Moin zusammen!
Wir sitzen am heutigen Vormittag gechillt auf unserer formidablen Dachterrasse in der Sonne und blicken von hier oben - wir haben weit und breit den höchsten Standort hier und wohl auch die schönste und annehmlichste Wohlfühloase der umliegenden Häuser - auf die Täler zwischen grünen Hügeln und Bergen sowie den an unserer Ecke fast ausgetrockneten Rupa See... Da hinten, hinter dem vor uns liegenden Hügel, liegt der Begnas See, den wir von hier aus gar nicht einsehen können, der uns aber auch reichlich schnuppe ist... Denn wir blicken von hier oben privilegiert in eine fantastische Landschaft und vor allem in ein weißes Band aus eisigen und schneebedeckten Gipfeln der hiesigen Himalaya - Kette... Was für eine Pracht!
Wir sind bereits zum zweiten Mal auf dieser Bergkuppe, auf der zwei, drei Hotels stehen und einen wundervollen Standort nutzen. Zwischenzeitlich haben wir ein paar Tage in Pokhara verbracht - der Lakeside - und uns dort umgesehen und uns dann spontan und sehr eindeutig und klar dazu entschlossen - noch dazu frühzeitiger als geplant - zum Begnas See zurückzukehren... Eine Woche vor unserer Rückreise nach Deutschland wollen wir in dieser atemberaubenden Lage - unserem persönlichen Adlerhorst - noch ein paar erholsame Tage haben - wohlfühlen, gut essen, ausschlafen und die Seele baumeln lassen... Wir tun das vor einer herausragend schönen Kulisse...
Folgt uns auf unserer vorerst letzten Nepal - Etappe IN DIE SPUR!

Unser ganz persönlicher Adlerhorst am Rupa See
Wir buchen ein Taxi - wir bleiben der komfortabelsten Reisevariante dieser Reise treu - und lassen uns von Bandipur - das unsere Erwartungen in verschiedener Hinsicht mehr als erfüllt hat - mit dem atemberaubenden und freien Blick auf den Manaslu und seine ihn begleitenden Gipfelnachbarn in Richtung Pokhara fahren... Da es auf dem Weg liegt und ohnehin einen Abstecher an den Begnas See geplant war, beschließen wir am Vortag für zwei Nächte hier einen Zwischenstopp einzurichten... Gesagt getan, wir reisen auf den letzten Metern Strecke auf einer der schlechtesten Straßen Nepals hier an, kurven noch steil in einen Hügel hinein und sehen ... erstmal keinen See! Zwar luken wir von der Dachterrasse und dem Bergrücken unseres Hotels in den Rupa See hinunter, ein zweiter See direkt daneben, der aber derzeit an unserer Seeseite kaum Wasser führt und eher einer schlammigen Pfütze gleicht... Im Hintergrund sehen wir eine geschwungene Hängebrücke zwischen zwei der Berge hier.
Und doch sind wir vom ersten Moment an angefixt: Unser Hotel stellt sich als extrem chillige Oase heraus - ein Glücksgriff! Es verfügt über die schon vorab beschriebene herausragende Dachterrasse, die mit weißen Sofas, tollen, wie für's relaxen ausgerichteten Möbeln, schattenspendenden Stoffbahnen, zahlreichen Blumenkübeln und einem geschützten, hell und transparent überdachten Teilbereich wunderbar ausgestattet ist. Sie bietet alle Annehmlichkeiten für eine angenehme Zeit hier und hat derart Platz und Atmosphäre, dass wir uns sofort verlieben. Wir blicken von ihr zu allen Seiten von hoch oben den Berg herab, der jeweils steil abfällt, der uns aber die grünen Kronen der ihn bewachsenen Bäume zu allen Seiten hinauf zur Terrasse schickt. Und: Wir haben das vielleicht schönste Panorama auf die - heute - strahlenden Riesen, die wir fortan jeden Morgen klar und deutlich und mit einer atemberaubenden Präsenz vor blauem Himmel vor uns sehen - und das schon beim Erwachen, aus dem Bett heraus...



Wir lassen es uns gutgehen, beobachten am Tage die Affenfamilie, die hier immer mal wieder durch die Baumwipfel klettert, wir erhalten an einem Abend eine gute Tamil-Massage und essen aus einer kleinen aber feinen Karte sehr gute, frische Gerichte... Der Kaffee wird hier selbst geröstet, wir dippen abends leckeren Hummus mit Tortillas und genießen eine insgesamt kreative und abwechslungsreiche Küche aus dem asiatisch-nepalesischen Kosmos. Vor allem aber streicht uns der laue Wind durchs Haar, wir atmen frische Luft und werden eines abends Zeugen eines wirklich faszinierenden Naturschauspiels...
