl, dass das Leben hier durchaus anstrengend und hart sein kann, das hier aber das Leben auch noch sehr in Ordnung ist...

 

Bandipur und das Khaja Café - sehr empfohlen!

Wir machen uns irgendwann auf den Rückweg, ohne ein letztes, atemberaubendes Staunen über das Himalaya-Massiv  von hier oben mitzunehmen und laufen denselben Weg zurück, den wir gekommen sind. Kurz vor Bandipur  besteigen wir noch die "Kleine Chinesiche Mauer", den Aussichtsberg Bandipurs, und genießen noch einmal die in alle Richtungen gehende Weitsicht des heutigen Tages. Noch wissen wir nicht, dass der morgige Tag noch klarer und schöner sein wird... 

 

Noch eine Besonderheit bietet der Ort: Es verfügt über ein lokales Restaurant, das wir hier besonders hervorheben möchten: Es wird nicht nur von einer ausgesprochen freundlichen Familie geführt, sondern hat fantastische Snacks und stets frisch zubereitete Gerichte im Angebot, die uns sehr gefallen haben. Auch heute landen wir wieder hier: Das Khaja Café!  Wir bestellen - wie jetzt jeden Tag: Dahi Puri  - knusprige frittierte Teigbällchen, gefüllt mit Kartoffeln, Kichererbsen, Zwiebeln, verschiedenen Chutneys und reichlich Joghurt - oder Aloo Tikka Chaat - eine Mischung aus frittiertem Teig, Kartoffeln, Joghurt und einem Tamarinden-Chutney mit einem unfassbar leckeren süß-sauer-würzigen wie knusprigem Geschmack... Aber wir greifen auch gern bei den Pakora Chaats oder diesen echt leckeren Sandwiches mit gebratenem Gemüse und geröstetem Panneer-Käse zu... Kulinarisch ein richtig spannander Laden, der so viele kleine Leckereien zum Probieren bietet und echt feine Menschen, die das charmant kredenzen! Danke!

 

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Zum Hinknien: Dahi Puri - ein Snack-Klassiker in Indien/Nepal/Bangladesch... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Aloo Tikka Chaat in der Version des Khaja Cafés, Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
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Das kleine aber feine Khaja Café von Innen... Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)


Empfehlungen

 

Nuwakot

 

Unterkunft

Wir empfehlen für einen entspannenden und chilligen Aufenthalt auf dem nepalesischen Land mit allen möglichen Annehmlichkeiten und herausragendem Weitblick (saisonabhängig) sowie mit gutem Anschluss an die Region des Langtang: 

  • Famous Farm Nuwakot (Rural Heritage Accommodations), Nuwakot,Trisuli 44900, Nepal, +977 976-1729881. Um aber allen Irritationen vorzubeugen: Dieses Haus steht auf einer Farm, wird bewirtschaftet und wird zudem von anderen Farmen umgeben, sie ist aber bereits ein recht luxuriöser und komfortabler Farmstay! Wir fanden das wirklich sehr charmant hier, auch wenn man auf das Daal Bhat  schon mal ne Stunde wartet, vor allem das üppige Frühstück erfüllt Träume und auch sonst arbeitet man hier mit Leuten aus dem Dorf, die noch teils den Charme des Lernenden versprühen und denen man manches verzeiht... Aber der Chef ist hochprofessionell und ein witziges Kerlchen, man fühlt sich hier in guten Händen!
  • Nur eine Warnung: Man sieht sie kaum, sie sind winzigst und stechen/beißen gleichwohl wie die Großen: Mini-Sandfliegen! Nach 10 Tagen habe ich nach wie vor juckende, nestelnde Pusteln an Unterarmen und Ellenbogen sowie ein weitgehend zerstörtes Ohrläppchen... Bitte einsprühen!

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Speisen

  • Gegessen haben wir in Nuwakot  an den drei Tagen nur in der Farm: Wir haben anderswo besser gespeist, aber die Qualität ist gleichwohl O.K. Vor allem das Frühstück ist super!
  • Man hat die Möglichkeit in einzelnen sehr einfachen und menschenleeren Restaurants beim Durbar Square  zu essen...

