Kolumbiens Karibikküste:

Die besten Beach- und Insel-Spots

13 | 15 - Playa Principal - Isla San Andrés



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Der weiße Sand und das betörend azurblaue Meer sind schon großartig... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)


Unsere Bewertungen im Überblick

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Unsere Bewertung im Einzelnen

Noch ein leuchtender Stadtstrand: Die eigentlich ziemlich schöne Playa Principal

 

Der optische Eindruck

Vor den Toren der Einkaufs- und Steueroase San Andrés City  liegt in einer betörend azurblau leuchtenden Bucht ein wirklich schöner Sandstrand... Schneeweißer Pulversand zieht sich über gut eineinhalb Kilometer Länge an der nördlichen Spitze der tief in der Karibik liegenden Isla San Andrés  entlang. Wir liegen auf einem Tuch am Beach, blicken auf das strahlende Wasser und benötigen Sonnenbrillen, um den blendend weißen Sand auszuhalten... Weit draußen sehen wir das kleine Eiland Johnny Cay (Islote Sucre), all seine Sonnenschirme und Gäste... Ein wunderbarer Ausblick soweit, wenn man die richtige Zeit hier erwischt: Gerade ist es nicht allzu voll am Strand...

 

Leider blickt man gelegentlich zurück... Die grauen und eher funktional denn schön gebauten Häuser der City stehen ganz nah, eine Strandstraße zieht sich direkt im Rücken des Beaches und man hört stets den Lärm der motorisierten 

 

Stadtgesellschaft... Orientiert man sich eher auf das hier und den Strand selbst, dann ist der optische Eindruck recht schön!

 



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Hat grundsätzlich alles zu bieten - aber eben auch die Stadt im Nacken... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)

 

Die Qualität des Strandes

Näher betrachtet und einige Male getestet, ist das Vergnügen schnell getrübt. Die Straße im Rücken des Beaches ist auf seiner westlichen Seite wirklich zu nah an den Strand gebaut, ein einsamer Solo-Streifen Palmen existiert gelegentlich, einen Geräusch- und Sichtabstand zwischen der tristen grauen Betonwelt der Stadt und dem weißen Strech sucht man vergebens... Auf seiner östlichen Flanke ist der Beach breiter und tatsächlich finden sich einige Palmen und Schattenplätze im Rücken des Strandes, was daran liegt, dass er hier durch künstliche Sandaufschüttung auf einen Betonuntergrund künstlich nach hinten verbreitert wurde. Das macht aber eigentlich nichts, denn wenn man nicht gerade Löcher oder Burgen in den Sand bauen mag oder nervöse Füße und Beine hat, die den Beton freilegen ... dann merkt man das kaum. Kaum, denn natürlich ist die Sandfläche - so unterlegt - steinhart und der Sand gibt nicht nach... Man könnte ja immer noch vorn ans Wasser gehen, dort finden sich im natürlich weichen Sand außerdem die typischen zeltartigen Sonnenschutzdächer der Kolumbianer... 

 

Wir wollen nicht ungnädig sein aber der mittlere Strandabschnitt - hier ragt ein Pier in das Wasser hinein - ist außerdem ziemlich unansehnlich... Natürlich merkt man auch diesem Strandspot seine nachteilige Umweltbelastung durch städtische Einflüsse und starke Wassersportbetätigung mit motorisierten Wasserfahrzeugen an und das Wasser, das hier in die künstlichen Buchten hineindrückt und nicht weichen kann, staut den Dreck, seine unansehnlichen Algen und zahlreichen zivilisatorischen Abfälle leider übel riechend zusammen... Wir wenden uns also den schöneren Flanken des Beaches zu und müssen zugeben, dass das Badevergnügen hier ziemlich gut ist: Obwohl es heute ein wenig wellig ist, was man auch an einigen angeschwemmten Algen am weißen Sand bemerkt, ist es ein purer Spaß in diesem herrlich leuchtenden Wasser zu sein... 

 

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Aufgrund der Touristenmassen nicht angesteuert: Johnny Cay vom Stadtstrand aus... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)

 

Wohnen und Speisen

Nun ja werden einige einwenden: "Dies ist eben ein Stadtstrand und er liegt halt mitten in der Stadt. Das wiegt seine Nachteile doch allemal aus, kann man doch von allen Vorteilen der Stadt profitieren..." Und ja, das kann man gar nicht leugnen. Allerdings ist das Preisniveau dieses steuerbefreiten Eilands üppig hoch, die günstigen Unterkünfte sind selten attraktiv. Das gilt für die Unterkünfte wie für die Restaurants - günstig ist anders... Zudem haben wir für qualitativ anspruchsvolle Küche zu bezahlbaren Preisen lange suchen müssen.