Das Große Fressen - ein spontanes Naturschauspiel der wilden Art
Schon den gesamten Tag beobachten wir von unserer Terrasse aus vereinzelt schöne, bunte Vögel... Wer Spurenwechsler kennt, der weiß, dass wir jetzt nicht gerade begeisterte Vogelbeobachter oder gar der Ornithologie besonders zugeneigte Zeitgenossen sind... Aber hier fliegt beispielsweise eine einzelne knallrote Schönheit von Baum zu Baum, begleitet durch ebenso schöne Artgenossen in hell glänzendem Grün mit schwarz-roten Kopf - wir sehen sie mehrfach am Tag. Wir sehen ein Pärchen Eisvögel von grandios leuchtendem Azur-Blau, kleinste, fast unsichtbare Vögelchen im Geäst und immer wieder erscheinen große Greifvögel vereinzelt am Himmel und verschatten unser Antlitz... Es ist noch hell, als wir an diesem späten Nachmittag, vielleicht 17:30 Uhr, in der Abendsonne plötzlich und wie auf Kommando - und zwar nur an diesem Tag - Insekten zweierlei Art von unten zu uns heraufsteigen sehen. In einer wahren Flut erscheinen zunächst links des Gebäudes schwarze fliegende Käfer aus dem Nichts, die zunächst gar nicht angenehm für uns sind, weil sie uns ständig anfliegen, während nur Minuten später - rechts von uns - den Schnaken ähnliche Insekten wie die Fledermäuse aus ihren Höhlen emporflirren - hunderte, vielleicht tausende... Was ist denn plötzlich hier los? Natürlich sind wir überrascht und leider haben wir keine Kamera dabei...



Aber das ist es auch noch nicht. Es dauert nur wenige Minuten, da versammeln sich um unsere Terrasse herum sämtliche Vögel und Vogelarten der näheren Umgebung in wahren Heerscharen und Massen, wie wir es noch nie in unserem Leben gesehen haben und wohl auch nie mehr sehen werden: Es beginnt das Große Fressen. Wir stehen mit offenem Mund am Rande der Terrasse und staunen Bauklötze über das, was hier jetzt abgeht: Direkt vor uns, direkt auf unserer Höhe - wir können es beinahe mit den Händen greifen - fangen die schönsten und buntesten Vögel direkt auf Augenhöhe und zwischen den Kronen der Bäume zu hunderten (?) ein Insekt nach dem anderen weg. Ihre Geschwindigkeit, die unterschiedlichsten, zumeist filigranen und doch blitzschnellen Flugbewegungen oder Jagdstile sind zum ersten Mal in meinem Leben faszinierend für mich... Wir sehen Vögel aller Farben und Größen und wir sehen, dass das Schauspiel nur hier, nur hier um unsere Terrasse herum stattfindet. Und wirklich: Alles an Vögeln der Umgebung hat sich gerade hier um uns herum versammelt und frisst sich satt. Sie sind derart in Extase und rücken uns manchmal derart nah auf die Pelle, weil sie uns gar nicht bemerken...
Wir sehen jetzt - noch immer auf der VIP -Tribühne unserer Terrasse stehend - die großen Vögel über unseren Köpfen einschweben, die uns immer wieder ob ihrer schieren Spannweite und Größe zusammenzucken lassen, wenn sie beinahe über uns hinwegwischen und uns ihren Luftzug spüren lassen... Adler, zahlreiche Geierarten, Falken, Habichte und Bussarde... Ich kriege den Mund nicht zu: Sie wollen die kleinen Vögel greifen, denke ich, und habe schon Mitleid mit den schönen bunten Vögeln, die das vor Extase gerade gar nicht zu checken scheinen. Aber es kommt anders: Auch die großen Exemplare fügen sich in den fliegenden Derwisch von Flugeinlagen ein, verdrängen zwar nach und nach die kleineren Artgenossen, beteiligen sich aber überraschend am Fang der immer noch aufsteigenden Schnaken (?)... Anders als die Kleinen, die natürlich ihren geschickten Schnabel nutzen, greifen die Großen - es fliegen hier jetzt mindestens 10 - 12 dieser riesigen Exemplare um unsere Ohren herum - die Beute mit den Greifen und führen sie erst anschließend zum Schnabel... Es ist faszinierend! Es ist überraschend! Es ist ein Schauspiel sondergleichen... Wir starren uns an und sind baff! 30 Minuten geht das jetzt so - wir vergessen komplett unsere Kamera zu holen... Dann verflüchtigt sich die Meute so schnell, wie sie gekommen ist , auch weil der Insekten-Nachschub von unten - wo kamen die plötzlich her? - sukzessive erlahmt ist... Wow! Ich spüre noch heute mein eigenes Erstaunen...