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Allgemeines

  • Sofern die bald wiederhergestellten historischen Gebäude in Nuwakot  den Tourismus hier wieder beleben, ist ein Abstecher - insbesondere in die Famous Farm - immer eine richtige Entscheidung.
  • Es macht sehr viel Spaß in das Dorf zu laufen, sich mit der Geschichte des Orts und dem Durbar Square  zu befassen, die ländliche Umgebung von Farm zu Farm zu erwandern oder - bei besseren Sichtverhältnissen - die extreme Aussicht auf die Gipfelkette des Himalaya - unter anderem von einer Aussichts-plattform - zu genießen. 
  • Nuwakot  ist von Wald umgeben, man sollte hier die Gelegenheit nutzen und sich in der schönen Natur bewegen - es sind einzelne Wege ausgewiesen... 
  • Der Trishuli-Fluss, der im Tal fließt, ist zusammen mit der ihn umgebenden Landschaft wunderschön und hat uns gefallen, auch der Abstecher in den Langtang-Nationalpark  ist von hier aus ohne weiteres möglich und ratsam, wenn man an die Gipfel der großen Berge tatsächlich herankommen mag... Nuwakot  wird von vielen Reisenden der Langtang - Region gern als Zwischenstop genutzt.
  • Ausflüge und Trips in die Umgebung organisiert man in der Farm gut und gern!

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The Famous Farm, Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
The Famous Farm, Nuwakot, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Gorkha

 

Unterkunft

Machen wir eigentlich ja nicht, aber heute wollen wir ausdrücklich einmal den Negativfall beschwören: Geht nicht ins Hotel Gorkha Bisauni! Sucht Euch was anderes... 

 

Vielleicht versucht Ihr mal das Chhen bed & breakfast, das mit dem u.a. Café zusammenhängt... Was uns allerdings stutzig gemacht hat: Beides gehört auch irgendwie zum Hotel Gorkha Bisauni... 

 

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Speisen

 Es gibt eine einzige Alternative, die wir empfehlen können:

  • Das Cake Mystery Bakery Cafe - Best Bakery in GorkhaBazaar Gorkha Bank Road, Gorkha 34000, Nepal,  ist nicht nur Bakery, sondern hat auch eine ausgezeichnete Speisekarte und netten Service - wir haben hier nicht nur gute Lassies, sondern auch bspw. ein leckeres Keemy Chicken Noodles  bekommen... 

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Allgemeines

  • Gorkha  ist definitiv keine chillige Wohlfühlstadt, nur sehr wenige Touristen halten sich hier auf... Es gibt eigentlich auch keine Wohlfühllokale etc., noch besonders ansteuerungswürdige Hotels - wir haben echt gesucht... Vielleicht ist die Stadt ja für den ein oder anderen genau deswegen interessant? 
  • Wir waren zwar im Museum von Gorkha, was zugleich die Besichtigung des Unteren Palastets der früheren Könige bedeutet, allerdings ist das Museum jetzt kein burner... Das Haus steht in einem ausgedehnten Park, der begangen werden kann...
  • Empfehlenswert ist allein der Aufstieg (45 - 60 Minuten) auf anstrengenden, schweißtreibenden Treppenstufen von der Altstadt durch die Außenbezirke der Stadt hindurch, zum Upper Palace... 
    • wir empfehlen es am früheren Morgen zu tun, wenn die Kieze um den Weg herum erwachen - das ist spannend...
    • Der Palast ist heute vor allem als religiöses Ereignis interessant, da hier zahlreiche Tempel stehen, deren Göttern Einheimische regelmäßig zeremoniell opfern... Vor allem die blutrünstige Kali  ist hier womöglich interessant...
    • Affenhorden tummeln sich hier und die Umrundung des Palastes bietet tolle Höhenerfahrung und Weitsicht in alle Richtungen und damit - bestenfalls - auch in die weiße Bergkette des Himalaya
    • Die Verwinkelungen des Palastareals sind schon sehr nett und das Ereignis lohnt sich... 
  • Wer wenig Zeit hat und zwischen mehreren Alternativen entscheiden muss: Gorkha  ist aus unserer Sicht kein Muss!