 

Man hat also eine große Auswahl an Hotels, kann jederzeit essen und trinken, man hat aber dafür auch tief in die Tasche zu greifen... Und bedenkt: Schon die Anreise hierher ist nicht billig. Wer also einen Stadtstrand mit kleinen Mängeln nicht scheut und nicht auf den Cent blicken muss, strandnah shoppen mag und wer genau diesen Thrill sucht, ja, der wird hier möglicherweise glücklich sein, zumal man sich alternativ auch auf die ebenfalls gut besuchte Insel Johnny   übersetzen lassen kann: Gerade einmal ein paar Kilometer vor der Nordküste von San Andrés gelegen findet man hier ein Mini-Eiland mitten im karibischen Meer und gänzlich ohne Stadtpanorama! Man kann es hier demnach unter bestimmten Bedingungen recht gut aushalten... 

 

 

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San Andrés City ist jetzt nicht besonders attraktiv, bietet aber einen klasse Stadt-Beach, San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)
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Ein sehenswerter Streifen Sand... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)

 

Die touristische Frequenz

Die beiden kolumbianischen Inseln Providencia  und San Andrés  liegen weit ab im karibischen Meer - viel näher eigentlich an Nicaragua, als am kolumbianischen Festland. Ihre Tradition ist nicht kolumbianisch, sondern eher jamaikanisch-britisch, wenigstens prägten sie einst die Nachfahren schwarzer Sklaven der Raizal-Kultur. Der Trip auf diese abgelegenen Inseln wird daher nicht von großen Touristenmassen unternommen. Die zusätzlichen hohen Kosten für den Trip sind vielen Rucksack-Reisenden der kolumbianischen Karibikküste sicher zu hoch, erst recht, wenn das Ziel nur ein kurzer Inseltrip sein soll... 

 

Häufige Gäste sind daher weitgereiste Segler- und Yachtenbesitzer, Gutbetuchte mit Hang zum günstigen Schnäppchen im steuerbefreiten Paradies oder eben echte Entdecker, die auf der Suche nach einer spannenden und verschwindenen Kultur auch einsame Strände und chilligen Inselurlaub entdecken wollen und zudem mehr Zeit investieren, um die hohen Kosten wieder zu amortisieren... Voll ist es hier also nur nahe der großen Stadt und da liegt das Problem der Playa Principal: Sie liegt ihr quasi zu Füßen...

 

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Auch wenn es heute etwas windig ist - die Wasserqualität ist klasse... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)

 

Zugang und Erreichbarkeit

Im Grunde ist zu dieser Kategorie bereits alles ausgeführt: Die Lage der Islote San Andrés  weit ab der kolumbianischen Karibikküste macht die Anreise hierher zu einem mindestens gut zu kalkulierenden Ereignis. Obwohl wir diese Reise jederzeit empfehlen würden - mehr wegen der Nachbarinsel Providencia, denn wegen San Andrés -, muss man die hohen Kosten dieser Reise wohl bedenken. Hat man sich dazu entschlossen, es zu tun, fliegen regelmäßig Flieger aus den großen kolumbianischen Städten - vor allem Bogotá  und Medellín  - hierher... 

 

Einen Turn zu diesem Strandspot wird man also eher nicht spontan und schon gar nicht für einen Kurztrip machen - das sollte schon die schlechte Umweltbilanz eines solchen Fluges deutlich machen... Aber wer es hier länger aushalten mag und noch die Überfahrt nach Providencia  einplant, der wird das Inselerlebnis hier nicht bereuen. Man bekommt für die schwierigen Anreisebedingungen hier einiges geboten: Vor allem großartige Strände...

 

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Man muss zugeben: Eine Stadt kann es schlechter treffen... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)
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Hier stimmt das Klischee: Karibikfeeling allein wegen der Farben... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)

 

Fazit

Die Playa Principal  hat einige Nachteile, die den Reisenden mit Ruhebedürfnis und mehr Hang zur Natur einiges abverlangt... Aber sie ist eben ein Stadtbeach - und zwar ein optisch ziemlich schöner! Sucht man sich die besseren Plätze am Strand, sieht über ihre Makel hinweg und hat man sich den Trip auf die karibische Inselwelt gut überlegt, dann kann man es hier ein paar Tage gut aushalten. Ein prall gefüllter Geldbeutel vorausgesetzt, ist die Playa Principal  also nicht die schlechteste Option... 

 

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Karibische Träume werden wahr... San Andrés, Kolumbien (Foto Jörg Schwarz)

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