Es gefällt uns im Indralok Hotel & der Sky Garden Rooftop Lounge insgesamt so gut, wir fühlen uns hier so wohl, dass wir nach einem Abstecher nach Pokhara beschließen, wir wollen da noch ein paar gechillte Tage abhängen... Haben wir uns verdient, finden wir... ;-)
Pokhara am Phewa See - Lakeside-Trubel und mal wieder eine Pizza
Der nächste See und doch so verschieden... Wie geplant reisen wir erstmal nach Pokhara weiter, was nur noch etwa 40 Autominuten vom Begnas See entfernt liegt. Leider entspricht das von uns gebuchte Haus am Hang so gar nicht unseren Erwartungen, so dass wir nach einer Nacht auschecken und uns eine neue, jetzt sehr schöne Bleibe suchen... Wir lassen uns durch die zweigrößte Stadt Nepals treiben, halten uns dabei aber ausschließlich an der sog. Lakeside auf, einem Stadtteil, der am Phewa See liegt. Dieser Kiez ist derart touristisch - Hotel neben Restaurant, Hostel neben Café -, dass es für uns, nach den kleineren untouristischeren Destinationen der vergangenen Woche, einen kleinen Kulturschock bedeutet - und trotzdem sind wir auch mal wieder über ein paar alternative Annehmlichkeiten dankbar. Wir schlendern die Uferpromenade ab - leider ist das Wetter heute nicht so sonnig, wie zuletzt -, trinken mal einen guten Espresso und wundern uns, wie viele Menschen sich bei dem Wetter auf dem See paddeln, rudern, sich bewegen...



Wir laufen bis zum Disyland Pokhara - einem Vergnügungsareal mit Riesenrad, Autoscooter und Eislaufbahn (trocken auf Rollen) - essen mal wieder eine Pizza und genießen das Flanieren durch die parallel sich zum Ufer des Sees ziehende Hauptstraße hier... Ein Massagesalon oder Spa löst den oder das nächste ab, es gibt Chinesische und Indische Restaurants, aber zum Glück auch weiterhin viele nepalesische Angebote. Souvenirgeschäfte, Wander- und Trekkingsortimente oder Kunsthandwerk drängeln sich aneinander und alles eben, was die hiesigen Reisenden so nachfragen... Immer wieder sehen wir fett bepackte Pickups, die Gepäck und Ausrüstungsgegenstände für anstehende Treks zum Annapurna transportieren, aber auch zahllose Backpacker, die einfach in einer Bäckerei abhängen oder einer Kneipe versacken... Am Abend gewittert es und regnet es schwer, so dass wir den Tag früh beenden. Der Abend passt zum Spiel des HSV beim BVB, das ich mir in der Nacht noch reinziehe und das ebenfalls enttäuschend endet...
Auffahrt zum Bergdorf Sarangkot und zum fünfköpfigen Ganesha
Das alles ist mal wieder ganz nett nach Tagen des Darbens auf dem Land, doch auch schnell wieder etwas nervtötend für Spurenwechsler... Wir nehmen daher am nächsten Tag die Auffahrt nach Sarangkot ins Visier, einem nördlich von Pokhara gelegenen Bergdorf - Hügel trifft es vielleicht, angesichts der "echten" Berge hier, besser - und stehen früh vor dem Seilbahnschalter, auf besseres Wetter da oben hoffend... Noch ist es diesig, doch während wir gemütlich hinaufgleiten in den Gondeln der österreichischen Marktführer für Seilbahnen - wir kennen sie schon aus Bolivien/La Paz - öffnet sich der Himmel und die Sonne sticht hindurch...
Impressionen zu Sangarkot, Pokhara, Nepal (Fotos Jörg Schwarz) - zur Vergrößerung klicken!
Weitblick - vor allem auf die Gipfel der 8000er - haben wir heute leider nicht, aber da wir sie nun mehrfach schon gesehen haben, ist das zwar bedauerlich, aber auch nicht schwierig für uns, angesichts der gleichwohl schönen Aussicht hier oben... Wir laufen die Kuppe des Bergrückens ab, schauen in das ziemlich eng bebaute Tal da unten, schlendern zum goldenen Ganesha - Monument hier oben und laufen durch das Tempelareal. Es scheint nun wunderbar die Sonne, es ist heiß und wir brauchen jetzt mal was zu trinken... Am Rande des Abgrunds, wir haben einen tief hinabreichenden Blick auf die sich bis hierhin ausdehnenden Vororte von Pokhara und dem Seti Gandaki Fluss, gönnen wir uns ein Lime Soda mit Minze und folgen dem endlos gleitenden Flug eines großen Greifvogels... Unser Leben könnte gerade unangenehmer sein...