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Das schöne Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
Das schöne Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

 

Bandipur

 

Unterkunft

Sehr empfehlenswert ist das 

  • Hotel Aagaman - Best Family Hotel in Bandipur, Tundikhel Rd, Bandipur 33904, Nepal, ganz in der Nähe des Sportplatzes, von dem aus wunderbare Aussichten auf den Himalaya und die Gipfelkette besteht... 
    • Das Haus ist von freundlichen Menschen - einer kleinen Familie (Newari/Nepali) - gut geführt, ein Restaurant und gepflegte, wenngleich nicht besonders große Zimmer auf mehreren Ebenen direkt am Hang und mit guter Aussicht sind Standard.
    • Es kann etwas hellhörig sein, Ohrenstöpsel sollten Teil des Wohlfühlfaktors sein...
    • Es ist lediglich ein interessanter 5 Minütiger Weg zur City zu laufen, in der es lauter und lebendiger zugeht, als beim Hotel, das in einer ruhigen Gegend liegt...

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Speisen

Wir haben herausragend gut hier gegessen: 

  • Khaja Cafe, nahe des Buspark, Bandipur 33904, Nepal.
    • wirklich eine tolle Karte mit zahlreichen satt machenden, richtig guten und jederzeit frisch zubereiteten Snacks, Speisen, Getränken... 
    • Empfehlungen haben wir im Text bereits gegegben...
    • Toller familiengeführter Laden, der auch sauber gehalteen wird... Extrem charmant, immer freundlich und nett!
  • Sehr schön zum Sitzen auf den nach hinten heraus gehaltenen Balkonen mit zudem guten Speisen und Getränken ist auch das Hotel L' Himalaya, direkt in der Altstadt: Dumre-Bandipur Rd, Bandipur 33904, Nepal! 
  • In diese Kategorie gehört auch das Café Red Castle, zwei Häuser weiter...
  • Unseren frühmorgendlichen, sehr guten Kaffee, hatten wir immer im guten ISYA Coffee-Shop, im Knick der Altstadt  zum Busbahnhof:  Bandipur 2, Bandipur 33904, Nepal.

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Allgemeines

  • Bandipur ist zunächst als kleine Stadt mit der einzigen autofreien Innenstadt Nepals (?) ein Schmuckstück an sich, das noch durch ihre Lage und die schöne Bausubstanz bestechen kann - absolut besuchenswert und gechillt.
  • Sie bietet das Potenzial für Wandern: 
    • ein kleiner Spaziergang ist der Aufstieg zur "Kleinen Chinesischen Mauer", die man bestenfalls von der Straße Richtung Ramkot  aus besteigen sollte... Am Busbahnhof vorbei, raus aus der Stadt und recht bald Links halten, die sandige Straße in Richtung Ramkot einschlagen...
    • wer diesen Aufstieg schon mal gemacht hat, hat sich den noch steileren und schwierigeren Aufstieg auf den Thani mai/Purankot - Aussichtspunkt erspart, denn beides geht ineinander über... Von hier hat man wunderbare Aussicht auf die Himalayakette, das Tal zur anderen Seite und nicht zuletzt über Bandipur  und seine Ausläufer...
    • ein sehr empfehlenswerter, leichter Hike ist der etwa 2-stündige Weg nach Ramkot. Es geht moderat rauf und runter enlang eines zur Rechten ansteigenden Berges, von dem aus man stets wundervolle Ausblicke links auf das sich weit ausdehnende Tal mit seinen Dörfern und Feldern hat... 
  • Ramkot, ein Dorf der Magar, war für uns sehr spannend, weil es sich wirklich in der sozialen, wie räumlichen Struktur gänzlich anders darstellete, als alles, was wir bisher aus Nepal  kannten... Das Dorf ist sehr schön und wirkt gepflegt, es gibt ein letztes Rundhaus  hier - traditionell die Behausung der Magar - zu sehen...
    • wir trafen auf sehr freundliche und zugewandte Menschen, hatten den Eindruck einer tollen Gemeinschaft und trafen im Culture Home Restaurant & Homestay - ganz am Ende des Dorfes - einen freundlichen Herrn, der uns unsere Fragen beantwortete und ein wenig über die Kultur der Volksgruppe wie des Dorfes berichtete... Hier hängen auch ein paar Bilder im Schuppen, die von traditionellen Festivitäten und Dorffesten zeugen...
    • Letztlich hatten wir von der Plattform des Restaurants atemberaubende Blicke auf die weißen Gipfel des Himalaya!
  • Wir trafen einen Canadier, der uns von seinem Besuch der ganz in der Nähe gelegenen Seidenspinnerraupenzuchtfabrik berichtete und so interessant von der Aufzucht der Raupen und seiner Begegnung mit der Besitzerin/Managerin sprach, dass wir das selbst gern gemacht hätten... Scheint sehr charmant gewesen zu sein, war für uns aber letztlich zu spät... 

Am Ende ist es jederzeit spannend, das Treiben in der Altstadt Bandipurs zu beobachten, denn das Posing-Geschehen der Nepalis  in den traditionellen Kleidern ist ein Spektakel für sich! 

 

Man kann es hier ohne weiteres ein paar Tage gut aushalten...

 

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Der Autor im Magar-Dorf Ramkot! Nette Leute hier! Ramkot, Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)
Der Autor im Magar-Dorf Ramkot! Nette Leute hier! Ramkot, Bandipur, Nepal (Foto Jörg Schwarz)

Ausblick

 

Spurenwechsler begehen schon wieder ihre letzte Etappe in Nepal: Von Bandipur  aus geht es in Richtung Pokhara, dem Trekking- und Anna-purnatourismus-Paradies, nicht ohne jedoch zuvor am Begnas Lake  Zwischenstation zu machen. Auf einem kleinen, grünen Bergrücken mit Blick von oben auf den kleineren der beiden Seen - den Rupa-See -,  genießen unsere Helden ein paar Tage auf einer der chilligsten Terrassen des Landes - so viel steht fest!... Sie werden völlig unvermutet Teil eines außergewöhnlichen Naturschauspiels, das sich - no joke - ausschließlich rund um ihr Domizil und ihre Terrasse abspielte... 

 

In Pokhara  verbringen Spurenwechsler ihre Zeit am Phewa-See  und der Lake-Side, einem ziemlich touristischen, quirligen Viertel und wohl Startpunkt für die meisten Trekker in den beinahe 30 Tage dauernden  Annpurna-Cirquit, wenn man den denn vollständig laufen möchte. Sie erkunden den Kiez, nutzen die Seilbahn  für den Aufstieg nach Sangarkot - eine weitere Option für die beste Sicht auf die Gipfelkette des Himalaya - und wollen sich ein wenig mehr mit der tibetischen Diaspora  befassen, die ihnen in Nepal  immer wieder begegnet. 

 

Große Sprünge sind in dieser letzten Etappe also gar nicht mehr einge-plant, eher schon das gepflegte Abbinden und endchillen ihres Trips zum "Dach der Welt", das - wenn man ehrlich ist - von Spurenwechslern diesesmal höchstens aus großer Distanz überhaupt betrachtet wurde... Ein wenig ausspannen zum Schluss also, bevor die heimische Plackerei wieder losgeht... Gleichwohl geht es abschließend auch nochmal nach Kathmandu  und Patan  zurück und Spurenwechsler bemühen sich um eine Einordnung ihrer Erfahrungen in Nepal  im März 2026...

 

Folgt Ihnen auch dann wieder IN DIE SPUR!

 

Deorali Begnas Lake Nuwakot Kathmandu Patan Nepal Lalitpur Bhaktapur Fotographie Reiseblog Reisereportage Spurenwechsler Reise Urlaub Städtetrip Geheimtipp slow travel Backpacker
Am Begnas Lake zeigt sich den Spurenwechslern u.a. der Machapucharé endlich von seiner schönsten Seite! Deorali, Nepal (Foto Jörg Schwarz)




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