Für den Weltfrieden zur Weltfriedenspagoda hoch über Pokhara
Angesichts des Zustands der Welt - Kriege und strukturelle Gewalt wohin man schaut - sowie unangenehme Wahlergebnisse in deutschen Bundesländern, die Sorgen machen können - mehr als 50% der Stimmen in Rheinland-Pfalz für CDU und AfD, sagt mal Leute geht es noch!? - beschließen wir einen Gang zur buddhistischen Weltfriedens-Pagode auf einem weiteren Hügel über Pokhara und Phewa See. Wir steigen an einem Bazaar entlang die Stufen zur Pagode hoch und stehen irgendwann - mit vielen anderen, vor allem Gruppenreisenden - vor der schneeweißen japanischen Pagode, deren vier Himmelsrichtungen jeweils Nieschen für Buddhafiguren enthalten. Man hat die typischen bunten tibetische Gebetsfahnen - sog. Lungtas - reihum um die Pagode angebracht, die den Zweck des Mahnmals untertreichen: Sie sollen Segen, Frieden, Glück und Mitgefühl durch den Wind in die Welt tragen - Lungta heißt übersetzt so viel wie "Windpferd!"
Impressionen von der World Peace Pagoda, Pokhara, Nepal (Fotos Jörg Schwarz) - zum Vergrößern klicken!
Hier oben stehen nun also Menschen aus aller Damen und Herren Länder und gedenken - bestenfalls - des Friedens in der Welt. Um ehrlich zu sein, wir haben den Eindruck, dass die meisten hier eher bei sich selbst, ihrer Kamera und dem nächsten Selfie sind... Gleichwohl: Eine einsame in rhythmischen Schägen dröhnende Trommel eines Mönchs hallt durch den Wind und trägt eine Hoffnung mit sich. Sie trägt die Friedensbotschaft in die Weite, die wir an einer Wand hier lesen und die sich die Putins und Trumps, israelische wie palästinensische Extremisten dieser Welt hinter die Ohren schreiben mögen: "Alle fürchten den Stock, alle fürchten den Tod; sich in eine andere Lage zu versetzen (also nicht mehr den Tod fürchten zu müssen), sollte man andere nicht schlagen oder töten. (Dhammapad 129)!"
Auch an diesem Ort genießen wir die fantastische Aussicht in die Umgebung und kehren guter Dinge nach Pokhara zurück, wo wir allerdings sukzessive merken, dass uns für weitere Erkundungsaktivitäten mit diesem Höhepunkt die Kraft und Inspiration ausgeht... Wie schon oben ausgeführt, zieht es uns zurück zur gechillten Terrasse am Begnas See, auf der wir noch ein paar Tage der Entspannung anstreben... Und wir haben Glück: Das Wetter ist uns für mehrere Tage - mehr oder weniger - hold und wir genießen jede Sekunde:



Zurück im Wohnzimmer Patan
Schon vor einiger Zeit hatten wir uns entschlossen dieses eine Mal zu fliegen: Von Pokhara zurück nach Kathmandu, um die anstrengende Reise aus teils miserablen Straßen zu vermeiden. Wir verabschieden uns von den Leuten am Begnas und Rupa See, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, warten auf den beinahe 1,5 Stunden verspäteten Flug und sind in einer guten halben Stunde schon wieder gelandet... Es geht - mal wieder - nach Patan, da sind Magda und ich uns absolut einig...! Wir probieren ein neues Hotel aus und stürzen uns hinein in unseren bereits erkundeten Kiez, der heute derart belebt ist, das wir staunen... So viel war hier bei unsrer ersten Stippvisite keineswegs los...
Wir schlendern am Swotha Platz vorbei, wo heute zahlreiche Marktstände stehen und Gemüse verkaufen, besuchen alte Bekannte und essen mal wieder diese extrem geilen Croquettas im Nepal-Style in einem unserer Lieblingsrestaurants, die wir so nur hier kriegen können... Wir genießen den Walk durch die nächtlichen Gassen der Altstadt, die uns heute fast noch besser gefallen hat, als schon zu Beginn unserer Reise... Wie kann das sein? Wir müssen diese vibrierende Atmosphäre doch ganz schön vermisst haben... Eine wundervolle Stimmung macht sich rund um den Durbar Square breit, gemütlich und schrill leuchtende Lampen, zahlreiche Menschen in ausgelassener Laune und überall dampfende Garküchen...
Wie schön Patan vor allem auch am Abend ist, wenn die Menschen hier flanieren, die ersten ihre Läden schließen und sich noch für einen Schnack mit den Nachbarn niedersetzen... Eine extspannte Atmosphäre überall, egal ob auf den Stufen der Tempel, auf denen sich jetzt viele einfinden, den einfachen Restaurants rund um den historischen Tempelbezirk oder entlang der Gassen und Roti-Stände, wo noch immer gebruzzelt wird... Wir setzen und für ein letztes Bierchen heute noch auf die Dachterrasse unseres schönen neuen Hotels - von hier blicken wir über die teils erleuchteten Dächer Patans und sind am Ende doch noch auf dem Dach einer Welt angekommen...



Und treffen Dave, aus London, der vor drei Jahren Haus und allen Kram verkauft hat und seither reist... Eine schöne Geschichte die er zu erzählen hat, die wir sehr gern hören und Sehnsüchte in uns selbst aufkommen lassen, die wir kaum zügeln können, angesichts des Wissens um unsere baldige Rückkehr in das heutige, von mieser Stimmung geprägte Deutschland, in der die aktuelle Regierung das eigene Volk - Migranten sowieso - pauschal beschimpft und für faul erklärt, die Schere zwischen Arm und Reich durch falsche Politik weiter öffnet und durch ihr Werk die Zukunft des Landes verspielt... Ich frage mich: Wofür lebt man?
Glücklicher Zufall: Wir treffen auf die Prozession des Seto Machindranath Jatra
Am nächsten Tag machen wir uns noch einmal nach Kathmandu auf: Wir wollen auf dem Bazaar noch ein paar Kräuter und Gewürze kaufen, ein paar besondere Öle und vielleicht das ein oder andere Souvenir... Noch einmal zieht es uns zum Laphing Center & Mongolian House - wir hatten es schon empfohlen - und lassen uns noch einmal von den Seeing Hands, den blinden Masseuren, durchwalken.
Unterwegs treffen wir auf eine der wohl bedeutendsten Prozessionen und religiösen Feierlichkeiten der Newar in Kathmandu: Das Seto
Machindranath Jatra, das gerade - wie jedes Jahr - ganze fünf Tage lang hier mit tausenden von Menschen begangen wird und das wir in einer Pausenzeit antreffen, die es uns ermöglicht, einmal etwas näher heranzukommen... Das berühmte Seto Machindranath Jatra ist quasi die Schwester-Prozession der mit einem ganzen Monat und mehr (sic.!) noch einmal deutlich längeren und in seiner Dimension wohl noch bemerkenswerteren religiösen Festivität des Rato Machindranath Jatra, welches in Patan demnächst wieder - ebenfalls jährlich begangen wird... Es geht hier in beiden Fällen um ein Jahrhunderte altes, traditionelles Wagenfest, das die spirituelle Ehrung einer wichtigen hinduistischen wie buddhistischen Gottheit zum Gegenstand hat, die hier in zwei ihrer vielfachen Erscheinungsformen ein und derselben spirituellen Figur gefeiert wird...
Impressionen von Patan am Abend... Patan, Nepal (Fotos Jörg Schwarz) - zum Vergrößern anklicken!
In Patan geht es die vor allem um die Segnungen des Regens und der Fruchtbarkeit, denen mit der roten Machindranath (rato - rot) im April/Mai gedacht wird, in Kathmandu dagegen geht es vor allem um den Aspekt des regionalen Schutzes und des Wohles Kathmandus, den man mit der weißen Machindranath (seto - weiß) beschwört... In beiden Fällen erbitten die Gläubigen in religiösen Zeremonien und Opferritualen entlang aufwändiger und teils wilder Umzüge - vor allem wenn man sich mit den enormen und unfassbaren Aufwänden der hiesigen Prozessionsgeschehnisse näher befasst - eine gute Ernte sowie generell den Schutz ihrer Stadt und des Lebens für die Region...
Wir treffen den Umzug - vor allem seinen maßgeblichen Prozessionswagen, der die weiße Figur und Repräsentation der Gottheit transportiert - der in diesem Jahr überraschend und unüblich jenem imposanten und atemberaubend konstruierten, beinahe 20 m hohen Turm-Wagen des Rato
Machindranath Jatra gleicht (oder selbigen sogar nutzt?) - bei einer Pause am Azon Bazar, an dem Hunderte gläubige Hindus und Buddhisten eine kurze Berührung mit der Gottheit, resp. seiner Repräsentation suchen, unzählige Kerzen entzünden und auf diese Weise teilhaben wollen, an den Segnungen der Gottheit... Eine sehr imposante und beeindruckende Erscheinung dieser Wagen, dessen Konstruktion wirklich einzigartig ist und von großer Handwerkskunst wie Jahrhunderte alter Erfahrung zeugt... Er wird mit zig Seilen von ganzen Massen von Menschen am Abend durch die enge Stadt gezogen, mit Bremsklötzen aufwändig - und mit zahlreichen Risiken behaftet - gebremst und ist in seiner Historie - begleitet von der Interpretation übelster Vorzeichen - auch schon Mal umgestürzt, zusammengebrochen oder in die Menge der Gläubigen hineingerauscht...
Wir sind fasziniert... Ein schönes Zubrot unseres heutigen Tages... Wir beenden den Tag erschöpft vom Besuch all unserer Lieblingsplätze - jetzt auch abschließend wieder in Patan - und sagen erstmal Tschüß bis zum Mai!
Denn das war es auch schon wieder: 30 Tage Nepal...! Berlin calling!
Impressionen von Kathmandu... Kathmandu, Nepal (Fotos Jörg Schwarz) - zum Vergrößern anklicken!
Fazit Nepal - ein schönes Stück Asien
Nepal hat uns gut gefallen! Wir haben uns ja von Beginn unserer Reise an beschränkt und uns fast ausschließlich von den kulturellen Vibes des Landes tragen und treiben lassen und haben den Verheißungen in Nepals unbeschreiblicher Natur bewußt nur wenig Raum in unseren Planungen gelassen - für beides erschien uns - Slow Travellern, die wir nun mal sind und sein wollen - die Zeit einfach viel zu gering... Das ist für uns tatsächlich voll aufgegangen und hat uns einen spannenden Kosmos zwischen religiösen, kulturellen sowie historischen und gegenwärtigen Entwicklungen in Nepal erleben lassen, der uns fasziniert hat - und das ausschießlich auf dem Touri-Trail von Kathmandu bis Pokhara... An keinem Tag haben wir uns gelangweilt, selbst auf dem trockendsten Acker auf dem Land war Nepal eine Reise wert und der Erholung und dem relaxten Sein fehlte es dabei eigentlich nie an Zeit!
Nepals interessante Geschichte und die in ihr sich bahnbrechenden kulturellen Errungenschaften lassen sich bis heute - selbst wenn die Gegenwart auch Nepal so langsam überrollt - in den Gassen der Altstädte - vor allem im Kathmandutal - noch erspüren, in den Tempeln live erleben und in der Mitte überaus freundlicher Menschen ausgiebig genießen... Das Nebeneinander von unterschiedlichen religiösen Strömungen, das Existieren archaischer Riten und Bräuche, das für uns insgesamt exotische Leben der Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten im Land - für uns war es eine Quelle der Inspiration und einmal mehr ein guter Maßstab unseres eigenen Seins...
Die Natur Nepals - allen voran die Gipfel des Himalaya - haben uns gleichwohl nicht kalt gelassen und uns - auch wenn wir sie lange gar nicht sehen, sondern nur erahnen konnten - stets motiviert, sie haben die Sehnsucht in uns am Leben erhalten, sie wenigstens einmal klar und deutlich sehen zu können - und auch das ist aufgegangen... Als es soweit war, haben wir angesichts ihrer Schönheit und Wucht gestaunt - und ein Funke ist entzündet worden, dieser imposanten schneeweißen Landschaft doch noch einmal näher zu sein, vielleicht doch eines Tages einmal dort zu trekken...



Nepal ist - wie Asien insgesamt - ein relativ einfach zu bereisendes Land, das - sieht man von den Flugkosten ab - zudem günstig ist. Natürlich hängt das dann auch von den eigenen Ansprüchen und Vorlieben ab, aber man kann hier sehr günstig unterwegs sein. Kulinarisch ist Nepal kein Malaysia und auch kein Thailand oder Indien - gleichwohl wird man in einem Monat nicht satt, immer wieder die diverse Vielfalt der Küche auszutesten... Das gilt auch vor dem Hintergrund, dass auch wir uns je einmal den Magen hier ordentlich verdorben haben... Natürlich ist das ein armes Land und die hygienischen Maßstäbe liegen hier gelegentlich unter dem Verdauungsniveau unserer europäischen Mägen... Sei es drum - wir leben: Uns hat die nepalesische Küche zu mancher Idee verholfen, was wir in Berlin nachkochen werden...
Wer die Berge stärker in das Zentrum seiner Nepalreise rücken möchte, der sollte im Oktober/November kommen, für alle anderen sind Februar/März gute Monate. Wir hatten mit einer Ausnahme jeden Tag - zumeist am Morgen - Sonne, nachmittags zumeist ein paar Wolken und an einigen wenigen Tagen/Nächten auch mal Gewitter und Regen... Im März 2026 war es trotzdem meist sehr warm am Tag (20 - 28 °C) aber stets diesig und die Sonne oft durch einen Nebel gefiltert - auch in höheren Lagen war die Weitsicht eingeschränkt. Das alles ist nicht tragisch, sollte man aber wissen...
Nepal also lohnt sich! Macht es bald, denn das "alte Nepal" verschwindet zusehends und mit ihm der Charme früherer Zeiten und die einfache exotische Existenz einer fremden Welt... Und wer weiß, was der Klimawandel mit dem Himalaya macht - auch hier schmelzen die Gletscher...!
Ciao! ... Sagen Spurenwechsler!
Empfehlungen
Weitere Empfehlungen zu Patan und Kathmandu geben wir im Nachgang direkt unter der Kategorie: Reisepraktische Empfehlungen Nepal! Wird etwa Mitte April soweit sein, dann haben wir unsere Empfehlungen auf die Seiten unserer reisepraktischen Tipps gestellt...!
Begnas See und Rupa See
Unterkunft
Wir haben für den Begnas See und den Rupa See tatsächlich eine richtig gute Empfehlung parat... Wir waren hier zunächst zwei Nächte, haben uns begeistern lassen und sind später nochmal für weitere vier Nächte zurückgekommen:
- Das Indralok Hotel & die Sky Garden Rooftop Lounge, 31 Pachabhaiya, Deorali 33700, Nepal, +977 981-6111142 ist vermutlich die beste Unterkunft unserer Nepal - Reise...
-
- Moderne, saubere und weitgehend funktional eingerichtete Zimmer, groß sind sie allerdings nicht
- ein hervorragendes Restaurant mit einer charmanten Mannschaft
- sowie die perfekte - in Größe und Ausstattung - formidable Dachterrasse mit 360 Grad-Blicken in eine traumhaft schöne Bergwelt, inklusive Blick auf schneeweiße Riesen - die Seen sieht man von hier aus allerdings nicht!
- ein ganz besonderer Ort zum Chillen und Ausspannen...
- Massagen sind erhältlich
- in der Nähe werden Meditationskurse angeboten
- Neben schönsten Vögeln, Affen und freundlichen, ruhigen Hunden hat man hier einen perfekten Stay am Rande von Pokhara...
- Let's chill!
+++
Speisen
Es kann nur eines geben: Da uns die Küche im Indralok Restaurant - siehe oben - so gut gefallen hat, haben wir stets hier gegessen! Die Karte ist nicht allzu üppig, dafür ist alles gut, was drauf ist...
- Es geht hygienisch und sauber zu hier und die Küche macht alles frisch sowie vieles aus dem eigenen Garten! Gut, das dauert auch mal 45 Minuten...
- Sehr gute Snacks, u.a. mit einem famosen Hummus als Dip...
- Nepalesische Klassiker, wie Daal Bhat oder ein nepalesisches Curry, aber auch andere asiatische Leckerlies wie der geniale Buddha Bowl...
- Klasse Sandwiches und Baguettes, schmackhafte Burger...
- Gute Frühstücksoptionen wie das super Müsli Granola
- Hervorragender, selbstgerösteter Kaffee
+++

Allgemeines
- Außer den schon im Text empfohlenen chilligen und entspannten Tagen können wir zum Zeitvertreib am Begnas See nichts beitragen: Wir haben uns hier während der letzten Tage unserer Reise einfach zurückgelehnt, gelesen, gechillt und die Seele baumeln lassen...
- Interessant ist vielleicht für den ein oder anderen die Überquerung einer großen und langen Hängebrücke über den Rupa See - gleich zu Füßen des Hotels oder ein Bootstrip an einem der Seen...
- von der Lakeside in Pokhara aus fährt man mit dem Taxi ca. 40 Minuten - das letzte Teilstück der Strecke ist derzeit in abenteuerlichem Zustand und krass holprig - nicht abschrecken lassen, das geht auch vorüber...
+++
Pokhara
Unterkunft
Nachdem wir in Pokhara zunächst mit einer Lösung in Lakeside, oben am Hang unzufrieden waren - kein Business im Restaurant, angekündigte Bar geschlossen, Check-in schwierig, kein Ansprechpartner vor Ort etc. sind wir spontan hierhin gezogen und waren sehr zufrieden:
- Quest Hotel, 16 Lakeside Rd, Pokhara 33700, Nepal, +9779856086744; eher kein romantisches Chill out-Haus, sondern mehr Business-Style und etwas teurer, dafür aber mit schönen großen, modernen und sauberen Räumen, Betten, Möbeln, Bädern sowie einem schönen Balkon; wir hatten ein sehr gutes Frühstück inklusive und der Besitzer - nebenbei ein Collage-Dozent - war dezent und sehr freundlich! Das Haus liegt von der Straße zurückversetzt und mitten in der City mit guten Restaurant-Optionen in der Nähe...
+++
Speisen
- Das Gantavya Fast Food Restaurant, 16, Pokhara 33700, Nepal, ist von einer tibetanischen kleinen Familie geführt und die Hausfrau kocht vorzügliche Gerichte, von guten Momos bis vorzüglichen Nudelgerichten...
- Wer mal zwischendurch wieder Lust auf eine Pizza verspürt, der kann ins Best Godfather Pizzeria, Lakeside In front of street no. 14, Pokhara 33700, Nepal (es gibt noch einen zweiten Ableger) gehen, denn die Pizzen sind ganz O.K. hier!
- Wir hatten sehr gute Dahi Puris im New Barahi Fresh Fruit Center & Chaat Center (Indian Streetfood), 14th Street, Pokhara 33700, Nepal
- Gute indische Tandoori Gerichte gibt es im Samrat Tandoori Restaurant, Anfang der Middle Path Street, direkt an der Lakeside Road...
- Empfehlen können wir für Nepalesische Küche auch sehr das Olive tree Restaurant, Street 20A, Baidam Rd, Pokhara 33700, Nepal, direkt beim Pokhara Disney World
- Etwas hyped und zu teuer, aber sehr chillig und gemütlich in einem Innenhof, findet ihr das qualitativ gute Cafe Camellia - auch Hotel Blossom, Middle Path St, Pokhara 33700, Nepal

Allgemeines
- Wer aus den Bergen kommt oder vom Land, der wird sich über Pokharas Vielfalt an Angeboten sicher ein paar Tage freuen und die vernachlässigten Begehren zu befriedigen suchen... Die Lakeside ist - aus unserer Sicht die einzige echte Alternative für Traveller in der eher unansehnlichen Stadt und gleicht zugleich leider allzusehr vielen anderen Touristenstädten vieler anderer Länder...
- Gleichwohl: Man findet unzählige gute Restaurants, Hotels und Geschäfte mit allem, was das Herz begehrt, dazu Massagen, Trekkingequipment und die passende Agentur für einen Trek...
- Uns zog es auf den Berg beim Bergdorf Sarangkot hinauf, einem hohen Hügel/Berg nördlich von Pokhara: Eine Seilbahn fährt hier in 15 - 20 Minuten hinauf und lässt den Besucher hier oben mit einer - wenn das Wetter mitspielt - atemberaubenden Weitsicht auf das dahinterliegende Tal sowie die weiße Kette des Annapurnamassivs zurück... Es gibt hier einige nette Restaurant-Cafés mit magischer Lage und ein hinduistisches Tempelareal mit einer riesigen, fünfköpfigen goldenen Ganesha - Statue...
- Eine weitere gute Ausflugsmöglichkeit in die bergige Umgebung Pokharas mit fantastischen Ausblicken auf die Stadt und den Phewa See, aber auch in die weitere Berglandschaft dahinter, bietet ein Trip zur Weltfriedenspagode, zu der man auch wandern kann, wenn man sich zuvor über den See übersetzen lässt...
- Natürlich gibt es weitere Ziele in der Umgebung, in der es Hügel und Berge gibt, von denen aus man in die Weite blicken kann...
- Eigentlich wollten wir uns in einem der drei - inzwischen ziemlich verstetigten - Flüchtlingscamps für Tibeter umschauen und uns hier ein Bild machen, das haben wir aber gar nicht geschafft...
- Obwohl wir selbst das nicht gemacht haben, möchten wir empfehlen, ein Moped in Pokhara zu mieten und die wundervolle Landschaft abzufahren... Wir würden es beim nächsten Mal tun...
- Und natürlich trekkt man von hier in Richtung Annapurna, Poon Hill oder einen der anderen Gipfel hier... Es gibt alle möglichen Touren...
- Inzwischen kann man sich ja auch in 20 Minuten von Pokhrara nach Jomsom fliegen lassen und ist damit umringt von Hochgebirge bzw. hat einen kürzeren Weg zum Annapurna oder in einen der anderen Gipfel hier...
Ausblick
Spurenwechsler kehren nun zunächst in den Berliner Alltag zurück, ehe sie bereits im Mai einen spannenden Abstecher nach Wien, Österreich vor der Brust haben...
In Österreichs Hauptstadt erkunden unsere Helden die Kaffeehäuser der ehemaligen Kaiserstadt mit ihren zahlreichen historischen Bauten und Schlössern, kulturellen Höhepunkten und ihren einfach lebenswerten Kiezen... Als eine der ältesten Universitätsstädte Europas soll die Stadt an der Donau eine der lebenswertesten und grünsten Metropolen der Welt sein... Zudem ist Wien die Stadt Ernst Happels, sicher einem der besten Trainer der Fußballzunft aller Zeiten...
Spurenwechsler werden sich also ein erstes Bild machen, dem berühmten Wiener Schmäh nachspüren und der - dem Wiener gegenüber Deutschen nachgesagten - Unfreundlichkeit und Arroganz - wenn tatsächlich vorhanden - mit Berliner Schnauze begegnen... Sie sind jedenfalls gespannt auf die Atmosphäre in der Stadt und freuen sich schon heute auf das Frühlingsflair der Wiener Heurigen...
Folgt Ihnen auch dann wieder IN DIE SPUR!
Unsere vorhergehenden Beiträge zu Nepal schmökern?
- Blogbeitrag Nr. 94: Spurenwechsler und das Glück des freien Blicks - Nuwakot, Gorkha und Bandipur (Nepal)
- Blogbeitrag Nr. 93: Spurenwechsler und das Kamasutra von Bhaktapur - Kathmandu und Bhaktapur (Nepal)
- Blogbeitrag Nr. 92: Spurenwechsler und die lebende Gottheit Kumari - Kathmandu und Patan (Nepal)


















































Kommentar schreiben